Infirmum – Walls of Sorrow

Label: WormHoleDeath Records    VÖ: 18.12.2020

Infirmum ist ein Doom-Metal-Projekt, Anfang 2019 vom finnischen Künstler Timo Solonen gegründet. Davor hatte Timo bereits einige Songs komponiert und unter dem Namen Kuolonkoura eine EP veröffentlicht. Dank positiver Kritiken entschied sich Timo, ein komplettes Album mit professionellen Musikern aufzunehmen. Ich war eher überrascht zu lesen, dass es sich um ein Soloprojekt und nicht um eine „richtige“ Band handelt. Infirmum entwickelt sich mittlerweile jedoch dorthin mit Anna Rose als Sängerin und Timo hinter den Growls und Gitarren.

Walls of Sorrow bietet eine Reihe von Ohrwürmern – Doom / Melodic Death Metal mit einem Hauch von Pagan Metal, getragen von Growl Vocals. Das Songmaterial konzentriert sich nach dem flotten Einstieg mit dem großartigen Track To Darkness eher auf zähflüssige Lava-Sounds. Allerdings überrascht ein fieser Track wie Autumn Breeze beispielsweise mit Blast Beats und es gibt auch finnische Lyrics (Trust). Songs wie Doomed oder Fearless erinnern mich etwas an Swallow The Sun, Sail Away an Insomnium. Tolle Melodienbögen un dhypnotische eingängige Refrains, daher kann ich dieses Album nicht nur Doomstern empfehlen. Hätte zwischendurch gern noch mehr vom Groove des Einstiegstracks gehabt, dann wäre die Bewertung noch höher ausgefallen…

 

  • 8.5/10
    Bewertung / rating - 8.5/10
8.5/10
Klaudia Weber

Klaudia Weber

Rücksichts- und gnadenlose Diktatorin, kniet vor mir! Anders gesagt: Chefredakteurin, Übersetzerin, Webseiten- und Anzeigenverwaltung, also "Mädchen für alles" - - - Schwerstens abhängig von Büchern (so ziemlich alles zwischen Herr der Ringe und Quantenphysik) und Musik, besonders von Metal finnischer Prägung. Weiters Malen, Zeichnen, Film, Theater... also könnt ihr mit einer vielseitigen Website rechnen. Mag.phil., zwei in 5 Jahren parallel abgeschlossene Vollstudien (English & American studies, Medienkommunikation) und stolz darauf, denn als Mädel aus einer Arbeiterfamilie in einem erzkonservativ-katholischen Land ging das nur dank Stipendium und etwas später im Leben als andere....