The Dark Element

Label: Frontiers Records VÖ: 10.11.2017

Dass Frontiers Records hin und wieder berühmte Musiker wild zusammenwürfelt und so neue Bands formt, ist ja bereits bekannt. Die Zusammenarbeit für The Dark Element kommt dann aber doch etwas unerwartet. Ich hätte eher mit dem zweiten Solo-Album der ehemaligen Nightwish-Sängerin gerechnet, als mit einer weiteren Zusammenarbeit mit einem Finnen. Aber so sei es. Anette Olzon und der ehemalige Gitarrist von Stratovarius, Jani Liimatainen, haben ein elf Song starkes Album produziert.

Wirklich Metal ist daran allerdings wieder mal nur die Musik, der Gesang selber deckt eher alle Sparten des Pop ab. Olzons Solo-Album fand ich hingegend sehr passend zu ihrer Stimme – sie konnte glänzen, es war auf sie zugeschrieben. Genau so etwas hätte ich mir von ihr wieder gewünscht. Vielleicht folgt es später.

Ich persönlich finde ihre Stimme einfach nicht für Metal geeignet. Allerdings macht sie ihren Job besser als damals zu Nightwish-Zeiten. So finden sich auf dem Album einige Schmuckstücke, die mitreissend, eingängig sind und gute Gitarrensoli beinhalten. Die Songs passen in der Tat recht gut zusammen, aber ab und an fehlt mir der bestimmte Kick noch. Ich könnte mir vorstellen, dass die song mit einer richtigen Metal-Stimme, wie zum Beispiel der von Anna Brunner (Exit Eden) noch besser rübergekommen wären. Nichtsdestotrotz ist The Dark Element ein sehr gut gelungenes Debütalbum mit soliden, teils chaotischen Metalsongs mit einem gewissen Popsternchen-Glimmer.

Aber vielleicht sollten wir auch einfach aufhören, darauf herumzuhacken, welcher Musikrichtung ein Song/Album denn nun angehört – und einfach die Musik geniessen, die Spass macht. Und ich glaube, The Dark Element beinhaltet jede Menge solcher Songs. Und jetzt mitsingen, tanzen, Bang your head.

Sandy Mahrer

Sandy Mahrer

Fresh Act Redakteurin,
Reportagen, Reviews, Fotos – – –
Favorisierte Musikrichtungen? – – –
Hard Rock, Heavy Metal und Pop-Rock, etc.
Weniger Death,Black, Grind Core