Oddland – Origin

Label: Sensory Records     VÖ: 09.09. 2016

Origin heisst die zweite Scheibe der finnischen Progressive Metal Band Oddland, und die vier Jungs aus Turku legen eine Platte der Spitzenklasse vor.

Die Feinheit liegt dabei im Detail. Ein dichter, filigran zusammengefügter Soundteppich lässt den Musikern viel Freiraum, ihre Virtuosität zu zeigen. Die Songs wirken durchdacht mit vielen Überraschungen, lange Gitarrenläufe wechseln sich mit Soli, es gibt Teile, in denen das Schlagzeug dominiert, der Bass kommt nicht zu kurz, das ganze Große wird aber nie aus den Augen verloren.

Produzent Daniel Bergstrand arbeitete u.a. auch schon für Meshuggah, In Flames und Dimmu Borgir, und die Klarheit der Produktion kann seine Handschrift nicht verbergen. Oddland schlägt musikalisch jedoch eine andere Richtung ein, verspielt und experimentell, es gibt u.a. Einflüsse von Mekong Delta, Les Claypool, Yngwie Malmsteen, Iron Maiden.
Zudem trägt Sakari Ojanen die Songs im Klargesang vor und lässt den Hörer, untermalt von stakkato-melodiösen bis hin zu brachialen Gitarren, über die abwechselnd schnellen und langsamen Songpassagen dahingleiten und naja, ins Träumen kommen.

Mein Anspieltipp ist das abwechslungsreiche, getragene, virtuos eingespielte „Thanatos“, mit vielen Breaks, bei dem die Band alles zeigt, was in ihr steckt.

Ein weiteres Plus des Longplayer ist zudem das Artwork des ägyptischen Künstlers Mohammed Essam, der zu jedem der neun Stücke ein markantes Bild geschaffen hat.

Freunde der eleganten doppelschneidigen, in sich selbst verdrehten Axt mit Laserpistole und Steinschleuder sollten auf jeden Fall einmal reinhören, bei mir wird sie demnächst im Schrank stehen.

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Blackabbot

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