Suicide Sqad

SPOILERFREI
Tja, mir geht dieses  ”Marvel vs. DC” am Allerwertesten vorbei, ich suche mir mein Kinofutter eher nach dem Kriterium „was wirkt besser auf Riesenleinwand (plus evtl 3D)?” Neben dem neuen Star Trek Film (ausgesprochen empfehlenswert übrigens) kam ich an diesem hier nicht vorbei, und da kann ich eigentlich schon bescheinigen, dass er ne 2h-Unterhaltung garantiert. Visuell super gemacht, guter Drive und ein bisschen abgedreht mit einer Menge durchgeknallter Charaktere.

Das PLUS:
Ist wirklich nicht einfach, sympathische Bösewichter zu erschaffen und dann noch die richtigen Leute zu finden, um derartigen Rollen Leben einzuhauchen. In beiden Fällen ist Suicide Sqad absolut erfolgreich, und Will Smith und Margot Robbie überragen in ihren jeweiligen Rollen, bringen das Publikum in Nullkommanix auf ihre Seite und öfters auch zum Lachen. Die Story – nunja, bis zu einem gewissen Punkt – funktioniert, und auch von Jared Leto als Joker möchtest du eigentlich mehr sehen. Er hat einige tolle Szenen, besonders was die – wortwörtliche 😉 – Chemie mit  Harley Quinn  betrifft, wo man erahnen kann, wozu er fähig wäre, hätte er mehr Szenen gekriegt.
Apropos Bösewichter – eine kleine Überraschung war für mich die Person, die sich als wohl die knallharteste herausstellte, und kein, kein Squad-Mitglied. Und dabei so glaubwürdig wie aus dem echten Leben gegriffen, toll!
Und weil eben diese Charaktere so liebevoll ausgearbeitet wurden, war es einfach für mich, jene rauszupicken, die es kaum bis zum Ende des Films schaffen… was überleitet zum

MINUS:
Gelegentlich fühlt man sich im Nachteil, wenn man doch älter als 12 ist, oder kein Gamer. Oder eine Kombination von beiden. Vielleicht sollte man den CGI Leuten mal erklären, dass ein Übermass an visuellen Effekten durchaus langweilen, ja sogar einschläfernd wirken kann… Dann die Story, oder besser dieser ”Zweifel beiseite legen” Aspekt, was SEHR schwer fällt ab einem gewissen Punkt, was auch mit einer bestimmten Figur zu tun hat. Obwohl alle Squad-Mitglieder übermenschliche Aspekte besitzen, scheint diese „nahezu-unmenschliche“ Figur im falschen Film zu sein. Bitte nicht falsch verstehen, ich gebe da nicht den Darstellern die Schuld, sondern den Schreibern, die eine Story verzapfen, die eventuell nur noch Fünfjährige halbwegs abkaufen würden. Ärgerlich, wenn man sowas vorgesetzt kriegt – ALSO ECHT??? Hey, vielleicht sollte ich mich in Hollywood als Schreiberling bewerben, denn anscheinend braucht man da nur minimale Schriftstellertalente und null an Logik…

Und vielleicht geht es ja nur Europäern so, aber wenn die Amis mal wieder eins auf „Familie-is-das-Wichtigste“ machen, sogar in so einem Action-Paket, dann roll ich nur noch die Augen hoch – please, gimme a break…

Fazit: Keine grossen Überraschungen, aber auch keine grossen Enttäuschungen. Die Musik – etwas altbacken (waren da Leute über 60 verantwortlich, die dachten, das sei „modern“, ”hip” und ”Kids von heute stehn auf sowas“?), funktioniert aber dennoch gut und gibt dem Ganzen den notwendigen R’n’R Drive, daher:

Klaudia Weber

Klaudia Weber

Rücksichts- und gnadenlose Diktatorin, kniet vor mir! Anders gesagt: Chefredakteurin, Übersetzerin, Webseiten- und Anzeigenverwaltung, also "Mädchen für alles" - - - Schwerstens abhängig von Büchern (so ziemlich alles zwischen Herr der Ringe und Quantenphysik) und Musik, besonders von Metal finnischer Prägung. Weiters Malen, Zeichnen, Film, Theater... also könnt ihr mit einer vielseitigen Website rechnen.

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