Block: Bier spielt die Musik!

Ihr sucht noch was Besonderes für Weihnachten? Wie wäre es mit einem Rockalbum-Download im Bundle mit 4-Pack exklusivem IP Craftbier? Dieses originelle Angebot findet sich zum ‚Hitparade‘-Debütalbum von BLOCK, welches seit Mitte Oktober am Markt ist (HIER oder via Affiliate-Link am Seitenende). Hinter BLOCK verbirgt sich Michael Pöttinger, der seine Vielseitigkeit als leidenschaftlicher Musiker, begeisterter Craftbierhersteller und progressiver Kultfilmproduzent (die international erfolgreiche 35mm Horrorkomödie „Legion of the Dead“) auslebt.

Das ‚Hitparade‘-Album verdeutlicht Michaels kreative Vielseitigkeit – von Blues-Rock, Hardrock-Ballade, Goth-Punk und flottem Alternative bis zu Metal, Rap und Alternative Pop findet sich jeglicher Stil mit knackigen Gitarren und eingängigen Melodien. Die Texte können dem Liedermacher-Genre zugeschrieben werden, sehr persönlich und kein bisschen schmalzig. Und da finden sich einige Ohrwürmer wie etwa „Alles Ändert Sich“ (oder checkt untenstehenden Videoclip). Er selbst nennt seine Musik „Salon.Punk“, denn Blocks Musik lässt sich nicht so leicht einordnen. Jedoch kann jeder, der auf Sound zwischen Westernhagen und Ärzte steht, unbesorgt zugreifen. Und sich dazu BLOCK IP Craftbier genehmigen, frei nach seinem Motto: „Bier spielt die Musik!“

Hallo Michael, Du scheinst ja die Verkörperung des „Hans-Dampf-In-Allen-Gassen“ zu sein. Film, Musik und Craftbierhersteller, und der Promoclip legt nahe, dass du gelegentlich auf einem Segelboot wohnst – war so zu leben schon immer Dein Traum als Kind?
So ähnlich habe ich mir mein Leben vorgestellt, vielleicht noch nicht als Kind aber spätestens als Jugendlicher. Ich lebe in großer Freiheit, liebe neue Herausforderungen und bleibe dabei aber immer der Musik treu. Diese Lebensweise schätze ich sehr und bin mir sehr bewusst, dass es purer Luxus ist.

Wie entscheidest Du Dich für Deine Projekte – gehst Du auf die Suche, oder findet sich alles „von alleine“, die Projekte finden Dich?
Ich glaube daran, dass zur passenden Zeit das Richtige kommt. Man muss nur mit offenen Augen durch das Leben gehen – dann findet einen das was zu einem passt.

Wie, wodurch und wann hast Du Dich entschlossen, Musiker zu werden, eigene Songs zu schreiben, eine Platte aufzunehmen? War es ein bestimmter Song, eine bestimmte Band oder jemand aus der Familie als Einfluss?
Ich bekam mit 14 von meinem jetzigen Schwager, dem Bassisten der auch die Hitparade eingespielt hat, seinen alten Bass geschenkt und seitdem mache ich Musik. Lange Zeit hatte ich dann mit den gleichen Leuten verschiedene Bands in denen ich meist die Texte und teilweise auch die ganzen Songs schrieb. Es folgten viele Jahre in Cover Bands, was mir auch noch immer Spass macht aber eben nicht so erfüllend ist wie die eigene Kreativität zu leben. Im Jahr 2010 habe ich begonnen wieder eigene Lieder zu schreiben, so ist letztlich BLOCK entstanden.

Im erwähnten Video beschreibst Du Deine Musik mit vielen Genreelementen, aber am stärksten hör ich Hardrock/Punk mit Blueswurzeln raus. Welches musikalische Genre steht Dir denn wirklich am nächsten, wo fühlst Du Dich musikalisch am wohlsten?
Die Genres, die mich am meisten geprägt haben sind eindeutig NDW, Punk und Hardrock. Ich bin aber musikalisch nicht in der Vergangenheit hängen geblieben darum interessiert mich was sich aus diesen Genres entwickelt hat und was modern klingt. Somit erklärt sich auch die Bandbreite der HITPARADE.

