Joseph Parsons: Auf Tour sein ist Leben im Zen Stil.

Joseph Parsons macht Musik schon solange er sich erinnern kann. Nachdem ich sein letztes Album The Field The Forest rezensiert habe, war es an der Zeit für ein Interview. He weihte mich ein in die Geheimnisse des Songschreibens, erzählte über die Gedanken hinter seinen Songs und erklärte, warum es so viel Spass macht, auf Tour zu gehen.

Erzähl mir ein bisschen von Dir.

Ursprünglich stamme ich aus der Gegend um New York. Meine Familie stammt außerdem aus Lousiana, also habe ich dort auch viel Zeit verbracht und mache das immer noch. Ich habe mit dem Singen angefangen als ich drei oder vier Jahre alt war und seitdem eigentlich immer, in aller Art Chören. Das ging sogar so weit, dass meine Eltern den Gesang zeitweise vom Küchentisch verbannt haben. Sobald ich zum ersten Mal eine Gitarre in der Hand hatte, so mit 12 oder 13, habe ich angefangen Songs zu schreiben. Ich bin ’63 geboren also reden wir hier über die Mitte der 70er. Ich hab immer Musik gemacht, sogar am College. Nach einem halben Jahr habe ich das hingeschmissen und auf der Straße Musik gemacht und überlebt und gelernt immer bessere Songs zu schreiben und viel Zeit mit Reisen verbracht, d.h. ich habe in LA, New York, Louisiana und Boston gelebt.

Schließlich machte ich ’94 eine Platte namens Lies, die ’95 in den Vereinigten Staten erschien und ein DJ in Belgien las eine Kritik davon und bat mich um eine Kopie. Ich schickte ihm eine Kopie der CD und bat ihn um zehn Kontakte in Europa, weil ich schon immer hier gereist war und gespielt hatte, aber nie in Clubs oder mit Plattenvertrag. Er knüpfte Verbindungen für mich und schickte mir eine Liste mit zehn Leuten, einer davon ein Agent, der ein großes Risiko einging und eine Tour für mich buchte. Meine erste Tour war ’97 in Deutschland und in Holland und am Ende der Tour hatte ich einen Vertrag mit Blue Rose Records mit meiner neuen Platte namens 5am. Ich hatte grade diese neue Platte fertig als die Tour vorbei war. Sie nahmen mich unter Vertrag und haben die Platte im Frühjahr ’98 rausgebracht. Ich bin jetzt ungefähr seit 18 Jahren bei Blue Rose, mache Platten und verschiedene Projekte. Ich mochte schon immer gerne in Projekten mit anderen zusammenarbeiten, allein für Harmoniegesänge also habe ich einige dieser Bands zusammengestellt wie 4 Way Street in den Staaten und Hardpan hier (in Deutschland), genauso wie US Rails und Parsons Thibaud. Ich schreibe ziemlich viel und habe das Glück, in verschiedenen Genres produktiv zu sein oder nicht Genres, aber verschiedenen Stilen. Hardpan ist eher Americana, Tex Mex, Parsons Thibaud dagegen eher Acoustic Folk wie Graham Nash und David Crosby

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Lass uns über The Field The Forest reden – was mir daran besonders gefällt ist, dass auf dem einen Album ehre düstere und auf dem anderen eher leichtere Songs sind. Wie kam es dazu?

Für mich persönlich hat das lange auf sich warten lassen, weil ich Platten mache und eine der größten Schwierigkeiten dabei ist es, die Songs in eine Reihenfolge zu bringen. Die Reihenfolge ist an und für sich schon eine Kunstform. Die Hörerfahrung ist fast genauso wichtig, wie die Songs selbst, wie es sich anfühlt von einem zum anderen überzugehen. Aus irgendeinem Grund tendiere ich dazu, beim Song schreiben auf diese beiden Stile zu fokussieren, aber ich merke das erst, wenn ich mit der Platte fertig bin und denke „Wow, das ist schwer in eine Reihenfolge zu bringen“, wegen der Stimmungsveränderungen, der Atmosphäre und der unterschiedlichen Energie. Bei einem Konzert letztes Jahr habe ich mit den Fans, den Zuhörern geredet, weil ich es mag, wenn sie Wünsche äußern, und gesagt: „Was möchtet ihr tun? Möchtet ihr auf ein schönes sonniges Feld gehen oder in den Wald?“ Das blieb irgendwie bei mir hängen as „das ist die perfekte Art um das zu machen“ und so bin ich das Risiko eingegangen, diesem Motiv gefolgt und hab’s The Field The Forest genannt.

