Mors Subita – Into the Pitch Black

Inverse Records    release: April 6th 2018

Dieses Album war ja eine Weile die Nummer 1 bei Vorbestellungen finnischer CD-Dealer, und klar, wer wäre nicht interessiert an dem jüngsten dritten Produkt aus dem Hause Mors Subita, wenn man die vorhergehenden Alben oder die Band live gehört hat, oder zumindest einen der aktuellen Videos gesehen (siehe unten)? War der Hype gerechtfertigt?
Meiner Meinung nach – und die wird von einigen Metal-Medien geteilt – absolut ja.

Hochqualitativer Melodic Death Metal aus Finnland, eingerahmt von akustischem Intro/Outro, wo sowohl In-Die-Fresse-Aggressivität als auch Groove zu ihrem Recht kommen, mit nem modernen, Thrash / Progressive Edge und kranken Gitarrenlicks, und alles doch so verdammt melodiös und eingängig, dass du nicht mal zu Hause wirklich stillsitzen kannst …

Abwechslungsreichtum auf vielen Ebenen – der Opener „As Humanity Weeps“ (nach dem „Path to the Abyss“ Intro) kommt eher brutal rüber, während Tracks wie „Vultures“ mit viel Groove daherkommen, der was von der schwedischen Melodic Death Metal Variante hat. Bei  „Alas“ oder „I, God“ mischt die Band gleich alle erwähnten Zutaten mit rein und schafft es auch, das Ergebnis nicht wie eine beliebige Aneinanderreihung von Elementen klingen zu lassen. Mitreißend und kreativ, und doch hast du das Gefühl, beim Chorus von z.B. „Fear Is Just the Beginning“ sofort mitgrölen zu können, auch wenn du den zum ersten Mal hörst …

Bei „Dead Sun“ oder „Shadows“ dürften besonders Before the Dawn Fans aufhorchen – und ausflippen bei den ersten Tönen des Titeltracks – eine Verbeugung Richtung dieser Legende, oder färbt da die Zusammenarbeit von Meister-Schredder Mika Lammassaari mit dem Wolfheart/Ex-BTD Mastermind ab? 🙂

Vielleicht sollte auch die ausgezeichnete Tonqualität von  Into the Pitch Black, aufgenommen im Tico Tico Studio in Kemi von Ahti Kortelainen (Kalmah, Impaled Nazarene, Sentenced) mit Ergänzungen via Demolition Center in Oulu von Mika Lammassaari, erwähnt werden. Gemischt und gemastert wurde von Stefan Pommerin,  Illusia Productions.

Abschließend sei festzustellen, dass ich hier keine spezielle Empfehlung zum Reinhören abgeben kann – denn alle Songs klingen wie Hitsongs… „You make it or break it with the 3rd album“, heißt es, und für mich sieht es so aus, dass Mors Subita es schaffen werden …  Bandwebsite

 

Klaudia Weber

Klaudia Weber

Rücksichts- und gnadenlose Diktatorin, kniet vor mir! Anders gesagt: Chefredakteurin, Übersetzerin, Webseiten- und Anzeigenverwaltung, also "Mädchen für alles" - - - Schwerstens abhängig von Büchern (so ziemlich alles zwischen Herr der Ringe und Quantenphysik) und Musik, besonders von Metal finnischer Prägung. Weiters Malen, Zeichnen, Film, Theater... also könnt ihr mit einer vielseitigen Website rechnen.