Ronnie Atkins – One Shot

Frontiers Records VÖ: 12.03.2021

Pretty Maids Frontmann Ronnie Atkins befindet sich zum ersten Mal in seiner Karriere auf Solo Pfaden. Nachdem 2020 bekannt wurde, dass der dänische Hard Rock Sänger unheilbar an Krebs erkrankt ist, entschloss er sich dazu, das Leben voll auszukosten und aus der ihm verbleibenden Zeit das Beste zu machen. Ich finde, er zeigt damit, dass es nichts bringt, den Kopf in den Sand zu stecken, egal in welcher Situation man sich befindet, sondern lieber an seinen Träumen fest zu halten und dafür zu kämpfen.

Musikalisch kommen die Songs sehr hymnenartig daher, vor allem die Refrains sind sehr ähnlich, ruhiger als Pretty Maids, aber mit der typischen Ronnie Atkins Stimmfarbe. Nicht mehr ganz so kratzig und gedrückt, aber das war zu erwarten und es steht ihm gut, einmal relaxter beim Singen zu klingen. Die Vocals für das Album wurden aufgenommen, bevor der komplette Song überhaupt stand und das ist sicherlich nicht der einfachste Weg, ein Album aufzunehmen. «Frequency of Love», «Before the Rise of an Empire» und «Picture yourself»  sind die Songs, die mir auf dem Album am besten gefallen neben «When Dreams are not Enough». Die Texte sind laut Atkins sehr persönlich, teils sicher auch melancholisch aufgrund der Situation. Ich finde, er hat zusammen mit allen involvierten Musikern – namentlich Chris Laney, Allan Sørensen, Morten Sandager, Pontus Egberg, Anders Ringman, Pontus Norgren, Kee Marcello, Olliver Hartmann, John Berg, Linnea Vikström Egg und Bjørn Strid – ein grossartiges Album geschaffen, das einem das Andenken an Atkins bewahren wird.

Noch ist Zeit zu leben und das sollten wir alle tun. «One Shot» bleibt für die Ewigkeit und ich glaube, das wollen wir alle am Ende, etwas für die Ewigkeit schaffen, das anderen Leuten eine Freude macht. Und das ist es was «One Shot” tut.

  • 9/10
    Bewertung / rating - 9/10
9/10
Sandy Mahrer

Sandy Mahrer

Fresh Act Redakteurin, Reportagen, Reviews, Fotos - - - Favorisierte Musikrichtungen? - Hard Rock, Heavy Metal und Pop-Rock, etc. Weniger Death, Black, Grind Core