Lovell’s Blade – Stone Cold Steel

Label: Into The LimeLight Records     VÖ: 10.02.2017
Legend in a day
Pete Lovell ist der ehemalige Frontmann der niederländischen Alt-Metaller Picture und vor gut einem Jahr schnürte er sein Bündel, nahm seine klampfenschwingenden Kumpels Andre Wullems and Mike Ferguson der Einfachheit halber direkt mit, suchte sich einen Bassisten (Patrick Velis) und einen Drummer (Noel van Eersel), schloß sich im Studio ein und zauberte ein Album aus dem Hut, das Maßstäbe setzt.

Produziert von Serge Naberman, dem Frontmann der ebenfalls niederländischen Rebelstars, entstand ein brillantes Album mit melodischem Metal im Stile der 80er Jahre. Die Gitarrenarbeit und Songstruktur erinnern oft an die alten Accept, aber auch an Foreigner und einige andere Old-School-Bands

Man hört, hier haben Profis gearbeitet, runder Sound, eingängige Riffs, punktgenaue Soli, solide aber brillante Rhytmussektion, dazu eine Stimme mit Wiedererkennungseffekt und alles zusammen auf den Punkt gebracht, ohne unnötigen Schnickschnack und einem Modetrend hinterherzulaufen.

Gleich der Opener „Legend in a day“ pustet einem nicht nur die Ohren durch, er setzt sich fest und bleibt da hängen. Eine knappe Woche, nachdem ich das Stück erstmals gehört habe, kriege ich den Ohrwurm nicht mehr raus, mein Fuß klopft ununterbrochen im Rhythmus, meine Finger trommeln den Refrain, und den mitleidigen Blicken meiner Büromitinsassen zufolge, zuckt auch der Kopf in einer nicht mehr vertretbaren Häufigkeit mit.

Weiter geht es mit dem einfachen aber harten „Dynamite“, zu dem Pete Lovell den Rocksänger so richtig raushängen lassen kann und sich so ein bisschen nach Bruce Springsteen anhört. Weiter geht es mit dem drumlastigen „Rollin on“, das in die Richtung von ACDCs High Voltage geht.

„Devils Daughter“ ist wieder ein rockiger Ohrwurm mit eingängigem Refrain und starkem Solo, während „Nothin to lose“ auch die Fans von Aerosmith und ZZ Top bedient.

Mit „Out for Blood“ folgt das schnellste Stück der Platte, gefolgt von „Into the Sun“, das, beginnend mit einem Akustikteil, auf dieser Scheibe einer Ballade am nächsten kommt.

Mit „Rise und Fall“ folgt eine stampfende Geschichtsstunde im Stile Dios, „Inside Out“ lehnt sich beängstigend in die Britpopecke, und mit dem getragenen „As much as You can“ endet ein ebenso variables wie geniales Album.

„Stone Cold Steel“ bringt den Sound der Achtziger zurück: ehrlicher melodiöser Heavy Metal, der ins Ohr geht, aber immer noch hart genug ist, um die Schwiegermutter in die Flucht zu schlagen.

Für mich jetzt schon eine der Top-Ten-Platten des Jahres und ich kann nur empfehlen: kauft die Platte so schnell wie möglich, sie wird zurecht schnell vergriffen sein.

http://www.lovellsblade.info/

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http://www.intothelimelightrecords.nl/

Blackabbot

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