WASP / Rain @ Z7 Pratteln

11.11.2017 Re-Idolized Tour 2017, Z7 Pratteln Schweiz 

Nasskaltes Wetter in der Schweiz, aber bei dem, was mich heute Abend im Z7 erwartet, wird mir warm ums Herz. Meine Nr.1 Band überhaupt spielt: W.A.S.P. Und zwar nicht irgendeine Tour, sondern die Tour anlässlich des 25. Jubiläums von The Crimson Idol, für die meisten W.A.S.P. Fans die beste Platte überhaupt, für mich die mit den weitaus besten Balladen. Wer könnte «Hold on to my Heart» oder «The Idol» ignorieren. Für mich die besten Rock Balladen überhaupt.

Im ausverkauften Z7 Heizen aber zuerst mal die Italiener Rain dem Publikum ein. Obwohl die Italiener seit den 80er Jahren zusammenspielen, habe ich bis dato noch nie etwas von ihnen gehört. Ich hätte ehrlich gesagt auch nicht gedacht, dass sie bereits so lange aktiv sind, denn ihre Musik ist eher modern als 80er Rock. Ein Grossteil des Publikums scheint sich auch schwer zu tun, obwohl die Herren ihren Job nicht schlecht machen und die Musik gut ist, passt es einfach überhaupt nicht zu W.A.S.P. Eigentlich schade, denn sie haben doch recht interessante Ansätze in ihrer Musik.

Nach langer Umbauphase ist es endlich soweit, die ersten Töne von «The Titanic Overture» erklingen und Blackie Lawless und seine Mannen betreten die Bühne. Von «The Invisible Boy» über «Chainsaw Charlie» über die beiden Balladen bis hin zu «The Great Misconceptions of me» sind alle Songs mit dabei. Im Hintergrund sind grosse Screens aufgebaut, auf denen eindrückliche Bilder vom ursprünglich geplanten Film zum W.A.S.P. Konzeptalbum gezeigt werden, welcher bald erscheinen soll. Während des ganzen «The Crimson Idol» Sets halten sich Bassist Mike Duda und Gitarrist Doug Blair sehr zurück und auch Blackie unterlässt jegliche Ansage oder Interaktion mit dem Publikum. Das Programm wird einfach durchgezogen, eindrücklich und auch ein bisschen emotional. Nach 45 Minuten verlässt die Band die Bühne und lässt erstmal eine ganze Weile auf sich warten, bis sie dem Publikum dann doch noch die verdiente Zugabe gib. Die Fans haben schliesslich ganz ohne Aufforderung kräftig mitgefiebert und gesungen. Und mit «L.O.V.E Machine» drehen die Herren alle voll auf und wirbeln wie gewohnt über die Bühne. Sogar Blackie interagiert ein bisschen mehr als üblich mit den Fans und ringt sich sogar ein kleines Schmunzeln ab, weil diese so gut mitsingen und die Gesangparts für ihn übernehmen. Mit «Wild Child», «Golgotha» und «I wanna Be Somebody» verabschieden sich W.A.S.P nun endgültig von der Bühne nach einem grandiosen Konzert mit einer tollen Setlist und hinterlassen durchaus begeisterte Fans.

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Sandy Mahrer

Sandy Mahrer

Fresh Act Redakteurin,
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Hard Rock, Heavy Metal und Pop-Rock, etc.
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