Mors Principium Est – Embers of a Dying World

AFM Records      10. 2. 2017

Diese Finnen erregten ja schon 2003 einiges Aufsehen, jedoch schien vor allem das Line-Up-Karussell einer nachhaltigeren Karriere im Wege zu stehen. Dank permanenter Verstärkung aus Grossbritannien – Gitarrist Andy Gillion – scheinen sich nun in dieser Hinsicht ruhigere Zeiten einzustellen…
Dieses sechste Mors Principium Est Album kommt zunächst mit bombastischem Intro Marke ”Nightwish meets Apocalyptica” daher, liefert danach allerdings die Melodic Death Breitseite – erwartet euch keine klaren Vocals, derbes Gerödel bis hin zu Growls passt auch besser zu den wütenden, aggressiven Riffs und Beats. Als Orientierungshilfe könnte ich Children Of Bodom anbieten, im direkten Vergleich mit diesen Landsleuten sind MPE jedoch epischer, ”symphonischer”, und stellenweise kommen sogar elektronische Elemente zum Zug – man kann also durchaus behaupten, dass MPE ihren eigenen Sound entwickelt haben. Geiler Groove so richtig schön zum Mitbangen (Into The Dark, The Ghost), und der Nightwish-Vergleich drängt sich dann nochmal auf, wenn beim Powerballaden-Track Death Is The Beginning die schöne Stimme von Christina Marie dazu kommt.
Alles in allem ein solides und empfehlenswertes Album, und wer auf hochkarätige Schwermetallprodukte aus Finnland steht, sollte diese Scheibe ohnehin pflichtschuldigst der Sammlung einverleiben. Mal sehen, ob sich auch diese Band am internationalen Markt wird behaupten können.

Zweite Meinung – auch Kollege Timo ist begeistert:

Obwohl Mors Principium Est bereits 1999 gegründet wurden und heuer ihr bereits 6. Studioalbum veröffentlichen, sind sie hierzulande relativ unbekannt. Über die Gründe lässt sich spekulieren: Vielleicht liegt es an den überschaubaren Liveaktivitäten außerhalb von Finnland? Vielleicht liegt es auch an den zahlreichen Besetzungswechseln, die sich seit 2007 durch die Geschichte von MPE ziehen?

Woran auch immer es liegen mag, mit „Embers of a Dying World“ könnte es sich ändern. Dieses präsentiert den schnellen, melodischen Death Metal der Finnen nicht nur in einem druckvollen, fast schon brachialen, aber trotzdem klaren Sound. Es beinhaltet mit ‚Into the Dark‘, ‚The Drowning‘ und ‚The Ghost‘ auch einige überaus gelungene Songs. Diese gefallen vor allem durch ihre starke Gitarrenarbeit. Sowohl die harten Rhythmusgitarren, als auch die pfeilschnellen Leadgitarren können durch die Bank begeistern. Auch die akzentuierten Keyboards, die oft stimmungsvoll oder bombastisch, aber selten überzogen auftreten, steuern ihren Part zum guten Gesamtsound bei.
Auch wenn „Embers of a Dying World“ einige Längen hat, ist es unterm Strich trotzdem ein gutes Album. Freunde von Children of Bodom, In Flames oder Amon Amarth sollten hier mal reinhören!

Die Band: Ville Viljanen – Vocals, Mikko Sipola – Drums, Teemu Heinola – Bass, Andy Gillion – Guitars
www.morsprincipiumest.com
www.facebook.com/MPEofficial

Contributors

Klaudia Weber

Klaudia Weber

Rücksichts- und gnadenlose Diktatorin, kniet vor mir! Anders gesagt: Chefredakteurin, Übersetzerin, Webseiten- und Anzeigenverwaltung, also "Mädchen für alles" - - - Schwerstens abhängig von Büchern (so ziemlich alles zwischen Herr der Ringe und Quantenphysik) und Musik, besonders von Metal finnischer Prägung. Weiters Malen, Zeichnen, Film, Theater... also könnt ihr mit einer vielseitigen Website rechnen.

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