Foredoomed / Savage Land @ Saaristobaari

Saaristobaari Turku, 23.2.2018 Finnland

Bevor wir zum heutigen Hauptgang des Abends kommen, ein paar Sätze zur Warm-Up Band Savage Land. Diese Thrash Metal Band aus Turku beschreibt ihren Musikstil als Old School Metallica und Megadeth kombiniert mit Lamb of God und COB. Die Band ist ziemlich neu, gegründet Anfang 2016, und sie haben bisher eine Single namens „Break Me“ von ihrem kommenden Album veröffentlicht. Wenn es um die Show selber geht, die sie in der Saaristobaari gespielt haben, klangen die Songs für mich relativ gleich ohne Überraschungen, dennoch war die Performance dauerhaft „Thrash“. Ich habe es genossen, ihrem Set zuzuhören und ich freue mich darauf zu sehen, was sie den Thrash Metalern in Zukunft zu bieten haben.

Und dann zum Hauptgericht des heutigen Abends. Ursprünglich bin ich irgendwann im letzten Herbst auf Foredoomed und deren „Ordeal“ gestossen. Diese im Jahr 2009 gegründete Band aus Joensuu, Finnland, klang bei meinem ersten Kontakt nach einem frischen, einzigartigen fertig geschnürten Paket. Ich war sehr überrascht, dass dieses Album, das sie gerade veröffentlicht hatten. ihr erstes war. Vor ihrem Gig in Turku habe ich es viele Male angehört und bei jedem mal ein ganzes Bündel an neuen Sachen gehört. Aus diesem Grund waren meine Erwartungen an diesen Gig sehr hoch.

Schließlich gibt es nicht sehr viele Sänger auf dieser Welt, die klare Töne singen können und überdies so stylisch Growlen – nicht jeder kann Tomi Joutsen sein. Aber für Atte Kymäläinen, Sänger und Gitarrist von Foredoomed, gibt es keinen Grund, irgendwen zu imitieren. Weil es etwas sehr Magisches in seiner klaren Stimme gibt, die wirklich deine Seele berührt. Es schien, als wäre es kein Ding für ihn, zwischen Gesang, Growls und diesen sich in dein Hirn fressenden Gitarrenriffs zu wechseln.

Jedoch können Sänger – die sowas wie Schiffskapitäne sind – nicht die ganze Show alleine bewältigen. Der Mann hinter den Drums, Joel Henrik Kaplas, war bestens gelaunt und spielte mit Leidenschaft, während er des Öfteren den Augenkontakt mit dem Publikum suchte. Asmo Jurvanen, der zweite Gitarrist, und Eetu Kovapohja am Bass haben beide eine ausdrucksvolle Show geliefert und sparten auch nicht mit Headbangen.

Die Setliste von Foredoomed mit Songs vom Ordeal Album: Origin (intro), Undawning, Search for tomorrow, Ghost Recurrence, Dualism, My Epigraph in Woe und Shade of the Darker Sun. Als die Show endete, rief das Publikum „Wir wollen mehr“. Das war eine klare Anforderung für die Zukunft und ein längeres Set. Ich kann euch sehr empfehlen, Ordeal auf Spotify anzuhören und wenn es euch in der Zukunft möglich ist, diese Jungs live zu sehen – sie blasen einem wirklich das Hirn weg (auf positive Art und Weise).

Text & Foto: Christa Kahras (transl. S.Mahrer)

 

Contributors

GastmitarbeiterInnen / guest contributions

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Reguläre GastmitarbeiterInnen u.a. Melanie Kircher, Grit Kabiersch, Marina Minkler, Maria Levin, Nina Ratavaara, Elvira Visser, John Wisniewski