The Iron Maidens / Red’s Cool @ Z7 Pratteln

01.05.2019 @ Z7, Pratteln, Schweiz

Der Tag der Arbeit steht heute im Z7 ganz im Zeichen von Iron Maiden. Eine der bekanntesten Covergruppen, The Iron Maidens, geben die Klassiker der Kultband zum Besten.
Bei Rund 500 Anwesenden lohnt sich da auch ein grosses Z7, obwohl es zuerst nach weniger Leuten aussah und ich schon befürchtete, dass es nur für das MiniZ7 reicht.

Supportet werden die Damen von Reds’cool, einer Band aus Russland. Die Classic Hard Rock Band legt einen guten Start hin, wirkt aber gegen Ende hin ein bisschen müde und schlaff. Eigentlich wird Slava Spark als Sänger auf ihrer Webseite angegeben, aber auf der Bühne steht ein anderer. Dieser macht aber einen guten Job, seine tolle Stimme passt perfekt zum Sound der Band und am Anfang ist er auch noch voller Euphorie dabei. Vielleicht nimmt diese gegen Mitte der Spielzeit ab, weil das Publikum irgendwie nicht in Stimmung kommt, um gross mit zu machen. Ich hätte mir ein paar Songs gewünscht, die mehr Stimmung machen, damit alle so richtig für die Maidens aufgeheizt sind.

Nach kurzer Umbaupause ist es dann soweit, die komplett weibliche Version von Iron Maiden – oder wortwörtlich The Iron Maidens – entert die Bühne. Die California Girls Fraktion eröffnet den Gig mit «Invaders». Einige Männer würden sich wohl wünschen, dass die Damen ein bisschen weniger Stoff tragen würden, aber für die Mädels steht klar die spielerische Leistung im Vordergrund. Ich möchte nicht überkritisch klingen, aber ich habe so viele Lobgesänge auf diese Mädels gehört, dass ich wohl zu viel erwartet habe. Weder showtechnisch noch musikalisch sind es ausserordentliche Leistungen, was sie da liefern. Wenn ab und an mal jemand auf der Bühne erscheint in einem schlecht gemachten Kostüm und die Mädels sich dann nicht mal sicher sind, wie genau sie das jetzt einsetzen wollen, oder wenn ein paar Flaggen geschwenkt werden, ist das noch lang keine aussergewöhnliche Show. Ich denke da an Showelemente a la Steel Panther und die sind schon billig, aber die heute hätte man auch gleich weglassen können. Und ich weiss nicht, ob ich das schlimmer finden soll oder dass die Damen jeweils nur für sich spielen und singen und kaum bis gar nicht miteinander interagieren auf der Bühne. Fürs Auge wird einem nicht viel geboten, leider, die Ladies an Gitarren und Bass bewegen sich kaum, dafür schaut man aber der Schlagzeugerin Linda McDonald gerne zu, die hinter den Drums scheinbar am meisten Spass hat. Auch wenn hie und da auch mal Songs eingespielt werden, die man sogar von den echten Maidens nicht mehr live zu hören bekommt und auch alle Hits vertreten sind, ist die Stimmung nicht wirklich berauschend. Darum entschliesse ich mich in der Mitte des Sets nach Hause zu fahren. Schade eigentlich, ich finde mit wenigen Ausbesserungen könnten sie viel mehr aus ihrer Show herausholen und auch das Publikum mehr mitreissen.

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OS1

Sandy Mahrer

Sandy Mahrer

Fresh Act Redakteurin, Reportagen, Reviews, Fotos - - - Favorisierte Musikrichtungen? - Hard Rock, Heavy Metal und Pop-Rock, etc. Weniger Death, Black, Grind Core