Wolfheart, The Hypothesis, Magenta Harvest

4.3.2017, Virgin Oil, Helsinki

Das dritte Album „Tyhjyys“ seit dem Vortag offiziell am Markt, das vorab in der Fachpresse Top-Bewertungen einheimste (auch der Kollege fand nur lobende Worte); zeitgleich ein neuer Videoclip, der innerhalb von 24 Stunden fast 12.000 Zuschauer versammeln konnte – die Zeichen standen also gut, den Wolfheart Release Gig zu einer echten Party zu machen. Zumal der Club schon kurz nach offizieller Toröffnung ziemlich voll aussah.

Und auch die erste Band des Abends hatte was mit einer energiereichen Darbietung zu feiern: Magenta Harvest haben eine Plattenfirma gefunden und kündigten einen Nachfolger für „Volatile Waters“ an, welcher im Herbst erscheinen soll. Das Line-Up wird sich allerdings verändern, da Bassist Jonas Frilund in Vaterschaftsurlaub gehen wird. Kein grosses Problem, verriet Sänger Mathias Lillmåns später, da es genug Leute im Freundeskreis (u.a. Finntroll, Chthonian) gibt, die aushelfen können… Bandwebsite
Setlist: Flood of Reckoning, Spawn of Neglect, One Walks Down, The Search for The Higher Water, Limbo in Rime, The Pane of Eden, And Then Came The Dust

The Hypothesis waren mir ja schon mit ihrem Origin-Album und ihrer Spielart von Melodic Death positiv aufgefallen – und ja, auch live konnten die Jungs mit dem Material ihres Debüts überzeugen. Der neue Drummer Rolf Pilve machte bei seiner Feuertaufe eine gute Figur – im wahrsten Sinn des Wortes *grins* Eine Premiere auch für mich, denn irgendwie hatte ich ja immer Pech gehabt bei Gigs dieser Band in Helsinki, entweder krank oder anderweitig eingeteilt. Schlimmes Versäumnis! Die Fangemeinde liess auch kaum Respektabstand mehr, was für mich bedeutete, dass ich mich schon mal seelisch auf Nahkampfszenario beim Hauptact vorbereiten musste… Bandwebsite

Hatte in der Pause vorsorglich meinen Platz ganz vorne gesichert, um euch wenigstens ein paar fotografische Eindrücke liefern zu können. Da tobte zeitweise sogar ein Moshpit …


Suchbildrätsel: „Wo ist Joonas?“ 

Anders ausgedrückt, das wurde ein echter Siegeszug für Wolfheart. Das Publikum ging schon beim Einsetzen des Intros ab, Sound und Lichtshow prächtig, wie auch schon bei den Bands davor. Kein Wunder, dass man Gitarero Mika des öfteren über beide Ohren grinsen sah. Er und Sprachrohr Lauri am Bass mussten gar nicht grossartig zum Mitklatschen oder -johlen auffordern, das Publikum machte da von ganz alleine mit… Eigentlich hatte ich etwas mehr Material der neuen CD Tyhjyys erwartet, die Setlist erwies sich eher als Best-Of der Bandgeschichte, mit dem Klassiker Routa pt. 2 am Schluss. Ohne Zugaben kam die Band allerdings nicht davon, und was wäre ein Wolfheart-Gig ohne „The Hunt“. Und schlussendlich sprach der Meister Tuomas Saukkonen sogar selbst – allerdings nur „Kiitos, Helsinki“ (danke, Helsinki).

Wolfheart setlist:
Intro “The Shores Of Lake Simpele”, Boneyard, Strength and Valor, I, Abyss, World On Fire, Zero Gravity, Ghosts of Karelia, Veri, Routa pt. 2, encores: The Hunt, Aeon of Cold

Bandwebsite und Tourdaten

Fotos: Klaudia Weber

wolf (16)

 

Klaudia Weber

Klaudia Weber

Rücksichts- und gnadenlose Diktatorin, kniet vor mir!
Anders gesagt: Chefredakteurin, Übersetzerin, Webseiten- und Anzeigenverwaltung, also „Mädchen für alles“ – – –
Schwerstens abhängig von Büchern (so ziemlich alles zwischen Herr der Ringe und Quantenphysik) und Musik, besonders von Metal finnischer Prägung. Weiters Malen, Zeichnen, Film, Theater… also könnt ihr mit einer vielseitigen Website rechnen.