Ich würde gern näher auf einige Songs eingehen. Der erste der mir besonders auffällt ist Berlin, weil Du da eine Stadt wie eine Frau beschreibst, oder eine Frau wie eine Stadt, ich weiss nicht so genau. Erzähl mir was davon.

Das musst Du auf beiden Ebenen betrachten. Ich habe einen lange Beziehung mit Berlin, zuerst als Besucher und Tourist, in den frühen bis mitt 80ern. Ich habe viel in New York gelebt und ich liebe die Energie von Berlin. Seitdem habe ich viel Zeit auf Tour dort verbracht und es erscheint mir wie eine… ich weiss nicht, ob „ausbalanciert“ das richtige Wort ist, aber wie eine Stadt, die ales hat und sie hat diese Energie die lebendig ist. Es ist als ob man eine Beziehungsstadt hat, das bedeutet sie gibt und sie nimmt, wie eine vollständige Person. Also schien es ganz einfach. Ich hab’s dann verkleidet und den Rahmen drumherum gebaut von einer Frau, die ich in der Bar oder dem Restaurant gegenüber beobachte. Für mich war das eine Möglichkeit die Geschichte zu erzählen, wie ich Berlin manchmal sehe und das schließt auch die Flüchtlinge ein und ich bin ein Teil davon. Nein, ich bin kein Flüchtling, ich bin ein Auswanderer, aber bis zu einem gewissen Grad lebe ich in dieser Blase, wegen der Sprachbarriere und kulturellen Unterschieden und Barrieren. Daraus wurde der Song geboren. Ich habe eine Wohnung in Berlin, in der ich viel Zeit mit schreiben verbringe und dadurch sehe und fühle ich das Leben hier und es ist immer so großartig und voller Energie und künstlerisch und lebendig.

Ein Song der mir auch sehr gut gefällt ist Bliss wo Du davon singst, „vor dem Thron deines Vaters niederzuknien“. Ich weiss, dass Du selber Vater bist. Was sind Deine Gedanken zu Vätern und Söhnen und welche Rolle spielen sie für diesen Song?

Ich hatte immer das Gefühl, dass die Beziehung zu unseren Vätern, die Beziehung die jeder von uns zu seinem Vater hat, egal ob gut oder schlecht, eng oder distanziert, eine besonders mächtige Beziehung ist. Ich will natürlich die Beziehungen zu den Müttern nicht herabsetzen. Und dann gibt es da natürlich die religiösen Untertöne, weil wird – die dis spirituell sind und die, die es nicht sind – uns nach unserem Platz im Universum, in der Welt und in unserem Leben fragen, die grossen Fragen. Und vor dem Thron unserer Väter niederzuknien ist eine Art zu sagen ja, ich bin menschlich und ich bin sterblich und ich bin verletzlich und lass mich einfach nur ein bisschen Spass haben *lacht*

Denn wir sind all diese Dinge und alles ist so vergänglich und damit wunderbar.

Wo wir grade von religiösen Untertönen sprechen: Mir ist aufgefallen, dass es davon auf dem Album einen Menge gibt, beispielsweise in Scream hört es sich so an, als suche da jemand nach Glauben, aber in Shadowland singst Du „Für manche ist beten eine Antwort, für die Verlorenen ist es nie zu spät“ und das hört sich eher an als wolltest Du sagen „Das mag eine Lösung für andere sein, aber nicht für mich.“ Wie denkst Du darüber?

Ich bin in einer protestantischen Familie aufgewachsen, die ziemlich agnostisch war. Ehrlich gesagt sind die mit dem Zug nur mitgefahren, weil sie schon mal drin saßen. Später dann, weil ich nicht religiös erzogen wurde, habe ich danach gesucht, was ich fühle, was mein Glaube ist. Ich war mein ganzes Leben lang von spirituellen Menschen umgeben und fühlte mich zu denen hingezogen, die Glauben haben und ich verstehe es einfach nicht. Oder ich fühle es nicht. Vielleicht ist das zu esoterisch, aber ich habe im allgemeinen ein Gefühl über Glaube und Religion, dass es so persönlich ist, dass es dabei kein richtig oder falsch gibt, aber dass das Leben so kurz its, dass wir sowieso bald alles herausfinden also warum sich jetzt damit aufhalten? Warum sollen wir davon unser Leben bestimmen lassen, außer um uns das anzunehmen, was wir gebrauchen können und von denen, die es fühlen zu lernen. Und ein gutes Leben zu leben, andere Menschen gut zu behandeln, versuchen, glücklich zu sein und gut zu anderen Menschen.

