Password Monkey – Fresh Act April 2019

München hat weit mehr zu bieten als Oktoberfest, Weisswürste und Bier – unter anderem eine der besten Nachwuchs-Rockbands des Landes. Password Monkey haben bereits einige Awards für ihre Musik erhalten und treten als Vorband von namhaften Bands auf. Die Bayern stellen sich diesen Monat unserem Fresh Act Interview…

Hallo Jungs, vielen Dank für eure Zeit. Könnt ihr euch zuerst einmal vorstellen? Wer seid ihr, woher kommt ihr?
Kein Problem, sehr gerne. Wir sind Fabian Lichtenstern (Vocals), Chris Furtner (Guitar), Chris Buchberger (Bass) und Veit Schlembach (Drums) und kommen aus München und Umgebung.

Wie würdet ihr die Musik beschreiben, die ihr macht?
Wir würden es selbst als Classic Rock in Verbindung mit modernen Elementen beschreiben. Denn in der Basis ist es klassischer Rock / Hard Rock, der mit vielen stilistischen Elementen wie Alternative, Metal und Blues kombiniert wird. Je nach Lust und Laune bauen wir vielseitige andere Elemente mit ein, die aber im Rahmen unseres Stils in die Rockmusik integriert werden.

Was hat es mit dem Bandnamen Password Monkey auf sich? Monkey ist, neben 1234 eines der häufigsten Passwörter, habt ihr darauf angespielt?
Gut recherchiert! Das stimmt! Weiterhin ist es auch kein gängiger Name für eine Band und wir werden schnell gefunden.

Ihr seht alle noch recht jung aus, wie seid ihr denn jeweils zur Musik gekommen? Hattet ihr zuvor schon Band-Erfahrung?
Jeder von uns hatte davor einige Bandprojekte in komplett anderen Genres. Einige im Indie, Alternative und Metal. Seit 2015 spielen wir in dieser Konstellation zusammen und haben alle unsere Einflüsse zu einem Paket zusammengeschnürt. Was dabei rauskommt hört ihr auf unserem Debutalbum von 2017 und bald auf unserem neuen Album 2020. Wir sind alle noch in unseren Zwanzigern – das mit dem recht jung trifft wohl auf uns zu, zumindest in Verbindung mit Classic Rock.

Ich gehe mal davon aus, dass ihr noch nicht ganz von der Musik leben könnt, was macht ihr, wenn ihr gerade nicht auf der Bühne steht und Musik macht?
Wir haben ganz verschiedene Jobs. Veit arbeitet im Marketing für ein kältetechnisches Unternehmen, Chris F. ist selbstständig und kümmert sich um Fernseh- und Übertragungstechnik, Fabian studiert und Chris B. ist im Bereich Elektrotechnik tätig.

Ihr habt die Band 2016 gegründet, euer erstes Album folgte 2017 und in diesem Jahr soll euer zweites Album auf den Markt kommen. Wie weit seid ihr damit und gibt es schon einen Veröffentlichungstermin?
Unser zweites Album entsteht genau jetzt. Wir haben bis vor kurzem die Vorproduktionen final aufgenommen und überarbeitet und nehmen gerade den ersten Teil der Songs auf. Es geht gut voran und wir sind stolz auf die neuen Songs und unser Team im Studio. Als Veröffentlichungstermin haben wir den März 2020 angepeilt. Wir hoffen, dass wir es bis dahin schaffen. Auf jeden Fall wird 2020 veröffentlicht. Wie genau wir unseren Zeitplan einhalten können, wird sich zeigen, da wir noch viele externe Punkte aufarbeiten und vorbereiten wollen.

Ihr habt das Geld für die neue Album Produktion über Crowd-Funding zusammen bekommen. Ich gehe davon aus, dass ihr im Moment kein Plattenlabel hinter euch habt und alles selber macht. Findet ihr, dass man heute überhaupt noch das Risiko eines Plattendeals eingehen muss? Ich meine, man kann durchaus seine Seele an ein Label verkaufen, also warum sollte man das Risiko noch eingehen, wenn man alles selber machen kann?
Wir haben einen guten Teil für die Produktion über das Crowd Funding sammeln können, uns das freut uns riesig. Es ist natürlich super, so tolle Fans zu haben, die neugierig auf unser neues Material sind und uns bei unserem Vorhaben unterstützen. Momentan haben wir kein Plattenlabel, was sich aber hoffentlich bald ändern soll. Unter anderem haben wir deshalb unseren Release noch nicht festgelegt. Außerdem müssen noch einige andere Dinge vorbereitet werden, die wir allerdings erstmal geheim halten.
Unserer Ansicht nach ist ein gutes Label wichtig, um sich als Band zu entwickeln und seine Fanbase auszubauen. Allerdings muss man unterscheiden zwischen nützlichen Labels, die zur Band passen und Labeln, die eigennützig handeln. Am Ende des Tages müssen beide Seiten voneinander profitieren und zufrieden sein. Wir möchten auf jeden Fall mit einem passenden Label zusammenarbeiten und dem Label mit unserem neuen Album etwas bieten. Deshalb lassen wir uns auch Zeit und arbeiten qualitativ und an jedem kleinen Detail.

Ihr habt gemeinsam mit Inglorious drei Shows in Deutschland gespielt, wie war diese Erfahrung für euch?
Die Tour mit Inglorious war eine wirklich tolle Erfahrung. Wir haben zwar schon einige Shows ausserhalb von München gespielt, aber das war nochmal was anderes, da die Shows knapp hintereinander stattgefunden haben und es wirklich gut organisiert war. Die Auswahl der Städte war super und wir haben tolles Feedback bekommen. Wir denken, wir haben als Support stilitisch gut zu Inglorious gepasst und hoffen, bald mal wieder mit den sympathischen Jungs unterwegs zu sein.