Welche Berufsbezeichnung steht in Deinem Ausweis (oder stünde, wenn es diesen Eintrag in den neuen Pässen noch gäbe)?
Auf meiner Visitenkarte steht nur mein Name, Mail und Telefon. Das hat einen guten Grund, nämlich dass ich keine Idee habe was ich da als Berufsbezeichnung drauf schreiben soll.

Wie kamst du auf den Bandnamen (Solo-Projektnamen) Block? Da drängen sich ja einige Assoziationen auf …
Der Name sollte kurz, prägnant und ein deutsches Wort sein. BLOCK steht für etwas solides und festes mit Ecken und Kanten, gleichzeitig hat aber ein Wohnblock etwas sehr Urbanes und Menschliches, ist Heimat für Träume, Schicksale und Geschichten….

Dein Debütalbum „Hitparade“ ist ja seit Mitte Oktober auf dem Markt, wie waren die Reaktionen der Fachpresse und der Fans bisher?
Was die Fachpresse anbelangt bin ich recht zufrieden, gerade weil HITPARADE eben nicht allein ein festes Genre bedient. Darum lässt sich meine Musik nicht so einfach in Schubladen sortieren und somit der Grund, warum ich das Genre auch Salon.Punk nenne. Sicher gibt es den einen oder anderen Song in den man sich erst reinhören muss aber das macht es auch erst spannend. Die Hörerreaktionen waren durchwegs positiv und auch Live haben wir auf der Tour sehr viel positive Resonanz erfahren!! Es gab zahlreiche Radiofeatures, was auch dafür spricht, dass das Album Interesse weckt.

Wie lief die Tour mit Haudegen, ihr wart da ja den ganzen November unterwegs?
Wie schon gesagt kanem wir Live echt gut an, was uns ein sehr gutes Gefühl gab und uns so Show für Show weiter motivierte. Ich war schon sehr gespannt, wie eine sehr homogene Fangemeinde wie die von HAUDEGEN reagieren wird… Es war ein sehr warmer Empfang in allen Teilen der Republik. Das Zusammenspiel mit HAUDEGEN also mit Hagen und Sven inklusive der ganzen Band und Technik war wie ein Uhrwerk und absolut von gegenseitigem Respekt geprägt. Es gab keinen Stress, keine Profilneurosen alles Top professionell und geradlinig.

Gibt es eventuell eine Anekdote zu erzählen, die auf dieser Tour passiert ist?
Das sind Interna 😉

Als Solokünstler hast du eine Band eigens für die Tour angeheuert. Funktionierte das Konzept, und nach welchen Kriterien hast du Deine Begleitband ausgesucht?
Als ich die Musiker für die Band gesucht habe, war es mir wichtig eine echte Band zusammen zu bringen, die auch in Zukunft die feste Formation von BLOCK bildet. Wie sich herausgestellt hat, hat sich mit Ritchie Kelly (Gitarre), Pavel Semenchuk (Bass), Matthias (Motte) Gruber (Schlagzeug) eich echtes Dream Team gefunden. Nach nur drei Wochen Vorbereitung und insgesamt nur zwei Proben mit allen Musikern ist ein absolutes Kraftwerk entstanden. Konzert für Konzert hat sich ein unglaublich homogenes Gefüge entwickelt. Nicht zuletzt durch die großartige Arbeit von Alex Ernst unserem Tontechniker. Ab Januar komplettiert sich BLOCK mit einem weiteren Gitarristen und Ritchie wird die Synthieparts live auf der Bühne abfeuern. Es wird sich also nochmal ein großer Schritt in der Dynamik und der Live Performance tun.