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Hast Du einen Lieblingssong auf den beiden Alben?

Ich bin ein bisschen parteiisch für Baying auf The Forest. Wenn ich Songs schreibe, dann kanalisiere ich sie oder wie immer Du das nennen willst und sie kommen im allgemeinen sehr schnell. Wenn ich die richtige Stimmung gefunden habe, dann kommt die Musik zuerst und löst bei mir bestimmte Gefühle aus und dann fallen die Worte mehr oder weniger auf’s Papier. Das war einer von diesen Songs. Es ist so was wie eine Traumwelt, ein Zustand wie im Traum im gewissen Sinne, aber es geht um ein düsteres Thema. Für mich geht es dabei ein wenig um Terrorismus und über die dunklen Seiten der menschlichen Natur und darüber, dass es schwer werden wird sich vorwärts zu bewegen. Es kommen schwere Zeiten auf uns zu, so wie sie im Leben generell stattfinden. Ich hab’s einfach laufen lassen und nicht versucht zu regieren under mein Schreiben irgendwie zu zensieren. Das ist daran das Interessante für mich. Je weniger ich zensiere, um so besser fühle ich mich. Um so ehrlicher ist auch das Material und es braucht Zeit, bis man das Vertrauen hat, um ehrlich zu sein. In Beziehungen ist das auch so.

Ich finde Shadowland interessant wegen der Geschichte und seiner umfassenden Art. Dan kann ich Dir noch sagen, dass ich im Herzen kitschig bin und schöne Liebeslieder mag oder die Stimmung auf Hochzeiten. In einem song wie Need You auf The Field – genauso fühle ich mich manchmal in meiner Beziehung, dass die andere Person mich komplettiert und in mir das beste hervorbringt.

Du hast schon davon erzählt, wie Du Songs schreibst. Kannst Du dazu noch mehr sagen? Wie sieht der Prozess beim Song schreiben aus? Woher bekommst Du Inspiration?

Wie wir alle bin ich viel beschäftigt und muss mir zum Schreiben richtig Zeit nehmen. Im allgemeinen schreibe ich nicht zu Hause, weil das Leben eben das Leben ist und da Kinder sind und es immer Finge zu tun gibt und bla bla bla. Normalerweise Fahre ich weg, nach Berlin oder manchmal auch an den Strand. Ich hatte mal ein Strandhaus, da habe ich viel geschrieben. Mir gefällte es, wie zen eine minimalistische Umgebung ist. Ich werde nicht abgelenkt, aber generell versuche ich, für eine Woche oder so weg zu sein und an den ersten zwei Tagen passiert nichts, weil ich mich vom Leben zurückziehen muss – da gibt es kein Handy, keinen Fernseher, keine klingelnden Telefone, nur einen Schreibtisch voll mit Büroarbeit den ich anschauen und Gitarren zum Stimmen und andere Ausrüstung, mit der ich herumspielen kann. Nach ein paar Tagen an denen ich meine Finger auf die Gitarrensaiten oder das Klavier gelegt habe, kommen Melodien heraus und Akkordfolgen und dann bin ich in so einer Art Traumzustand und da gehört ein ganz bestimmtes Gefühl dazu. Wenn ich es schaffe in diese Zone zu kommen schreibe ich ziemlich viel. Wenn ich in meine Zone kommen kann ich 15 Songs in ein paar Tagen schreiben. Kann sein dass ich drei oder vier oder sechs davon beende oder ich schreibe nur zwei, aber ich setze mich nie unter Druck. Ich weiss wie flüchtig Kunst ist und dass es von mir abhängt, ob die Muse mich besucht. Ich kanalisiere sie nur. Es kommt mehr oder weniger so heraus, aber ich muss mir Raum geben und keinen Druck machen und die Musik erzählen lassen was los ist.

Schreibst Du immer die Musik zuerst oder die Texte oder ist das abhängig vom Song?