Ihr habt bei den 35. Deutschen Rock und Pop Awards in vier Kategorien einen Preis gewonnen, drei Mal davon den Ersten. Was habt ihr da für euren Gewinn erhalten und wie war es für euch gleich drei Mal den ersten Platz zu belegen?
Der Deutsche Rock und Pop Preis war eine super Erfahrung und natürlich auch eine tolle Bestätigung für unsere Arbeit und dem Release unseres ersten Albums. Es war natürlich gleich dreifach überraschend, in drei Kategorien zu gewinnen. Auch dort haben wir ein paar Leute kennengelernt und eine gute Zeit gehabt.

Habt ihr Pläne für eine ausgedehntere Tour durch Europa?
Wir werden uns mit dem zweiten Album erstmal auf eine eigene Tour in Deutschland konzentrieren. Dazu werden wir natürlich auch um Festivals bemühen. Vielleicht sind dort dann auch Konzerte in Europa mit dabei. Wir machen alles, was in unserer Macht steht, denn unser Ziel ist am Ende des Tages auf der Bühne zu stehen. Am schönsten wäre die Kombination aus einer tollen Supporttour mit einer unserer Vorbildbands, eine eigene Tour durch Deutschland und eine ausgewogene Festivalsaison inkl. Ausland.

Ich habe gelesen, dass ihr  eine Russland Tour geplant hattet aber diese leider absagen musstet. Warum gerade Russland? Und werdet ihr diese Tour nachholen?

Naja, Russland ist bestimmt ein tolles Land und wir waren noch nie dort. Das Angebot kam eher zufällig über eine russische Bookingagentur, die an uns interessiert war. Leider mussten wir die Tour aus persönlichen Gründen absagen. Wir hoffen, die Tour aber zeitnah nachholen zu können, um vor allem die Erfahrung nicht missen zu müssen.

Ihr spielt ab und an auch Acoustic Shows, was ist persönlich sehr toll finde. Wie kam die Idee dazu? Es gibt viele Rock Bands, die sich sträuben, mal sowas in die Richtung zu machen. Könntet ihr euch vorstellen, ein ganzes Album so einzuspielen?
Also die Idee mit der Acoustic Show kam eher zufällig durch das Crowdfunding. Wir haben unseren Spendern ein einmaliges Erlebnis bieten wollen und haben deshalb eine Acoustic Show ins Leben gerufen. Jeder hatte die Möglichkeit, da wir nicht so viel Equipment benötigen und in einem Wohnzimmer die Idee umgesetzt wurde. So haben wir auf einer Grillparty und einem Restaurant unsere Shows eingelöst. Wir hatten sehr viel Spaß, planen aber zunächst wieder verstärkte Shows, um unsere ganze Power präsentieren zu können. Vielleicht können wir uns nach einigen Alben auch vorstellen, ein Best of Acoustic Album zu machen.

Viele Bands stecken sich hohe Ziele, wollen von der Musik leben können, Stadien füllen, sogar die Weltherrschaft an sich reissen habe ich schon gehört, was sind eure Ziele? Fallen eure auch so aus oder doch ein wenig bescheidener? 😉
Wir haben uns eher kleinere Ziele gesetzt, aber auch ein großes. Zunächst möchten wir unsere Albumpläne mit einem passenden Label umsetzten und unseren Fans ein tolles Produkt liefern. Damit verbunden möchten wir viele Liveshows spielen und damit unsere Fanbase erweitern. Unser großes Ziel ist es, in den nächsten Jahren ein großes Festival wie Rock im Park oder etwas Vergleichbares zu spielen. Das wäre mit Abstand unser größter Traum. Einmal eine riesige Halle oder auf einer großen Open Air Bühne mit mehreren tausend Leuten zu stehen.

Was steht bei euch in diesem Jahr noch an? Welche Pläne habt ihr?
Dieses Jahr wird das Album fertigstellt und wir werden die Promo fürs Album vorbereiten. Damit sind wir erstmal ausgelastet. Nebenbei spielen wir noch eine Handvoll Festivals und Shows, die ihr auf Facebook findet. Ansonsten wird es noch ein paar News geben und alles bestens vorbereitet.

Ihr kommt aus München, welche drei Ort muss man als Rocker in München gesehen haben?
Konzerttechnisch empfehlen wir in München das Backstage. Denn auch zum Feiern ist man hier an der richtigen Adresse. Das Festival und Partygelände bietet für jeden Musikgeschmack die richtig Atmosphäre und wir haben dort regelmäßig viel Spaß. Das Strom ist auch ein toller Liveclub und Anhaltpunkt für alternative Parties.
Ansonsten gibt es natürlich in München ein paar schöne Flecken wie den englischen Garten und Biergärten, wo wir uns im Sommer aufhalten. Das wären dann wohl unsere drei Lieblingsorte.

Vielen Dank für eure Zeit und wir wünschen euch alles Gute.
Wir haben zu danken! Rock´n´Roll 😉

Mehr Infos unter:

https://www.facebook.com/PasswordMonkey/

Sandy Mahrer

Sandy Mahrer

Fresh Act Redakteurin, Reportagen, Reviews, Fotos - - - Favorisierte Musikrichtungen? - Hard Rock, Heavy Metal und Pop-Rock, etc. Weniger Death, Black, Grind Core