Gibt es Pläne, in Zukunft gleich mit einer Band zusammen zu arbeiten?
Was das Songwriting anbelangt habe ich viel Neues in petto aber klar, wenn eine Band involviert ist entsteht immer etwas individuelles dazu. Gerade wenn die Musiker selbst schreiben fließen viele Ideen ein. Darum ist es ja auch schön eine feste kreative Band um sich zu haben und keine Musikdienstleister.

Hat es Spass gemacht, für den Stahlblauen Panzer-Video (siehe unten) in so viele andere Charaktere zu schlüpfen?
Absolut! So wie es als Musiker Spaß macht, verschiedene Stimmungen zu schaffen, ist es für mich im Video als Darsteller auch gewesen. War aber auch eine Herausforderung, die ich ohne die Unterstützumg von Iván, dem Regisseur nie so schnell hinbekommen hätten.

Mit welchen von denen kannst du dich am ehesten identifizieren, welcher ist am meisten „Fasching/Karneval/Maske“?
Ich mag den Hippie sehr gerne, der Spießer im Bankeranzug ist mit Sicherheit derjenige, der mir am Wenigsten entspricht. Das „Überich“ ist der bedrohliche Teil… Alle gehören aber letztendlich zusammen und daher muss ich wohl mit allen auskommen.

Hast du denn selbst einen Stahlblauen Panzer um dich rum, und ist dieser dann nun eher Schutz, Angriffsinstrumente oder Gefängnis?
Beim Stahlblauen Panzer habe ich das Gefühl von Depression, Verzagtheit und den damit verbundenen langsamen Rückzug aus der Realität musikalisch zu skizziert. So wie ich es sehe. Wobei natürlich jeder entscheiden kann ob es aus der Subjektive oder Objektive gefühlt ist. Selbst gehe ich am Liebsten ungepanzert durch die Welt, darum umgebe ich mich mit Menschen vor denen ich keinen Schutz brauche.

Du setzt ja ausschließlich deutsche Texte ein, die sehr persönlich (gelegentlich sarkastisch, wie „Die Lichter gehen aus, ob du willst oder nicht“, Alles zu seiner Zeit) – könntest Du Dir vorstellen, auch mal englische Songs zu schreiben, und woher kommen die Themen für Deine Texte, sind sie in der Tat persönlich oder doch eher fiktiv?
Also wenn ich mal so gut Englisch wie Deutsch sprechen kann, dann schreibe ich auch gern was auf Englisch. Im Ernst, Deutsch ist meine Muttersprache und in der kann ich mich naturgemäß auch am besten ausdrücken. Gerade weil es um persönlich Erlebtes, Gefühle oder um meine persönliche Meinung geht. Texte schreiben hilft mir auch sehr dabei, die Dinge die passieren für mich zu reflektieren und auch los lassen zu können.

Wie kommt man zu einer eigenen Biermarke? Bist Du da Fachmann (also hauptberuflich Brauer gewesen) oder ist das eher ein (angelerntes) Hobby? Wieviel ist davon auf dem Markt, füllst du da wirklich alles per Hand ab?
Ich bin kein Brauer und möchte mich nicht mit fremden Federn schmücken. Es geht um die Idee zwei Dinge die zusammen gehören zusammen zu bringen. Nämlich meinen eigenen Biergeschmack mit meiner persönlichen Musik. Das Bier wurde so nach meinen Vorstellungen von Werner Schuegraf (Hopfenhacker Brauerei) rezeptiert und er braut es auch. Der Sud waren 10hl, das heißt es gibt jetzt ungefähr 2.500 Flachen feinstes BLOCK IP das weg muss. Da ich selbst nicht viel trinke, bin ich auf freundliche Mitmenschen angewiesen, die mir dabei helfen.