Ich kann ehrlich sagen, dass es immer zuerst die Musik ist. Die Musik gibt mir ein bestimmtest Gefühl und dann fange ich einfach an, Texte zu singen und die halbe Zeit weiss ich gar nicht, was ich da eigentlich singe. Ich mache eine Aufnahme, damit ich später die anfängliche Energie wiederfinden kann. Also lasse ich die Musik den Gesang, die Worte hervorbringen und das ist immer so. Es kann ein Blues Song sein oder ein Rock Song oder was düsteres Spanisches oder Americana oder was auch immer, es funktioniert immer so. Ich bin froh dass ich eine, naja ich will es nicht „Methode“ nennen, dass ich einen Weg habe, wie ich da hin komme. So lange ich diesen Raum behalten kann oder von Zeit zu Zeit wieder finde, funktioniert das.

Erzähl mir was zu Deiner Band. Wie habt ihr Euch kennengelernt? Seit wann spielt ihr schon zusammen?

Nun, Freddi (Lubitz) ist der Bassist und Backup-Sänger. Er lebt jetzt in Kleve und als ich ihn kennenlernte lebte er in Arnheim. Er ist ein Freund von Sven (Hansen), dem Drummer, der in Erkrath lebt. Die Geschichte dazu ist: es bleibt alles in der Familie. Ein guter Freund von mir, der auch einer meiner Agenten und manchmal mein Tour Manager ist, ist Christian Böhm. Er hat Böhm booking und er bucht viele von meinen Projekten und andere Bands, die ich ihm vorgestellt habe und noch ein paar mehr Leute. Seine Schwester ist Svens Freundin. Ich suchte nach einem Drummer und arbeitete zu der Zeit mit der Band US Rails. Das sind ein paar Amerikanische Jungs, die ich schon seit 20 oder 25 Jahren kennen. Ich habe die Band gegründet und sie waren mehr oder weniger meine Band und ich musste etwas verändern, weil sie ein wenig zu Americana für mich waren. Ich brauchte eine neue Band. DAs war 2005 oder 2006. Christian sagte „Weisst Du, der Freund meiner Schwester ist Drummer“ und ich habe mich mit Sven getroffen, wir haben ein wenig zusammen gespielt und er ist grossartig. Also hab ich gesagt „Hey, kennst Du nicht einen Basser?“ und er „klar, ich kenn da diesen großen Kerl mit dem ich manchmal arbeite, er heißt Freddi Lubitz“ und das war das. Und Ross aus Philadelphia, unser Gitarrist Ross Bellenoit hat an meiner Heaven’s Above Platte mitgearbeitet. Mein Produzent kannte er und der Rest ist Geschichte.

Wir fingen an und ich glaube unsere ersten Auftritte als ganze Band waren 2008. Mit Freddi und Sven hatte ich schon 2007 in Frankreich und auf Festivals in Europa gearbeitet. Seitdem haben sie auf jeder Studioplatte mitgespielt, das sind aber nur drei. Da ist Hope For Centuries, dann Empire Bridges und Jetzt The Field The Forest, mit ein paar Live Platten dazwischen. Sie sind tolle Kerle und großartige Musiker und wir alle sehen die Musik.

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Du bist ziemlich viel auf Tour. Was gefällt Dir am Touren am besten und was gefällt Dir gar nicht?

Da gibt es nicht viel was nicht zu mögen wäre. Ich glaube in der Anfangszeit konnten kleine Dinge zum Problem werden, bevor es GPS gab beispielsweise, als ich allein auf Tour war und versuchte, in Tschechien zu navigieren oder an anderen Orten, wo ich nicht einfach anhalten und jemanden nach dem Weg fragen konnte. Das machet es manchmal schwierig, aber ich war schon immer abenteuerlustig und ich habe das Reisen schon immer geliebt. Die Tatsache, dass ich reisen und arbeiten und dabei die einzige Sache machen kann, die ich wirklich liebe, nämlich Musik, ist für mich perfekt. Zu diesem Zeitpunkt ist touren – ich bin schon lange auf Tour und wir machen das ziemlich viel – ziemlich zen. Wir wachen auf und aller Fokus für den Tag ist darauf gerichtet sich auf die Show am Abend vorzubereiten. Die Fahrt, die Diskussionen, die Gefühle, der Schlaf und es geht nur darum sicherzustellen, dass es allen gut geht. Es ist Leben im Zen Stil. Ich liebe es. *lacht*

… es macht einfach nur Spaß

Es ist jede Menge Spaß und wir lernen großartige Menschen kennen. Es ist lustig, denn ich mag reisen nicht besonders, wenn ich nicht auf Tour bin, weil es mir nicht gefällt, mit Touristenattraktionen und hotels in einen Topf geworfen zu werden – die Art wir Touristen reisen finde ich einfach total uninteressant. DAs macht es schwierig zu reisen, wenn ich einfach nur sage „Ich fahr mal los“. In Europa ist es schwer, Orte zu finden, an denen ich noch nie war. Als Tourist genieße ich es nicht so, weil dann, wenn ich als Musiker irgendwo ankomme, Menschen auf uns warten und glücklich sind uns zu sehen. Wir treffen den besten Teil jeder Kultur. Ich glaube ich bin davon verwöhnt.

