Sacrosanct – Necropolis

Label: Rock of Angels Records  Spielzeit: 59 Min  VÖ: 30.11.2018

 

Sacrosanct? Da war doch mal was? Connaisseuren der deutschen Metal Szene ist die Band vermutlich noch ein Begriff. Sacrosanct wurden bereits 1988 von Gitarrist Randy Reinhard (ex-Pestilence) und Marco Foddis (drums) gegründet. Bis 1992 veröffentlichte die Band drei Alben, verschwand dann jedoch in der Versenkung. Jetzt, eine Vierteljahrhundert später will es die reformierte Band nochmal wissen.

Necropolis“ ist von der ersten Sekunde an anzuhören, dass hier keine unerfahrenen Jungspunde am Werk sind. Die Songs, die sich alle samt im klassischen Heavy Metal bewegen, strahlen eine gewisse Reife aus. Der Fokus der Band liegt dabei auf den Riffs, die die Songs tragen. Dazu gesellen sich die angenehm rauen, aber trotzdem melodischen Vocals von Richard F. Hesselink. Der so entstehende Sound ist nicht wahnsinnig originell, aber dafür jederzeit hörbar. Dazu kommt die angenehme, fast schon old schoolige Production, die weit weg von vielen aktuellen Plastik-Produktionen ist, die künstlich aufgebläht wurden.

Was die Songs als solche anbelangt, kann mich „Necropolis“ allerdings nur zum Teil begeistern. Zu diesem Teil gehören der Opener ‚New Age Of Fear‘, die Halbballade ‚The Pain Still Lasts‘ und ‚My Last White Light‘. Auch die anderen Songs verfügen über viele tolle Momente, jedoch auch über ihre Längen. Länger im wahrsten Sinne des Wortes. Der Großteil des Songmaterials pendelt sich irgendwo zwischen sieben und neun Minuten Länge ein. Um diese Dimensionen zu rechtfertigen, bieten die Songs aber eindeutig zu wenig verschiedene Parts geschweige denn überhaupt Abwechslung. Sacrosanct sind schließlich nicht Dream Theater. Etwas weniger ist halt oftmals doch mehr! Dazu kommt eine gewisse Monotonie bei den Vocals. Zwar hat das Organ von Richard F. Hesselink, wie eingangs erwähnt, durchaus seinen Charme. Durch den weitgehenden Verzicht auf Chöre, Backing Vocals oder einen zweiten Sänger wird jedoch ach diese tolle Stimme irgendwann mal langweilig. In diesem Fall wäre etwas mehr besser gewesen.

 

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  • 6.5/10
    Bewertung / rating - 6.5/10
6.5/10
Timo Pässler

Timo Pässler

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