Thaurorod – Coast Of Gold

Label: Drakkar Release: Feber 2018

Die CD ist zwar schon eine Weile am Markt, aber besser spät als nie… Die Band ist mir ja schon live positiv aufgefallen, und als Konserve entpuppen sich die Finnen Thaurorod erwartungsgemäß als Ohrwurmgaranten schlechthin. Erstens stimmt das Songwriting – logo, das Gründer-Powertrio aus Hyvinkää Pasi Tanskanen, Joonas Pykälä-aho und Emil Pohjalainen geht schon seit 15 Jahren gemeinsam durch dick und dünn, kongenial verstärkt durch Harri Koskela an den Tasten und Andi Kravljaca als hochsympathischer Frontmann. Womit wir schon zum zweiten Grund kommen – Andi hat eine absolut angenehme klare Stimme, die nicht zu kreisch-eunuchig rüberkommt, auch wenn es hoch geht, und die genug „Rock-Dreck“ drauf hat. Sein Timbre hat was von Marco Hietala, den ich ja auch heiß und innig liebe…

Der dritte Longplayer der Band Coast of Gold liefert eine gute und abwechslungsreiche Mischung aus aggressiveren Hochgeschwindigkeitstracks und eher epischen Stücken wie etwa 24601 (siehe Clip unten) und Cannibal Island. Der geniale Rausschmeißer ist das wunderschön balladenhaften Halla, wo die Band so richtig ihre Klasse zeigt. Und so ein Track wie Into The Flood hat ohnehin absolute Hitqualitäten.

Falls ihr von der Band noch nie was gehört habt, ein paar Anhaltspunkte: Thaurorod sind ja schon immer mit Sonata Arctica oder Dragonforce verglichen worden, bei den Speedattacken fallen mir noch Helloween ein; Sabaton, wenn es um Sofort-Mitsing-Refrains geht, oder bei den epische Klängen sogar Nightwish.
Fazit, dringende Empfehlung, und wer auf genannte Bands oder generell auf Symphonic Power Metal steht, sollte sich Coast of Gold auf alle Fälle zulegen.

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  • 9.5/10
    Bewertung / rating - 9.5/10
9.5/10
Klaudia Weber

Klaudia Weber

Rücksichts- und gnadenlose Diktatorin, kniet vor mir! Anders gesagt: Chefredakteurin, Übersetzerin, Webseiten- und Anzeigenverwaltung, also "Mädchen für alles" - - - Schwerstens abhängig von Büchern (so ziemlich alles zwischen Herr der Ringe und Quantenphysik) und Musik, besonders von Metal finnischer Prägung. Weiters Malen, Zeichnen, Film, Theater... also könnt ihr mit einer vielseitigen Website rechnen.