Scarlet Aura – Memories

Label: Outlanders Production  Spielzeit: 49 Min  VÖ: 29.09.2017

Scarlet Aura sind eine Band aus Bukarest / Rumänien und gehen somit als Exoten in der Metal-Szene durch. Trotzdem konnten sie sich bereits auf größerer Bühne eine Namen machen, beispielsweise durch eine Support-Tour für Tarja Turunen. Da die Band immer wieder Cover-Songs in ihren Liveset einstreut entstand die Idee, ihren Helden nunmehr auch auf CD ihre Ehre zu erweisen.

Zunächst möchte ich die Songauswahl betrachten. Hier ist die Band sehr auf Nummer sicher gegangen. Beim Großteil der Songs handelt es sich um Klassiker der Rock- und Metal-Geschichte. ‚Breaking The Law‘ (Judas Priest), ‚We’re Not Gonna Take It‘ (Twisted Sister), ‚Eye Of The Tiger‘ (Survivor) und ‚The Final Countdown‘ (Europe) sind solche Klassiker. Mit ‚Don’t Talk To Strangers‘ (Dio), ‚Wasting Love‘ (Iron Maiden) und ‚A Past And Future Secret‘ (Blind Guardian) beweist man aber auch gute Szene-Kenntnisse und einen erlesenen Musikgeschmack.

Die Band lässt bei der Performance grundsätzlich nichts anbrennen. Größtenteils bleibt die Band sehr nah am Original. Diese betrifft nicht nur Arrangements und Instrumentierung, sondern auch die verwendeten Sounds. Einzig ein Keyboard kommt in den meisten Songs zusätzlich zum Einsatz, mit zwiespältigem Ergebnis. Doros ‚All We Are‘ profitiert hiervon, ‚A Past And Future Secret‘ hingegen klingt ziemlich überladen. Insgesamt hätte ich mir jedoch etwas mehr Mut bei der Interpretation gewünscht. Ein eigener Stempel wird nicht so recht erkennbar. Viel mehr könnte es sich um Interpretationen jeder x-beliebigen Cover-Band handeln.

Den größten Einfluss auf die Songs hat zweifelsohne Sängerin Aura Danciulescu. Dazu muss man grundsätzlich sagen, dass Aura mit einer formidablen Rockröhre gesegnet ist. Eine perfekte Mischung aus Kraft und Melodie, irgendwo zwischen Doro und Liv Jagrell (Sister Sin). Der Großteil der Songs werden durch sie wahrlich bereichert. ‚Don’t Talk To Strangers‘ und ‚All We Are‘ bekommen einen wunderbaren neuen Klang. Allerdings gibt es auch einige wenige Songs, die so gar nicht funktionieren. Bei ‚We’re Not Gonna Take It‘ liegt diese beispielsweise an der Phrasierung, bei ‚The Final Countdown‘ am Refrain, der aufgrund der langgezogenen Silben etwas schräg klingt.

www.scarletaura.net

Timo Pässler

Timo Pässler

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