Orden Ogan – Gunmen

Label: AFM Records   Spielzeit: 57 Min  VÖ: 07.07.2017

Die Veröffentlichung ihres bislang populärsten Albums „Ravenhead“ ist gerade einmal zwei Jahre her, schon legen Orden Ogan den Nachfolger vor. Schnell stellt man fest, dass die Band um Seeb Levermann ihren Stil mittlerweile gefunden hat, denn „Gunmen“ schlägt in die gleiche Kerbe wie „To The End“ und das genannte „Ravenhead“. Die Band hat aber etwas am Feintuning gearbeitet. Dies äußert sich anno 2017 vor allem in relativ straightem Songwriting. Auch wenn die durchschnittliche Spielzeit der Songs von fünf bis sechs Minuten etwas darüber hinwegtäuscht, sind die Arrangements insgesamt überschaubarer geworden. Die Band bringt insbesondere die Leitmotive der Songs – meistens der Refrain – vermehrt und in unterschiedlichen Variationen. Das sorgt trotz des oftmals schnellen Tempos für Eingängigkeit, ja sogar etwas Popappeal.

Daraus entstehenden einige großartige Ohrwürmer. „Gunmen“, der bombastischste Song seit langem, „Vampire in Ghost Town“ und „Ashen Rain“ sind Paradebeispiele für Eingängigkeit. Ebenso der vielleicht beste Song des Albums, „Come With Me To The Other Side“, der mit einem ebenso eingängigen wie gefühlvollen Intro von Liv Kristine (u.a. ex-Leave’s Eyes) glänzt.

Wo Licht ist, ist aber auch Schatten: Gerade in der zweiten Hälfte des Albums hat sich die ein oder andere Nullnummer versteckt. „The Face of Silence“ ist ebenso verzichtbar wie „Down Here“ und „One Last Chance“. Das finale, 9 Minuten lange „Finis Coronat Opus“ ist hingegen grundsätzlich gelungen, bietet für seine Länge aber zu wenig Abwechslung. Diesen Song hätte man auch ohne Qualitätsverlust auf 5-6 Minuten reduzieren können.

Orden Ogan bleiben einer der Hoffnungsträger der deutschen (Power) Metal-Szene. Auch wenn mir persönlich die beiden Vorgänger besser gefallen haben, zeigen die Arnsberger, dass sie auf konstantem Niveau komponieren können und somit auch in Zukunft auf jeden Fall mit ihnen zu rechnen ist.

www.ordenogan.de

Timo Pässler

Timo Pässler

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