Dirkschneider – Live – Back To The Roots

Label: AFM Records  Spielzeit: 137 Min  VÖ: 04.08.2017

 

Dass Udo Dirkschneider nach einer erfolgreichen Tour ein Live-Album veröffentlicht, ist mittlerweile schon fast zur Tradition geworden. So hat er unter dem U.D.O. Banner alleine in den letzten 10 Jahren bereits vier Live-Scheiben veröffentlicht. Mit „Live – Back To The Roots“ legt er nun also seine fünfte Live-Nachlese vor. Die Frage der Notwendigkeit drängt sich also förmlich auf. Während ich dies insbesondere bei den letzten U.D.O.-Veröffentlichungen für durchaus fraglich erachte, halte ich diese bei der nun veröffentlichten Konzertnachlese  für gegeben.

Zur Erinnerung: Unter dem Banner „Dirkschneider“ spielt Udo das letzte Mal die alten Hits von Accept live. Während diese in den zurückliegenden Jahren immer in der U.D.O.-Setlist berücksichtigt wurden, wird dies in Zukunft nicht mehr der Fall sein. Insofern stellte „Live – Back To The Roots“ eine Art Vermächtnis der legendären Accept-Tage dar. Udo hat dazu nicht nur die ganz großen Hits wie ‚Balls To The Wall‘ und Fast As A Shark‘ ausgegraben, sondern auch Raritäten wie ‚Winter Dreams‘, ‚Up To The Limit‘ oder ‚TV War‘, die auch Wolf Hoffmann und Peter Baltes heute nicht mehr live spielen. So ergibt sich die Relevanz dieser Veröffentlichung.

Aber kommen wir zum eigentlichen Wesentlichen: Der Sound- und Bildqualität. Grundsätzlich lässt beides nichts zu wünschen übrig. Der Sound ist so klar und druckvoll, wie eine Live-Aufnahme sein kann. Man hat es aber etwas mit den Raumanteilen übertrieben, wodurch der Sound etwas zu sehr verhallt. Trotzdem hört man das Publikum leider kaum während den Songs singen. Für das Auge wird eine große Bühne mit entsprechender Produktion geboten. Leider versteht es die Band jedoch nicht die volle Größe auszunutzen. So wirken alle Musiker – Udo eingeschlossen – etwas hüftsteif und gebremst. Schade, denn dadurch springt der Funke nicht so recht über. Zudem wird – mit Ausnahme eines netten Intros mit Backstage-Impressionen – auf der DVD komplett auf Extras verzichtet. Das einzige Extra ist der eher obsolete Bonus-Track ‚My Way‘, eine Cover-Version des Frank Sinatra-Klassikers. Die beiden Kritikpunkte schmälern die Qualität leider etwas, sodass ich sie „nur“ als gut einschätze.

 

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Timo Pässler

Timo Pässler

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