Sabaton / Accept, Oberhausen, 07.01.2017

König-Pilsener-Arena Oberhausen, Germany, 07.01.2017

Sabaton wagten auf ihrer „Last Tour“ den Schritt in die große Halle, die König-Pilsener-Arena in ihrer Hochburg Oberhausen und der Mut wurde belohnt: geschätzte 6000 begeisterte Zuschauer feierten die Schweden, die mit Twilight Force und Accept ein starkes Vorprogramm aufboten.

Twilight Force, die ebenso aus der Region Falun stammen wie Sabaton, eröffneten den Abend mit an Helloween erinnernden Powermetal, blieben aber an diesem Abend nur eine Randnotiz mit wallendem Haar und langen Ohren, da sich ihre Bühnenperformance an den Fabelwesen der nordischen Wälder orientiert.

Zweite Band des Abends war Accept und die Solinger zeigten, wie locker sie noch immer große Hallen zum Kochen bringen.

Der Gig eröffnete mit „Stampede“ von letzten Album Blind Rage, gefolgt von „Stalingrad“, um dann zum klassischen Teil umzuschwenken:

„London Leatherboys“ , „Princess of the dawn“, „Metal Heart“, „Fast as a Shark“ und „Balls to the Wall“ brachten (beinahe) die Achtziger zurück , ergänzt durch die in der letzten Schaffensperiode entstandenen „Final Journey“ und „Titanic Terror“, bei denen Marc Tornillo weit weniger schwierige Klippen umsingen musste als bei den älteren Sachen…

Mit glasklarem Sound, einer Menge Nebel und sichtlich Spaß an der Sache standen die fünf auf der Bühne und die Menge sang bis in die letzte Reihe mit, wobei das verkürzte Set durchaus den Vorteil hatte, keine unnötigen Längen aufkommen zu lassen.

Nach zehn Songs und einer guten Stunde Spielzeit war es für die Altmeister dann soweit, die Bühne zu räumen in dem guten Gefühl, den einen oder anderen neuen Fan gewonnnen zu haben.

Um halb zehn ertönte dann aus dem Off Sabatons Version von „In the army now“, und zum harten Riff von „Ghost Divison“ stand plötzlich der Headliner des Abends auf der Bühne und rockte die Halle.

Vor dem auf einem Panzer montierten Schlagzeug baute sich die Saitenabteilung im gewohnten Camouflageoutfit auf, lange Haare, die im Scheinwerferlicht schwangen, dazu Sänger Joakim Broden in gewohntem Kurzhaarschnitt und mit der obligatorischen Sonnenbrille.

Die Pyrotechniker leisteten ganze Arbeit: zum wummernden Bass knallte und blitzte es im Hintergrund und die Illusion eines Schlachtfeldes war da. Dazu hing hinter dem Schlagzeug eine Videowand für passende Filmchen zu den Songs, Welcome to the Multimediaworld.

Zu „Sparta“ vom aktuellen Album „The Last Stand“ füllte sich die Bühne mit alten Griechen, also in Altgriechischen Uniformen, zu „Blood of Bannockburn“ fiel ein Aufmarsch der Schotten allerdings aus.

Ehe ein krachendes „Swedish Pagans“ folgte. nutzte Joakim die Gelegenheit und stellte Tommy Johannsson vor, der letztes Jahr Thorbjörn Englund an der Gitarre abgelöst hatte,  und leitete das vom Publikum heftig geforderte erste Bier and den neuen Mann weiter. Bei „Carolus Rex“ kamen die anfänglichen leichten Soundprobleme in den Griff, und gefolgt vom Titeltrack des neuen Albums und „Far from the fame“ von „Heroes“ gab es eine Akustikeinlage, bei der vor ein paar vor sich hin wabernden Flämmchen am Bühnenrand Tommy Johannsson am Keyboard eine Unpluggedversion von „The final solution“ begleitete.

Nach der Zeit der Besinnlichkeit kreischten dann wieder die Gitarren, und mit „Night witches“ und den „Winged Hussars“ mischten die Schweden das Publikum wieder auf. Die zweite Getränkerunde sahen Tommy als Sieger eines Wettrinkens mit Joakim und dem Anlass entsprechend wurde der Refrain des nächsten Titels von „Gott mit uns“ zu „Noch ein Bier“, aber warum nicht, immerhin ist die Halle nach einer Brauerei benannt.

Das Publikum ging immer noch voll mit: “Dominium Maris Baltici” fehlten ebenso wenig wie “The Lion From the North”, “Diary of an Unknown Soldier”, “The Lost Battalion” und “Union” und langsam steuerte der Abend auf das Ende zu.

„Primo Victoria“, „Shiroyama“ und „To hell und back“ beschlossen den Abend, der so endete wie das Jahr begonnen hatte, nämlich mit einem wenn auch kleinen Feuerwerk über der Bühne.

Es war eine gelungene Veranstaltung, Sabaton hat den Schritt in die erste Liga des Metal geschafft und überzeugte, wenn auch mit leicht holprigem Start. Im Bundle mit Accept wird es schwierig, dieses Paket in den restlichen 358 Tagen des Jahres zu toppen.

170107 Sabaton Oberhausen (6)

www.sabaton.net

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www.acceptworldwide.com/

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Fotos: Blackabbot

Blackabbot

markus@stalker-magazine.rocks - - - CD Reviews, Konzerte, Fotos etc

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