… und wenn Du Menschen triffst, die Musik lieben, dann habt ihr schon etwas gemeinsam.

Genau und deswegen habe ich auch überall gute Freunde. Ich kann einfach hinfahren und bei ihnen bleiben. Ich genieße es, unter Menschen zu sein. Und ich bin immer noch abenteuerlustig, ich habe immer noch die Energie das alles zu machen, muss nicht aufhören.

Gibt es irgendeinen Ort oder ein Land wo Du besonders gerne spielst?

Jeder Ort hat seinen eigenen Charme. Ich meine, es ist ein Unterschied, ob Du in Spanien tourst oder in Deutschland. Spanien ist sehr viel mehr  laissez faire, oft gehen wir nicht vor 11 oder 12 auf die Bühne, zu Abend essen wir sehr spät oder nach der Show, gehen morgens um fünf ins Bett. Aber die Kultur ist so großartig und völlig anders. Die Musik ist dieselbe, die Fans, sie würdigen die Musik genauso, wir können das machen was wir immer tun, aber davon abgesehen ist alles völlig anders und das ist das wunderbare daran, so bleibt es interessant. Aber einen Favoriten habe ich nicht. Ich kann Dir aber sagen, wenn ich in Holland war, finde ich es immer toll, wieder nach Deutschland zu kommen. Irgendwie fühle ich mich in Holland immer ein wenig claustrophobisch. *lacht*

Gibt es eine schöne Erinnerung von einer Tour, die Du mit uns teilen möchtest?

Wenn Du mich kennen würdest wüsstest Du, dass ich normalerweise nicht zurück schaue. Ich finde das schwierig. Wenn ich mit meinem Tour Manager und meinen Musikern zusammen bin erinnern wir uns natürlich an Geschichten von dieser und jener Tour, diesem Venue, der Show, jenen Leuten… Ich schaue im allgemeinen nach vorne, mir fällt da gerade nichts ein. Ich betrachte das nicht so.

Ich wollte eigentlich fragen, was Du bisher als Musiker gelernt hast, aber wenn Du nicht gerne zurück schaust, was ist denn noch auf der Liste? Was willst Du noch machen? Wo willst Du mit Deiner Musik noch hin?

Gute Frage. Ich hoffe dass ich noch lange schreiben und Platten machen kann. Ich genieße das immer noch sehr. Ich liebe es, Musik zu spielen, ich liebe es, aufzutreten, ich genieße es sehr, Platten zu machen. Das ist sehr verschieden. Manche Menschen sind dafür gebaut, Platten zu machen, andere sind dafür gebaut, auf Tour zu gehen und viel weniger sind dafür gebaut, beides zu tun und ich habe das Glück, für beides gebaut zu sein. Weisst Du, psychisch, physisch oder wie auch immer, die ganze Chemie eben. Also hoffe ich einfach, dass ich damit weitermachen kann. Ich fände es toll, in Asien zu touren, Ich würde gerne nach China und Japan fahren, meine Musik da hin bringen. Ich fände es toll, noch mehr in Amerika zu touren und die Regionen zu verlassen, in denen ich bisher gespielt habe und andere Teile des Landes sehen. Ich kenne Amerika sehr gut, aber mit derMusik hat sich meine Karriere in Europa entwickelt und ich war ein paar Mal in Australien auf Tour. Ich liebe das Reisen, ich liebe es, Menschen zu begegnen, Songs zu schreiben und Platten zu machen, auch wenn die manchmal ein wenig düster sind. *lacht* Ich hoffe nur, dass das den Leute gefällt. *lacht*

Danke, dass Du Dir die Zeit für dieses Interview genommen hast.

Kein Problem, danke Dir.

Tourdaten: http://josephparsons.com/tour

Stefanie Oepen

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