Zeremonie der Schatten III: MEMBARIS, THROMOS, CHAOS INVOCATION, INSANE VESPER, STREAMS OF BLOOD

07.10.2017, Jazzkeller Hofheim, GER
Das im Vorfeld schon lange ausverkaufte Event „Zeremonie der Schatten gab sich am 07.10.17 bereits zum dritten Male im Jazzkeller in Hofheim die Ehre, . Als wir mit unserer Crew dort aufschlugen, waren bereits viele Black Metal Fans vor Ort; jeder war wohl gespannt auf den Verlauf des Abends, waren doch einige wirkliche Hochkaräter der Underground Black Metal Szene am Start…………..
Schon mal vorab……es sollte ein unvergesslicher Abend werden !!!!

 

Wie es sich für ein Black Metal Konzert gehört, so war der Jazzkeller in ein düsteres Licht gehüllt und THROMOS aus Sachsen Anhalt eröffneten den Abend in gewohnt brachialer und energiegeladener Manier. Die Performance der Jungs bestach vor allem durch den markerschütternden Gesang, der von technisch versierten Gitarren unterstützt wurde. Der Jazzkeller war hier schon gut gefüllt und THROMOS verstanden es perfekt, die Zuschauer zu begeistern. Sehr guter Act einer überaus talentierten Band, von der wir in Zukunft noch sehr viel hören werden. Thumbs up !!!!

 

Weiter ging es mit MEMBARIS (Startfoto) aus Limburg, die schon seit Jahren ein fester Bestandteil der deutschen Black Metal Szene sind. Nach einer kurzen Umbaupause war es eine Art Premiere, da man MEMBARIS schon seit dem Release ihres letzten Longplayers „Entartet“ nun mittlerweile 5 Jahre nicht mehr live bewundern konnte. Aber es fühlte sich an, als wären die Mannen um Frontman „Kraal“ nie weg gewesen . Man spielte Songs aus nahezu allen Releases und wusste mit gewohnter Aggression und Härte zu überzeugen. Der Sound war perfekt auf die Kompositionen der Limburger Band abgestimmt und man setzte einen weiteren Meilenstein in der Bandhistorie und untermauerte so seinen Status als feste Größe im deutschen Black Metal !! Oberhammer Auftritt !!!!


Mit STREAMS OF BLOOD folgte nun eine weitere Größe in der Black Metal Szene , die von vielen sehnsüchtig erwartet wurde und die den Fokus am heutigen Abend auf das kürzlich erschienene Album „Allgegenwärtig“ legten. Die fetten und überaus präzise gespielten Gitarrenwände sind das Hauptmerkmal in der Songstruktur von STREAMS OF BLOOD und die tief durchdringenden Vocals lassen so eine gewaltige Aggression und unbändigen Hass in die Gehörgänge der Zuschauer fließen. Dementsprechend ging es im Publikum richtig ab, besonders das obergeile „Detox“ riss die Menge völlig mit und überzeugte mit seiner Abwechslung und Ideenreichtum !!!


Als CHAOS INVOCATION die Bühne betraten, mussten sich die Musiker gleich zu Beginn des Sets leider mit einigen Soundproblemen auseinandersetzen, die man aber schon bald in den Griff bekam und so die Band um Vocalist Malte ihr derbes und für Black Metal Verhältnisse enorm verspieltes Material auf die Menge losließ. Der sehr okkult angehauchte und von tiefem Hass geprägte Auftritt riss das Publikum bis zum letzten gespielten Ton mit und CHAOS INVOCATION wussten vollends zu überzeugen.


INSANE VESPER aus Frankreich waren der Headliner am heutigen Abend und ließen die Zeremonie der Schatten III ehrwürdig ausklingen. Hier waren es wiederum vor allem die Gitarren, die in Kombination mit den krassen Vocals eine heftige Show bildeten und selbst diejenigen, die vom Alkohol gezeichnet waren, nochmals voll mobil machten und wirklich jeden im Jazzkeller in Ekstase versetzten. Black Metal allererster Güte von den Franzosen und ein absoluter Geheimtipp !!

FAZIT: Unser persönlicher Favorit sind eindeutig MEMBARIS, denn präziser und druckvoller geht es nicht und wir hätten die Jungs gerne zu einem späteren Zeitpunkt gesehen. Alles in Allem war es ein überaus erfolgreicher und in guter Erinnerung währender Abend, der eindrucksvoll unterstrich, welch geniale Bands in deutsche Black Metal Szene hervorbringt. Wir freuen uns jetzt schon auf die Zeremonie der Schatten IV im nächsten Jahr !!! Horns up !!!!

Text: Hanzi Herrmann   Photos:   Totgehört

GastmitarbeiterInnen / guest contributions

Reguläre GastmitarbeiterInnen u.a. Grit Kabiersch, Maria Levin, Nina Ratavaara, Elvira Visser, John Wisniewski