Cradle of Filth @ Nosturi

Nosturi, Helsinki, Finnland  7.3.2018

Ich wartete auf dieses Konzert, seit die Cryptoriana Tour angekündigt war. Ich sah die Band das letzte Mal vor rund 2 Jahren zu ihrem letzten Album Hammer of the Witches, ebenfalls im Nosturi, und es war großartig, sie dort das erste Mal live zu erleben.

Endlich war es soweit und ich wurde begleitet von meiner guten Freundin Maria.
Da in Finnland die Zuschauer normalerweise ruhig und relaxt sind, reichte es aus, einige Zeit vor der Show anzukommen und einen Platz zu suchen. Die Show sollte um 21:00 starten und da Moonspell bei dem Termin in Helsinki nicht dabei waren, starten Cradle direkt ohne Vorband. Die Zuschauer sind schon aufgeregt und warten, dass es losgeht, sobald Crewmitglieder Wasserflaschen auf der Bühne verteilen.

Dann um 21 Uhr dimmt das Licht und Ave Satani beginnt. Die Zuschauer gegrüssen die Band mit Applaus. Martin betritt die Bühne und nimmt seinen Platz hinter dem Drumkit ein, gefolgt von Richard, Daniel und Marek. Lindey folgt als nächstes, begrüßt die Menge und nimmt ihrem Platz hinter dem Keyboard ein. Dani taucht als nächstes auf der Bühne auf, seinen Kopf mit einer Art Sack verhüllt, und die Show startet direkt energiegeladen mit Gilded Cunt, unterstützt vom Publikum.


Dani und Band sind alle guter Laune und das Feeling ist grossartig, sowohl von der Band als auch dem Publikum. Richard macht eine gute Show in seiner eigenen, einzigartigen Weise und auch die anderen interagieren aktiv mit dem Publikum.
Nächster Titel ist Beneath the Howling Stars vom Meisterstück Cruelty and the Beast. Da sie eine Neuauflage zum 20. Geburtstag, ähnlich wie schon bei Dusk and her Embrace, veröffentlichen werden, haben sie diesmal auch Bathory Aria auf der Setlist, auf das ich sehnlichst gewartet habe, dass sie es live spielen. Ich und das gesamte Publikum genossen jeden Moment davon.


Die gesamte Setlist war eine gute Mischung, auch wenn vom aktuellen Album nur 2 Lieder stammen, aber wenn sie alle grossartigen Stücke performen würden, die die Band gemacht hat, wäre die Show endlos, was allerdings die Filthlinge sicherlich nicht stören würde.
Nach einer kurzen Pause performt die Band die Klassiker, wie Nymphetamine und Her Ghost in the Fog, wobei bei der Zeile „cold was my soul, untold was the pain“ Danis Mikrophon den Dienst versagt und er auf ein anderes umsteigen muss. Lindseys Stimme ist atemberaubend in jeglicher Hinsicht.


Als sich die Show nach From the Cradle to Enslave dem Ende neigt, verabschiedet sich die Band und man merkt, dass sie die Show genauso genossen haben wie das Publikum. Richard wirft sein Plektrum in die Menge und das zweite versucht er mit dem Mund auf das Publikum auf dem Balkon zu spucken, was allerdings gegen den Lautsprecher trifft und ihm zurück ins Gesicht trifft und er es dann per Hand wirft.
Cradle of Filth ist immer ein Erlebnis und ich kann es kaum erwarten sie wieder live zu sehen. Danke, Cradle!

Setlist:

Ave Satani
Gilded cunt
Beneath the howling stars
Blackest magic in practice
Heartbreak and seance
Bathory Aria
Dusk and her embrace
Death of love
Your will know the lion by its claw

A bruise upon the silent moon
The promise of fever
Nymphetamine
Her ghost in the fog
Born in a burial gown
From the cradle to enslave
Blooding the hounds of hell

Text & Fotos: Tatjana Tattis Murschel

 

GastmitarbeiterInnen / guest contributions

GastmitarbeiterInnen / guest contributions

Reguläre GastmitarbeiterInnen u.a. Melanie Kircher, Sander Burmeister, Grit Kabiersch, Marina Minkler, Maria Levin, Nina Ratavaara, Elvira Visser, John Wisniewski