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Guardians Gate – Burn The Lies

2026, 12 Songs, 52 min 36 sec

Mit „The Green Mile“ lieferten Guardians Gate ein bärenstarkes Debut ab und als man dann am Ende des letzten Jahres die Live-Aktivitäten einstellte und sich im Studio verschanzte, um sich voll und ganz auf die Arbeiten am Nachfolgealbum zu konzentrieren, war absehbar, dass sich die mittlerweile große Fangemeinde auf ein besonderes Stück Musik freuen durfte. Gesagt, getan – mit „Burn The Lies“ bringen die talentierten Hessen nun einen echten Leckerbissen unter die Leute, mit dem ihre Fangemeinde wohl weiter anwachsen dürfte.

Im Hause Guardians Gate scheinen die Uhren wohl anders zu ticken, denn man wird das Gefühl nicht los, dass hier mit einer unsagbaren Energie und purer Leichtigkeit neues Songmaterial erschaffen wird, was vor Ideenreichtum nur so strotzt und noch eine konsequente Weiterentwicklung mit sich bringt. Schon der Opener „Wars Never Change“ beginnt technisch versiert und druckvoll und Guardians Gate zeigen hier gleich zu Beginn sehr deutlich auf, wohin die Reise geht. Man hat sich im Songwriting deutlich weiterentwickelt, agiert wesentlich agiler und selbstbewusster und „Wars Never Change“ ist definitiv ein Song mit großem Wiedererkennungswert. Weiter geht’s mit dem äußerst eingängigen „Falling Asleep“, was sofort im Ohr hängen bleibt und live auf keinen Fall fehlen darf. Ähnlich melodisch und druckvoll geht’s weiter mit dem Titelsong „Burn The Lies“, bei dem vor allem die verspielten Gitarrenstrukturen tiefgründige Akzente setzen. Mit „Instructions To Self – Destruction“ haben die Hessen einen sehr kompromisslosen Song geschaffen, der mit einer gehörigen Portion Heaviness direkt nach vorne geht und der Band sehr gut zu Gesicht steht. Das direkt folgende „Kreuzung Des Lebens“, welches als deutschsprachiges Stück positiv aus dem Rahmen fällt, weiss auch musikalisch auf ganzer Länge zu überzeugen.

Mein persönlicher Favorit „Caledonians Call“ verbreitet eine wohlig schaurige Stimmung und nimmt den Zuhörer mit auf eine Reise durch die Mythologie und Spiritualität der Kelten. Ein absoluter Hochkaräter, der weitaus mehr als nur einen bleibenden Eindruck hinterlässt.
Guardians Gate schaffen es immer wieder, mit großem Abwechslungsreichtum für Überraschungsmomente zu sorgen und den Spannungsbogen auf einem hohen Level zu halten. Dies zieht sich wie ein roter Faden kontinuierlich durch das gesamte Album und die 12 Songs mit einer Gesamtspielzeit von 52 Min. garantieren einen Hörgenuss der Extraklasse. Es folgen mit dem gefühlvollen „Trapped In The Haze“ und dem genialen „Only In The Darkness“ Songs die abermals aufzeigen, dass Guardians Gate sich in allen Bereichen weiterentwickelt haben. Angefangen mit der Rhythmusfraktion von Basser John und Drummer Marius, über die beiden 6 Saiter von Stephan und Julian bis hin zu Sänger Flo gibt’s hier wirklich nur positive Statements zu vermelden und die vermehrte Live Präsenz der Band in den vergangen Jahren hat sicherlich ebenso ihren Beitrag dazu geleistet.

„Burn The Lies“ ist eine richtig runde Sache geworden und klingt auch nach mehrmaligen Durchläufen immer noch frisch und unverbraucht. Ich kann jedem Fan der Band und alle die es noch werden wollen, nur nahelegen sich dieses geniale Stück Musik zuzulegen. Trotz allen Lobes ist das Potential der sympathischen Band noch lange nicht ausgeschöpft und man darf gespannt sein, was man in den nächsten Jahren von Guardians Gate an musikalischer Kost noch serviert bekommt.

Bandwebsite

  • 9/10
    Bewertung / rating - 9/10
9/10

Hanzi Herrmann

hanzi@stalker-magazine.rocks ---- Festival- und Konzertberichte, Konzertfotos, Interviews