Cutthroat: Ausholen zum dritten Schlag
Seit 2013 mischt Cutthroat, eine vierköpfige Hardcore-Metal-Band aus Los Angeles, die Szene auf – sie tourte mit u.a. Biohazard, Body Count, Agnostic Front, Madball, Sick of it All, Destruction und sogar den „Metal Gods“ Judas Priest. Ihr Debütalbum „Reflekt“ (2020) wurde von Billy Graziadei von Biohazard produziert, gefolgt von „Fear by Design“ in 2023 und der EP „Purge“ in diesem Jahr. Derzeit arbeiten sie an ihrem dritten Album – Gründungsmitglied und Frontmann Neil Roemer erzählt uns mehr:
Wie läuft die Arbeit am dritten Cutthroat Album?
Wir haben 5 der Songs (ohne Gesang) aufgenommen und haben noch 5 weitere in der Warteschleife. Wir nehmen im Studio von Ray Luzier (Korn-Schlagzeuger) auf.
Klingt alles wuchtig bisher.
Hast du irgendwelche Lieblingsbands aus den Bereichen Metal, Punk oder Hardcore, Neil?
Oh, da gibt es so viele, alte und neue.
Obwohl ich schon lange Fan bin, höre ich in letzter Zeit viel Corrosion of Conformity und Down. Was Hardcore angeht, habe ich mich kürzlich richtig für Combust aus New York begeistern können. Im Punk-Bereich finde ich Dead City aus LA richtig gut.
Warum mischt die Band gerne verschiedene Sounds wie Hip-Hop und Metal, um ihren einzigartigen Sound zu kreieren?
Ich denke, das spiegelt all unsere Einflüsse wider. Ich genieße diese kreative Vielfalt wirklich sehr.
Wie hast du deine musikalische Laufbahn begonnen? Wie sahen deine Anfänge aus?
Ich bin als DJ in die Musikwelt eingestiegen. Ich brachte meine Plattenspieler zu Hauspartys mit und habe Hip-Hop und Breakbeats aufgelegt. Dann kam ich zum Rappen, was sich weiterentwickelte, als ich Hardcore entdeckte. Ich sah ein altes Live-Video von Agnostic Front aus dem CBGB Club und war total begeistert. Kurz darauf gründete ich meine erste HC-Band namens Ghetto Box. Von da an ging es weiter.
Wie war es, damals 2020 das erste Cutthroat Album zu veröffentlichen? Haben Publikum und Hörer die Band sofort akzeptiert?
Eigentlich erschien unsere erste Platte bereits 2013. Die Band wurde kurz nach einer Downset-Tour gegründet. Sie wurde von mir und Chris Lee (Downset-Schlagzeuger) ins Leben gerufen. Ich glaube nicht, dass sich irgendjemand sofort dafür begeistern konnte. Die Band ist eine Sache, die wir über die Jahre hinweg gepflegt haben und die auf diese Weise weiter wächst.
Wer schreibt die Texte der Band und um welche Themen dreht es sich?
Ich schreibe alle Texte. Ich spreche gerne Ereignisse an, die um uns herum und in meinem persönlichen Leben geschehen. Ich versuche, so zu schreiben, dass Menschen mit ähnlichen Erfahrungen machen, sich darin wiederfinden können.
Werdet ihr bald auf Tour gehen, um das neue Album zu promoten?
Wir haben Tourpläne für Anfang, Mitte und Ende des Jahres 2027. Wir arbeiten gerade an der Logistik.
Hat sich Cutthroat bewusst dafür entschieden, mit der EP „Purge“ einen anderen Sound zu kreieren?
Ja, die Idee war, all unsere Einflüsse einzubringen und darauf aufzubauen.
Ihr habt jetzt einige neue Mitglieder (die Metal-Veteranen aus São Paulo, Betto Cardoso und Renato Romano*). Wie kamen sie zur Band?
Sie sind Freunde, die ich auf Tourneen mit verschiedenen Bands kennengelernt habe.
Neil, hast du weitere Zukunftspläne und Projekte?
Ich denke, weiterhin Songs zu schreiben und auf Tour zu gehen ist unser Plan. Das Ziel ist es, immer größere Alben zu produzieren und auf immer größeren Tourneen aufzutreten.
*Cutthroat:
Neil Roemer (voc), Bruno Nicolozzi (bass), Betto Cardoso (drums), Renato Romano (guitar)
Interview: John Wisniewski
Photos von Bandwebsite und Band Instagram


