Blindfolded and Led to the Woods (BALTTW): Natürliche Entwicklung
Das progressive Death Metal Outfit Blindfolded and Led to the Woods – alias BALTTW – hat gerade das lang erwartete neue Album THE HARDEST THING ABOUT BEING GOD IS THAT NO ONE BELIEVES ME via Prosthetic Records auf den Markt gebracht. Bassist Nick Smith beantwortet all unsere Fragen dazu:
Wann und wie wurde BALTTW gegründet?
BALTTW wurde in 2010 gegründet, sobald die anderen Bands, in denen einige Mitglieder aktiv waren, sich aufgelöst hatten.
Eure musikalischen Einflüsse?
Wir haben eine Bandbreite an Einflüssen, wie etwa Nile, The Dillinger Escape Plan, Meshuggah, Tool, Cryptopsy, Cynic, Voyager etc etc
Warum beschloss die Band, ihren Sound zu ändern, von Deathcore zu Avantgarde Technical Metal?
Ich glaube nicht, dass das Absicht war, es war eine natürliche Entwicklung, da wir als Musiker und altersmäßig reifer wurden und etwas entdeckten, das uns mehr Freude macht zu spielen.
Kannst du uns was über die Aufnahmen eures neuen Albums „THE HARDEST THING ABOUT BEING GOD IS THAT NO ONE BELIEVES ME“ erzählen? Wie liefen die Sessions ab?
Das war das erste Album, das wir hauptsächlich selbst produzierten. Wir nahmen die Drums in einem richtigen Studio auf, aber alles andere hat unser Gitarrist Dan Hayston geschaukelt, der alles zusammentrug, was für uns bedeutete, dass wir uns Zeit lassen konnten, um sicher zu gehen, dass die Sache perfekt wurde. Dann brachten wir Forrester Savell ins Boot, um zu mischen und zu mastern, da wir seine Arbeit mit Bands wie Animals as Leaders, Karnivool etc kannten und wir wirklich den progressiven Sound stark herausbringen wollten.
Wer in der Band schreibt die Lyrics? Was inspiriert euch zu Texten und woher stammt der Bandname?
Das ist das erste Album, für welches Stace, unser Sänger, ganz alleine alle Texte geschrieben hat, denn normalerweise teilen sich er und Stu diese Aufgabe. Stace kam schon früh im Produktionsprozess an, um dem Rest der Band das Konzept mitzuteilen, das er für dieses Album entworfen hat und die Story, die sich über das gesamte Material spannen sollte, was wir dann umsetzten, als wir die Vocals aufnahmen.

Die Hauptthemen der Texte sind unerwiderte Liebe, Verrat, Ablehnung, Hass, Rache und Vergeltung. Um das Thema Gewalt durch Männer zu vermeiden, haben wir uns entschieden, das Geschlecht der Hauptperson in den Texten zu „verschleiern” und nur kleine Hinweise auf das Kommende zu geben (das Atmen einer Frau am Ende von „Arrows…”, die Erwähnung von „meiner Hand, einer verzweifelten Schauspielerin” und schließlich der weibliche Gesang am Ende des Albums), um die Person dann als Frau zu enthüllen. Die Texte sind in einem beschreibenden poetischen Stil geschrieben und bilden eine zusammenhängende Geschichte, wo jeder Song eine Momentaufnahme der Protagonistin darstellt, während ihre Besessenheit zunimmt und ihre geistige Gesundheit sich parallel dazu in Chaos auflöst.
Stace hat sich 2010 auch den Namen der Band ausgedacht – Myspace war damals der Weg zum Entdecken neuer Musik und um aufzufallen, brauchte man einen langen Bandnamen, daher der unsere.
Gab es eine lokale Deathcore-Szene, als ihr angefangen habt?
Wir kommen aus Neuseeland und dort gab es ein wenig Deathcore; die wichtigste Band, die den Weg ebnete, war Depths und sie sind auch heute noch erfolgreich.
Wie sind die Live-Shows deiner Band?
Wir haben immer versucht, bei dem Konzept zu bleiben, dass man auch dann Spaß an der Live-Show haben sollte, wenn man die Musik nicht mag. Deshalb versuchen wir, unsere Shows von unterhaltsam bis energiegeladen und allem dazwischen zu gestalten.
Was hält die Zukunft für dich und BALTTW bereit?
Wir absolvieren gerade unsere erste Tour durch die USA, die 20 Termine umfasst. Dann planen wir für 2026 eine Tour durch Neuseeland und Australien, hoffentlich mit dem neuen Album im Gepäck.
Hat sich Metal seit den Anfängen der Band deiner Meinung nach verändert?
Metal verändert sich ständig und entwickelt sich weiter, da die Menschen musikalisch und kreativ immer neue Grenzen überschreiten. Deshalb versuchen wir stets, dem Zuhörer ein einzigartiges Erlebnis zu bieten.
BLINDFOLDED AND LED TO THE WOODS
Stace Fifield – Vocals
Stuart Henley-Minchington – Guitar & Synthesizer
Dan Hayston – Guitar & Synthesizer
Nick Smith – Bass
Anthony Coota – Drums & Percussion
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Text: John Wisniewski, photos: BALTTW

