Pirates of the Caribbean: Salazars Rache

SPOILERFREI!    – PG 13
Ganz ehrlich, wer hat sich nicht schon diebisch drauf gefreut, Johnny Depp wieder in seiner Glanzrolle als Captain Jack Sparrow zu sehen? Obwohl das letzte Piratenabenteuer ja nun nicht so ganz der große Renner war …

Ein Grund mag gewesen sein, dass der 2011-Film Abenteuer auf einem „Nebenschauplatz“ bot und viele liebgewonnene Charaktere fehlten. Hier in diesem Film wird die Story von Will Turner (Orlando Bloom) und Elizabeth Swann (Keira Knightley) fortgesetzt, oder besser gesagt, deren Sprössling Henry Turner (Brenton Thwaites) sorgt für ein Verknüpfen von losen Handlungsfäden aus den vorhergehenden Filmen. Und erschafft dadurch eine Basis für potentielle neue Stories aus diesem Disney-Universum, denn diese neuen Charaktere (allen voran Kaya Scodelario als Carina Smyth) machen sich hier ausgesprochen gut, und du willst dann eigentlich mehr über sie erfahren, wenn der Abspann rollt… Klarerweise darf Captain Hector Barbossa, gespielt Geoffrey Rush, auch diesmal nicht fehlen – sein Part als fieser Pirat ist immer wieder ein Genuss. Außerdem kriegt man ein bisschen was aus Captain Sparrows Vergangenheit zu sehen – wäre das evtl. auch eine Idee für die Zukunft der Franchise?

Ein paar Worte zum Inhalt:

Captain Jack Sparrow scheint von einer Pechsträhne verfolgt. Nichts will gelingen, und dann taucht auch noch sein alter Erzrivale Captain Salazar (gespielt von Javier Barden) wieder auf, besessen davon, allen Piraten den Garaus zu machen. Und ganz besonders hat er es auf Captain Jack abgesehen. Was ihn noch retten könnte, wäre der legendäre Dreizack des Poseidon, welcher die Kontrolle über alle Weltmeere verspricht. Nur um den zu finden, muss Jack alte und neue Verbündete finden …

Mit „Salazars Rache“ ist es den Regisseuren Joachim Rønning und Espen Sandberg tatsächlich gelungen, der Franchise wieder neuen Schwung einzuhauchen. Eine haarsträubende Situation jagt die andere, Johnny Depp kann sich austoben, ohne dabei zu nervig zu wirken, zahlreiche Gags und witzige Dialoge lockern die Sache überdies auf. Die CGI Elemente wirken organisch und nicht erdrückend bis hin zu Overkill, wodurch sich (seltsamerweise) sogar Langweile einschleichen kann (wie es bei einigen Filmen davor der Fall war).

Salazar als Figur kann dem Charakter von Davy Jones allerdings nicht das Wasser reichen, was allerdings nicht an der schauspielerischen Leistung liegt – da hätte es einfach mehr an Hintergrundgeschichte gebraucht. Ebenso hätte David Wenham mit etwas mehr Raum auf der Leinwand auch mehr aus seiner Rolle als Unsympathler Scarfield machen können.

Klarerweise dominiert Johnny Depp als Captain Jack Sparrow wieder einmal den gesamten Film und dürfte so sein etwas angeschlagenes Image wieder etwas aufmöbeln. Kurz: Ein Riesenspaß für Jung und Alt (viele Gags sprechen ja eher das erwachsene Publikum an), den man sich nicht in 3D entgehen lassen sollte.

PS: Ja, diese seltsame Cameo-Szene, das ist tatsächlich Paul McCartney …

 

Klaudia Weber

Klaudia Weber

Rücksichts- und gnadenlose Diktatorin, kniet vor mir! Anders gesagt: Chefredakteurin, Übersetzerin, Webseiten- und Anzeigenverwaltung, also "Mädchen für alles" - - - Schwerstens abhängig von Büchern (so ziemlich alles zwischen Herr der Ringe und Quantenphysik) und Musik, besonders von Metal finnischer Prägung. Weiters Malen, Zeichnen, Film, Theater... also könnt ihr mit einer vielseitigen Website rechnen.

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