Download und IP Bier im Set – füllst du dafür die Flaschen alle per Hand ab?
Das Bier stellt wie gesagt eine kleine und feine Brauerei in München namens HOPFENHACKER her und füllt es dann auch. Alles ist aber Handarbeit, darum ist das BLOCK IP auch ein echtes Craftbier.

Deine Aussage, dass Bier und Musik wunderbar zusammenpassen, werden sicher viele Rockfans und Metalheads, egal ob vor oder auf der Bühne, bestätigen. Mittlerweile gibt es da ja auch ne Auswahl (Iron Maiden Bier und so). Wie characterisierst du Deine Biermarke? 
„Bier spielt die Musik“ steht ja schon als Claim sprichwörtlich dafür und die Beschreibung auf den Flaschen fasst es genau zusammen: BLOCK IP läuft mit sanfter Stammwürze von 15,5%, 6,8%vol Alkohol und 45 IBU. Charakterstarke Hopfensorten Centennial und Simcoe und helle Malzsorten für das saubere BLOCK IP Aroma. Echt wie der BLOCK Sound: craftvoll, aussagekräftig, authentisch, denkwürdig.

Du bist auch durch den Film Legion of the Dead (als Produzent) bekannt. Wie hat sich dieses Projekt ergeben, wie lange hat es gedauert, den Film von der ersten Scriptidee bis zum fertigen Produkt umzusetzen?
„Legion“ hat sich über die zufällige Bekanntschaft zum Splatter Kultregisseur Olaf Ittenbach ergeben, ist somit quasi auch auf mich zur rechten Zeit zugekommen. Die Idee, den Film zusammen zu machen, entstand 1998, das Script war glaube ich 1997 grundlegend fertig. Die Vorproduktion und Dreh waren 1999, Postproduktion 1999/2000 und der Release im Jahre 2001. Es ging also doch ziemlich schnell für ein Projekt in dieser Größenordnung.

Was war nervenaufreibender im Vergleich, der Film oder die Arbeit an Deinem Debütalbum?
In der Herstellung ohne Frage der Film, das ist so dermaßen umfangreich und komplex. Es war ja kein Videodreh, sondern eine richtige 35mm Filmproduktion. Da läuft sozusagen die Produktion eines kompletten musikalischen Werkes von 90 min „nebenher“… Das Album aufzunehmen und fertig zu produzieren machte hauptsächlich einfach Spaß. Beim Vermarkten nehmen sich dann Film und Album allerdings nichts in punkto Nerven…..

Was hast du im kommenden Jahr so alles geplant?
Wir haben in der Großen Freiheit 36 einen vollständigen Konzertmitschnitt gemacht und das Ganze auch gefilmt. So ist zum Beispiel eine richtig fette Live EP möglich, es gibt dazu das komplette Video…. Ich habe bereits wieder viel geschrieben und daher wird wohl auch der nächste Longplayer nicht zu lange auf sich warten lassen, Details hierzu sind aber noch nicht spruchreif. Und natürlich wollen wir nächstes Jahr so viel wie möglich live spielen, der Fokus liegt natürlich auf den kommenden Festivals, aber auch wieder als Support auf Tour gehen, jederzeit wieder mit HAUDEGEN. Und was sich sonst noch so ergibt.

Und zum Abschluss, bitte vervollständige den Satz: „Es wird viele Leute überraschen, wenn ich gestehe, dass ….“
ich kein großer Fan von Horrorfilmen bin.

Klaudia Weber

Klaudia Weber

Rücksichts- und gnadenlose Diktatorin, kniet vor mir! Anders gesagt: Chefredakteurin, Übersetzerin, Webseiten- und Anzeigenverwaltung, also "Mädchen für alles" - - - Schwerstens abhängig von Büchern (so ziemlich alles zwischen Herr der Ringe und Quantenphysik) und Musik, besonders von Metal finnischer Prägung. Weiters Malen, Zeichnen, Film, Theater... also könnt ihr mit einer vielseitigen Website rechnen.