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Superman

2025, PG-12, 2h 9m

Endlich habe ich es geschafft, diesen Film zu sehen – in der Zwischenzeit sollte sich bereits herumgesprochen haben, dass Superman 2025 – am Foto mit dem ultimativen Star, Hund Krypto – absolut genial ist, Höchstnote!
Du kommst mit einem Lächeln im Gesicht aus dem Kino – positive Vibes, tadellose Besetzung, spannende Handlung mit dem für Autor/Regisseur James Gunn typischen Augenzwinkern – also pure Unterhaltung für die ganze Familie und mit einer guten Portion Tiefgang versehen.

Während Christopher Reeve weiterhin unangefochten die Legende bleibt, könnte hier eine zukünftige Legende enstanden sein. David Corenswet ist absolut hinreißend, liebenswert und überzeugend in der Titelrolle.
Wer den Film also noch nicht auf der großen Leinwand gesehen hat, sollte dies unbedingt nachholen.

Haters gonna hate

Da eine ausführliche Filmreview zu diesem späten Zeitpunkt überflüssig ist, liste ich lieber ein paar meiner Theorien auf, warum die rechtsextremen, rotmützig-rassistischen „Anti-Woke“-Incel-Trolle – oder nennen wir sie, was sie wirklich sind: Faschisten und Nazis – diesen Film so sehr hassen und das Internet mit ihren Angriffen und/oder niedrigen Bewertungen überfluten. *

1. Es geht nie darum, einen bestimmten Film nicht zu mögen und legitime Kritik zu äußern. Diese Leute hassen tatsächlich den Titelhelden. Ja, kein Scherz: Sie bringen ausdrücklich ihren Hass auf die „woke“ DC-Figur in diesem Film zum Ausdruck! SUPERMAN zu hassen sagt eigentlich schon alles ….

2. Im Grunde sind diese Leute also Lex Luthor (Nicholas Hoult), minus Reichtum. Im Film will sich dieser egomanische, frauenfeindliche, superreiche, mörderische Psychopath den Titel König aneignen. Es dürfte keine Schwierigkeiten bereiten, im wirklichen Leben gleich mehrere entsprechende Personen  zu identifizieren – die zufällig genau die VIPs sind, welche diese „Kritiker“ vergöttern. Sie wären also Luthors eifrige & willige Handlanger… daher muss es so frustrierend sein, auf der Leinwand zu erleben, wie sie gegen einen ILLEGALEN IMMIGRANTEN, einen buchstäblichen ALIEN, verlieren.

3. Und nun ihre wesentlichste „Kritik“: Wie konnte Superman so „woke“ sein, oh nein, diese Hollywood-DEI-Eliten haben ihn ruiniert! Anscheinend wissen sie gar nichts über diese DC-Figur, oder schlimmer, sie versuchen andere davon zu überzeugen, dass es brandneu „DEI-woke“ sei, vom Planeten Krypton zu stammen als ein Außerirdischer, der als Baby „illegal“ per Raumschiff eintrudelt, von einem menschlichen Ehepaar aufgezogen wird, der dann freundlich ist, die Schwachen beschützt und den Planeten vor allen möglichen Bedrohungen rettet. Denkste – stimmt nicht.

4. Superman ist seit seiner Erschaffung in den 1930er Jahren durch Autor Jerry Siegel und Zeichner Joe Shuster „woke“ – als Außerirdischer vom Planeten Krypton, als Einwanderer oder Asylbewerber, als ‚Illegaler‘, weil er vom Himmel gefallen ist, anstatt einen offiziellen Antrag beim entsprechenden Büro zu stellen, oder, wie es heute heißt, als ein „Dreamer-Baby“, das seine besonderen Kräfte zum Wohle der Menschheit einsetzt.
Wenn sogar ein ehemaliger TV-Superman-Darsteller !!! diese Fakten öffentlich bestreitet, muss er wohl nicht mehr alle Tassen im Schrank haben, in einem Alternativuniversum leben – oder im Falle dieses Schauspielers, Demenz? Es gibt zahlreiche Videos im Netz mit ihm in Szenen, die genau diese genannte Thematik betreffen.

5. Nach all dem Hass zu urteilen, scheinen diese Leute „woke“ gleichzusetzen mit Freundlichkeit, Respekt, Akzeptanz, Toleranz; offen, positiv, integer, verständnisvoll und hilfsbereit gegenüber allen zu sein, seien es Immigranten, Aliens, „Monster“-Tiere und jedes andere mögliche Lebewesen. Wenn das alles in den Augen dieser Menschen SCHLECHT ist – na, wie sieht dann so eine „anti-woke“ Welt aus, die sie offensichtlich bevorzugten? Diese Leute hätten Personaljobs in einem Nazi-Todeslager geliebt!

6. Was ist noch „zu woke“? Vielleicht ein Außerirdischer, der Menschlichkeit definiert und für sich beansprucht, wobei man die Lehren von Buddha, Jesus usw. zitieren könnte: „Liebe deinen Nächsten, sei liebevoll zu jedem Lebewesen“. Komisch, dass es oft dieselben „Kritiker“ sind, die so vehement gläubige „Christen“ sein wollen …

7. Vielleicht ist es die Darstellung einer erwachsenen, modernen Beziehung zwischen gleichberechtigten Partnern und wie sie Konflikte lösen. Lois Lane (Rachel Brosnahan) ist diese starke, intelligente, unabhängige Frau, die gut in ihrem Job ist, für sich selbst einsteht und sich sogar gegen jemanden mit Superkräften behauptet. Und anstatt „Damsel in Distress“ zu sein, ist sie es, die Superman rettet. Zu viel für verblendete selbsternannte „Alphamännchen“?

8. Und schließlich – Superman mag Punkrock! Genauer gesagt, die fiktive Punkband The Mighty Crabjoys. Das muss definitiv „too woke“ sein!!

Wenn ihr meine Theorien ergänzen oder kommentieren wollt, könnt ihr das gerne auf unseren SoMe-Kanälen tun!

* Diese „Kritiker“ haben den Film schon vor seiner Veröffentlichung attackiert und behaupten nun, er sei ein Flop. Doch sowohl die Reaktionen der Kritiker – z. B. 84 % bei Rotten Tomatoes, 8/10 bei IGN – als auch die Einspielergebnisse beweisen das Gegenteil: „Superman“ spielte 6,6 Millionen Dollar ein und übertraf damit den Rekord von „Man of Steel“ aus dem Jahr 2013 mit 4,1 Millionen Dollar. Der DCU-Film spielt derzeit 259 Millionen Dollar an den US Kinokassen ein und hat laut Wikipedia bis zum 23. Juli 2025, also in weniger als zwei Wochen nach Kinostart, weltweit 433 Millionen Dollar eingespielt. Er ist also auf dem besten Weg, tatsächlich „über 700 Millionen Dollar einzuspielen, um als Erfolg zu gelten“..

  • 10/10
    Bewertung / rating - 10/10
10/10

Klaudia Weber

Chefredakteurin, sprich Mädchen für alles hier