Vorschau: The Sound of Courage – Music and Equality in the Nordic Countries
Wie würde eine Musikindustrie aussehen, in der Geschlechtergerechtigkeit nicht nur ein Ziel, sondern Realität wäre?
Die nordischen Länder gelten häufig als weltweite Vorbilder in Sachen Geschlechtergerechtigkeit. Doch wie gleichberechtigt ist die Musikindustrie tatsächlich? Warum verdienen Frauen und Musiker*innen aus geschlechtlichen Minderheiten nach wie vor weniger, sind seltener auf den großen Festivalbühnen vertreten und nehmen weniger einflussreiche Positionen innerhalb der Branche ein?
Die Ausstellung »The Sound of Courage« nimmt diese Fragen zum Ausgangspunkt und erzählt die Geschichten von Künstler*innen, die den Mut hatten, Ungleichheiten sichtbar zu machen und Veränderungen voranzutreiben. Inspiriert von der Wirkung der #MeToo-Bewegung und den aktuellen Debatten über Sexismus in der Musikindustrie, rückt die Ausstellung jene Stimmen in den Mittelpunkt, die das Schweigen gebrochen und eine öffentliche Auseinandersetzung angestoßen haben.
Anhand von Fotografien, Video- und Audiomaterial sowie Porträts von Künstlerinnen und Projekten zeigt die Ausstellung, wie Musik zu einem kraftvollen Instrument für gesellschaftlichen Wandel werden kann. Sie versammelt Projekte und Künstlerinnen aus allen fünf nordischen Ländern und ihren autonomen Regionen – Grönland, den Färöer-Inseln und Åland. Zu den vertretenen Künstler*innen gehören Ane Brun, AURORA, AySay, Björk, Fever Ray, Girl in Red, Hildur Guðnadóttir, Laufey, Mari Boine, Sofia Jannok, Tarja Turunen und Zara Larsson.
Die Ausstellung ist eine gemeinsame Produktion der Nordischen Botschaften in Berlin, unterstützt vom Nordischen Ministerrat.
Aber das ist noch nicht alles – zusätzlich gibt es ein Indoor-Festival:
Save the Date: 27. September 2026
Location: Kesselhaus, Berlin, Deutschland
Tickets: https://www.kesselhaus-shop.net/event/the-sound-of-courage-das-festival-49k2ag
An diesem Abend treffen einige der spannendsten Stimmen der nordischen Musikszene aufeinander. Aus Norwegen kommen Lindy-Fay Hella & Sondre Veland, die mit Stimme und perkussiver Improvisation faszinierende Klangräume zwischen Folk, Ritual und Naturklängen erschaffen. Mit dabei ist auch Sara Parkman (SE), eine der prägnantesten Stimmen des skandinavischen Folk, die Tradition, Feminismus und zeitgenössische Performance kraftvoll miteinander verbindet.
Vilma Jää (FI) ergänzt das Line-up mit ihrer ganz eigenen Verbindung traditioneller und zeitgenössischer Ausdrucksformen. Die Dänin Ydegirl verbindet moderne R&B- und Pop-Elemente mit einem unverwechselbaren nordisch-barocken Klangkosmos. Und last, but certainly not least: Lúpína aus Island, die sich von einer außergewöhnlich vielfältigen Bandbreite an Genres inspirieren lässt – von elektronischer Musik und traditioneller Chormusik über Pop bis hin zu Filmmusik – und daraus ihren ganz eigenen Sound entwickelt.
Zwischen nordischem Folk, experimentellen Klängen und starken künstlerischen Positionen entsteht ein Abend, der die Themen der Ausstellung musikalisch weiterdenkt – offen, kraftvoll und voller Überraschungen. Ein Festival für Musikliebhaber*innen, Kulturinteressierte und alle, die außergewöhnliche Stimmen aus dem Norden entdecken möchten.
Original-Headergrafik von Kristina Brusa (musste zugeschnitten werden)
Text teilweise übernommen von den Nordischen Botschaften und dem Kesselhaus Kulturbrauerei

