Ozzmond, Efa Supertramp & Lifelong Hangover, Helsinki

Semifinal, Helsinki, Donnerstag, 3. 3.2016

(photos Sandra Kimonen)

Es ist Donnerstag, und leider wurde es in den letzten Jahren zur Gewohnheit, dass Helsinkis wohl bekanntester kleiner Club nahezu leer ist. Schade, denn dieser Abend verspricht interessant zu werden. Drei akustische Solo-Darbietungen von (fast) Punk. Das Bemerkenswerte an diesem Abend ist, dass die meisten im Publikum Einwanderer sind. Ich treffe sogar einen, der aus meinem Heimatort in England stammt!

Als erstes dran sind Lifelong Hangover, der Grund meiner Anwesenheit. Begleitet wird er von einem Violinisten, und kaum auf der Bühne, legt er auch schon mit seinem peppigen Set los.

lifelonghangoverWomöglich der subtilste Gig des Abends, (eigentlich absurd, wenn man die Härte seiner anderen Acts in Betracht zieht). Lifelong Hangover präsentiert seine eigene Version von Folk einem Publikum, das diese dankbar annimmt.

Efa Supertramp ist eine Solo-Künstlerin, die nach Reisen über Wales und die baltischen Staaten in Finnland angekommen ist, für zwei Konzerte, und das hier ist das erste davon. Diese Frau spricht gerne, stellt ihre Songs vor, erzählt Geschichten und geniesst es, vor einer kleinen aber gemütlichen Publikumsrunde zu spielen.

efasupertrampAnfänglich scheint sie sich etwas zu angestrengt reinzuhängen, ihre Stimme klingt dabei fast zu roh, aber nach einigen Songs stellt sich heraus, was für eine tolle Stimme sie hat, und als sie mit „Waiting For The Sun To Rise“, ein Favorit meinerseits, loslegt, ist bereits erwiesen was sie drauf hat. Das zarte subtile Gitarrenspiel setzt da noch einen drauf.

Der letzte auf der Bühne ist Ozzmond (Startfoto), ein Mann, der den Punk fast nicht ernst nimmt. Mit einer launigen Stand-Up-Comedy zwischen den sanft gesungenen Halb-Punk Songs begeistert er das Publikum mit seinen Spielereien. Normalerweise läuft sein Programm in Finnisch ab (seine Ansprachen zumindest), aber da er wahrnahm, wie viele Ausländer sich im Publikum befinden, gibt er es an diesem Abend in Englisch zum besten. Seine Ansprachen sind laut, intensiv und voller Witzeleien, während seine Gesagstimme eher sanft im leichten Falsetto angelegt ist (meistens jedenfalls). Tja, ich kann da nur empfehlen, den Mann anzuchecken, wenn er in eurer Gegend auftritt.

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Daniel Beech

Daniel Beech

dan@stalker-magazine.rocks - - - Reviews, reports, photos (apparently!) - - - Favourite Genres? - A bit of everything, but nothing where I'm screamed at! - - - Favourite bands? - Blur, System of A Down, Led Zeppelin, Beatles, mad Russian composers, Ed Harcourt, David Bowie, Russian Circles, Hatfield and the North...the list goes on - - - Other interests? - What is there other than music?!! Oh yeah, football and I've been know to watch the odd ridiculous comedy film from time to time.

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