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Lordi – Screem Writers Guild

Label: Atomic Fire Records   VÖ: 31.03.2023

Wie machen die Monsterchen von Lordi das nur? Erst veröffentlichen sie 2021 ein Albumpaket mit sage und schreibe 7, ja 7 Alben und dann kommt jetzt kaum zwei Jahre später schon wieder eine neue Platte? Die finnische Luft muss zur Zeit sehr inspirierend sein. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass man den Gitarristen ausgewechselt und der Neue gleich neue Ideen mitgebracht hat. Erstaunlich, wie gut man hört, dass die Gitarre nicht mehr von Amen gespielt wird. Finde ich es gut? Ich weiss es nicht… kann es sein, dass das neue Monster Kone aus Schweden stammt? Sein Gitarrenspiel ist so nicht-finnisch😊  Wer weiss, wer weiss. Die Songs auf der neuen Scheibe sind aber in altgewohnter Lordi-Manier. Screem Writers Guild erzählt die Geschichte der Hollywood Leinwand Monster der 1920-50 Jahre. Wie auch an den neuen Kostümen unschwer zu erkennen ist. Allerdings…sind die neuen Kostüme für mich ein bisschen enttäuschend, also vor allem das von Hella und Mana, die sehen so aus wie für eine gewöhnliche Halloweenparty. Nicht ganz so hochwertig, wie man von Mr. Lordi gewohnt ist. Aber es wird auch langsam schwierig, immer etwas anderes aus den Fingern zu saugen und umzusetzen.

Zurück zum Album, ja, auch musikalisch ist es schwierig bei Lordi noch Neues zu entdecken. Das heisst aber nicht, das die Musik schlecht ist. Es gibt aber nur wenig Überraschung. Nicht, dass man das Gefühl hat, es wiederholt sich, aber die Songs unterscheiden sich nicht so von früheren. Der Superhit fehlt irgendwie. Es gibt aber doch einen Song, wo ich sagen muss: «Was? Ist das Lordi?» Und zwar «The Bride» – eine Hardcore Ballade und das von Mr. Lordi ganz sanft und clean gesungen. Chapeau – dieser Song ist durchaus eine Überraschung und total gelungen. Es gibt wieder die tollen Lordi Songs, zb «Thing in the Cage» oder «Heavengeance» das wieder an diesen Alten Filmeinspann erinnert. Etwas Creepy wird es dann bei den «End Credits», ein persönliches Stück von Mr. Lordi, das für seine Beerdigung geschrieben worden sein soll. Solche Sachen machen mir immer ein bisschen Sorge, denn wir hoffen doch alle, dass unser Obermonster uns noch lange lange erhalten bleibt. Dieser Song setzt sich mit der Lebensgeschichte von Mr. Lordi auseinander, wie das auch in der Band Biographie «The Lordiary» der Fall ist.  Alles in Allem doch eine grosse Überraschung auf dem Album, sonst darf man sich über typische Lordi Songs mit völlig anderem Gitarrenspiel als die letzten Jahre freuen. Danke Mr. Lordi, und bleib uns noch ein paar Jahre erhalten, wir mögen deine Musik und die Monstershow.

  • 9/10
    Bewertung / rating - 9/10
9/10

Sandy Mahrer

Fresh Act Redakteurin, Reportagen, Reviews, Fotos - - - Favorisierte Musikrichtungen? - Hard Rock, Heavy Metal und Pop-Rock, etc. Weniger Death, Black, Grind Core