Hellvetica – Against the Odds

Label: unsigned VÖ: September 2017

Sechs Jahre nach ihrem ersten Longplayer namens „Your Last Breath“ veröffentlichen Hellvetica mit „Against the Odds“ ihre zweite LP. Entweder ist die Band in dieser Zeit noch brutaler geworden oder ich einfach älter – oder gar beides ist der Fall. Aber WOW, dieses Album drischt schon mit dem ersten Song voll rein. Wer auf brutalen Thrash Metal/Hardcore steht, ist bei den Schweizern nach wie vor an der richtigen Adresse. Was mich nach wie vor anspricht, ist die variable Stimme von Roman Wettstein, der seinen Job grossartig macht und jedem Song, durch unterschiedliche Growls, ein ganz eigenes Gewand verpasst. Unterstützt wird Wettstein seit dem letzten Album von Speed-Drummer Christian Traussnig und Bassistin Sonja Traussnig, Gitarrist Federic Salazar und durch Hellvetica Gründungsmitglied & Gitarrist Jon Schnider.

Mich erstaunt bei Hellvetica immer wieder die abwechslungsreiche Art, wie sie ihre Songs aufbauen. Ich mache keinen Hehl daraus, dass mir die melodiösen Parts deutlich besser gefallen, aber ich bin nach wie vor überzeugt, dass sie eine der besten „Nachwuchs“-Bands in der Schweiz sind. Locker können sie es mit den internationalen Grössen im Thrash Metal aufnehmen. Der grosse Durchbruch hat nur einfach bisher auf sich warten lassen. Allerdings tourt man doch auch schon öfters im Ausland und tut das hoffentlich im nächsten Jahr noch ein bisschen intensiver als bisher, denn diese Band überzeugt vor allem live zu 100%. Party & Moshpits sind bei den Jungs ein Muss!

Auf dem neuen Album gefallen mir besonders „Face Palm“ und „Pit Master“. Aber stellt sicher, dass ihr euch das ganze Album anhört, denn es ist es mit Sicherheit wert! In der Schweiz werdet ihr keine zweite Thrash Band von diesem Kaliber finden. Ausserdem findet ihr auf dem Album eine Karaoke-Version von „Wake up the Dead“ – allein das sollte den Kauf rechtfertigen.

Sandy Mahrer

Sandy Mahrer

Fresh Act Redakteurin,
Reportagen, Reviews, Fotos – – –
Favorisierte Musikrichtungen? – – –
Hard Rock, Heavy Metal und Pop-Rock, etc.
Weniger Death,Black, Grind Core