Purified Black – Elvis Didn´t Do No Drugs

Label: Motor / H´art VÖ: 04.11.2016

PURIFIED BLACK liegt laut Promotext irgendwo zwischen Iron Maiden und Otis Redding, Muddy Waters und Muse, Rage Against The Machine und Jeff Buckley. Ich möchte da gar nicht widersprechen aber ergänzen, dass von der Instrumentierung und Experimentierfreudigkeit her vieles an Queen erinnert, auch wenn der Gesang von Frontmann Tico weniger exzentrisch, aber trotzdem nicht weniger überzeugend rüberkommt.

Das Debütalbum „Elvis Didn´t Do No Drugs“ ist musikalisch sehr breit aufgestellt. Immer wieder drängt sich ein erbarmungslos hämmerndes Schlagzeug in den Vordergrund, die Gitarren flankieren mal hart, mal melodiös.

Das Spannende sind die Wechsel, sowohl der Stile als auch innerhalb der Songs: viele Tempowechsel, viele überraschende Wendungen, zu keiner Zeit entsteht Langeweile. Die Band erzählt Geschichten.

Das ist die große Stärke von PURIFIED BLACK, kein Stück gleicht dem anderen, hart wechselt mit weich, zart mit brutal, die Axt mit der Feder und am Ende ergiesst sich das Wildwasser, das schnelle und langsame Soundstromschnellen durchsprungen hat, in einen Ozean der Harmonie.

Es ist schwierig hier Songs hervorzuheben, aber meine Favoriten sind das komplexe „Step Inside“, dessen Keyboardsequenzen Erinnerungen an Jon Lord herbeirufen, und die schnelle Heavynummer „Copy & Paste“.

„Elvis Didn´t Do No Drugs“ ist ein überraschend abwechslungreiches Album, aber zugleich in seiner Komplexität anstrengend. Hardcore- und Deathmetalpuristen muss man abraten, alle anderen sollten auf jeden Fall mal reinhören, hier könnte was Großes entstehen.

www.purifiedblack.com/
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Blackabbot

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