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Myrath, Roses of Thieves in Helsinki

27.9.2026 On The Rocks, Helsinki, Finnland

Eigentlich war meine berufsbedingte Konzert/Festivaldurststrecke noch nicht völlig beendet, dieses Live-Highlight konnte ich mir aber einfach nicht entgehen lassen, sind diese Acts doch eher seltene Gäste hierzulande. Viele teilten offensichtlich meine Meinung, denn dieser Sonntags-Gig war bereits im Vorfeld völlig ausverkauft.

Vermutlich hatten so wie ich noch nicht so viele Anwesende von Roses of Thieves gehört, empfingen die Ungarn aber ebenso lautstark und herzlich wie später den Headliner. Und die sympatische Folk-angehauchte Metalband ließ die Gelegenheit nicht aus, das Publikum sofort mit ihren eingängigen Songs und der Show von Frontfrau Ivett Dudás in ihren Bann zu ziehen. Außerdem kriegt man nicht alle Tage ein Heavy-Akkordeon in Action zu sehen, wenn es sich nicht um eine Kimmo Pohjonen Show handelt. Kurz, die Stimmung war von den ersten Tönen an im Hoch, es wurde mitgeklatscht und mitgesungen (bei der Boys-Coverversion) und die Band gab auch zwei ganz neue Songs zum Besten. Bei den mitreißenden Beats ließ sich gut das Tanzbein schwingen – sofern man dazu noch Platz fand, denn die Bude war schon ziemlich voll. Daher blieb ich zum Knipsen des Headliners lieber in dieser einzig möglichen Ecke…

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War eine weise Entscheidung, denn Myrath wollten anscheinend alle möglichst aus der Nähe genießen, vorne gab es keinen Platz zum Stehen mehr. Die Tunesier gastierten schon mal im Vorprogramm von Kamelot in Finnland – daher gleich die perfekte Begrüßung der Fans mit Saatana Perkele – aber das war ihr allererster Headliner-Gig in Helsinki und die Band war sichtlich berührt von diesem Empfang in einem rappelvollen Club. Die Raumtemperatur passte auf alle Fälle zum „Blazing Desert Metal“ … Bei diesen symphonischen prog-angehauchten Metal-Hymnen stellte sich nur die Frage, soll man bangen oder (bauch)tanzen? Mitreißend, einschmeichelnd, dass einem das Herz aufgeht. Ein genialer Ohrwurm nach dem anderen, geboten von einer tight eingespielten Truppe, Zaher Zorgati ist Charisma pur und singt wie ein Gott … Bei der gelungenen Mischung aus Klassikern und Material vom neuen siebten Studioalbum „Wilderness of Mirrors“ (wie etwa „Still The Dawn Will Come“) durfte natürlich das Duett „Until The End“, ursprünglich mit Amaranthe Vokalistin Elize Rydin aufgenommen, nicht fehlen, für welches sich Ivett auf die Bühne gesellte.
Was soll man da sagen, eine rundum gelungene Show, die mit der letzen Zugabe „Believer“ leider viel zu schnell zu Ende ging …

Fazit: Lasst euch diese Band nicht entgehen, wenn sie in eurer Stadt auf ihrer aktuellen Europatour vorbeikommt!

Klaudia Weber

Chefredakteurin, sprich Mädchen für alles hier