„Cooking to Die For“ von Eric Moebius Morlin

Wenn eine Zombie-Seuche die Hälfte der Weltbevölkerung wegfegt, finden Leute schnell heraus, was sie unbedingt brauchen, um zu überleben … Sachen wie Butter, Creme Fraiche und Mayonnaise.

Der Autor dieses Buches ist Heilmasseur, Fechter, Lehrer und Strassenpoet im Ruhestand – Eric Moebius Morlin ist bekannt dafür, dass sich bei ihm sogar Zombies ein klein wenig unbehaglich fühlen.
Dies ist ein Auszug aus seinem neuen Buch, den er uns dankenswerterweise zur Verfügung gestellt hat:
„Cooking to Die For …“ online verfügbar bei Amazon und Barnes and Nobles in englischer Sprache. (Folgende Übersetzung des Kapiteleinstiegs ist meine eigene.)

Juan der Leichenbeschauer
Cocoa Beach, Fl
15 November 2013

Juan Rinetoot bog ein zum Waffle House. Normalerweise würde er nicht dorthin gehen. Er war mehr ein Denny’s-Typ. Erst als der Mann auf der Bahre, im Stauraum seines Van, sich aufsetzte. Ist wohl alles möglich. Juan fuhr einen Lieferwagen für das Büro des örtlichen Leichenbeschauers, und er hatte hatte schon Leichen schreckliche Geräusche und noch schlimmere Töne produzieren erlebt, aber was dieser Körper tat, lag außerhalb der Grenzen dessen, was er empfand als … angemessen.

Also ging Juan ins Waffle House, um abzuwarten, bis sich seine Nerven wieder beruhigten. Er hoffte, dass der Mann im Stauraum sich einfach hinlegen und den Mund halten würde. Irgendwie war das Ganze nicht unwitzig. Was wenn die Sanitäter sich geirrt hatten? Bloss war es nicht nur die Tatsache, dass er als Kontrolleur für das Leichenbeschauerbüro auch noch mal den Herzschlag geprüft hatte, ehe der den Leichensack zippte für den Transport. Juan hatte den Zustand des Körpers wahrgenommen, ehe er ihn einsackte, der Mann hatte ein Loch mitten durch seine Eingeweide. Es lag ausserhalb jeglicher Möglichkeit, dass Mann noch am Leben war, bloss konnte Juan sehen, wie der Körper auf der Bahre im Stauraum seines LKW sich herumwand wie ein großer schwarzer Wurm.

Immer und immer wieder fuhren Krankenwagen entlang der A1A, und Juan konnte sein Handy in der Tasche vibrieren fühlen.

Ein Paar kam rein, setzte sich in eine Nische, nicht weit von Juan. Sie beschwerten sich über einen Mann, der am Parkplatz ihnen gegenüber aggressiv geworden war. Sie erzählten es der Kellnerin, diese benachrichtigte den Koch, der dann nach draußen ging. Er kam wieder rein, er blutete an der Innenseite seines Unterarms. Juan wusste, dass dies zusammenhing mit all den anderen Verrücktheiten in seinem Kopf. Die Kellnerin Sally Ann rief die Polizei. Juan musste einfach weiter beobachten, wie die beiden Stellvertreter des Gesetzes draußen mit dem Mann sprachen. Sie umringten ihn und versuchten, ihm Handschellen anzulegen, als er einen der Beamten ins Gesicht biss. Der Mann verbiss sich an der Unterlippe des Offiziers und liess nicht wieder los. Die ganze Zeit über heulte der Polizist: „Lass mich los“, was doch ziemlich undeutlich bei jemandem klingt, wenn versucht wird, dessen Unterlippe abzureißen.

Der Polizist hört nicht auf zu schreien.


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Oder ihr könnt HIER ONLINE IM BUCH BROWSEN 
Taschenbuch: 186 Seiten, Publisher: CreateSpace Independent Publishing Platform (September 17, 2016), Sprache: Englisch
Die Schwarzweiss-Taschenbuch-Version gibt es HIER 

Fotos zur Verfügung gestellt von E.M.Morlin

… und vielleicht stellt uns der Autor ja noch ein Kapitel zur Verfügung, bleibt also am Ball…

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Klaudia Weber

Klaudia Weber

Rücksichts- und gnadenlose Diktatorin, kniet vor mir!
Anders gesagt: Chefredakteurin, Übersetzerin, Webseiten- und Anzeigenverwaltung, also „Mädchen für alles“ – – –
Schwerstens abhängig von Büchern (so ziemlich alles zwischen Herr der Ringe und Quantenphysik) und Musik, besonders von Metal finnischer Prägung. Weiters Malen, Zeichnen, Film, Theater… also könnt ihr mit einer vielseitigen Website rechnen.

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