Inglorious: Inglorious

VÖ: 19.02.2016 Label: Frontiers

Inglorious und ihr gleichnamiges Debüt-Werk gehören sicherlich zu den spannendsten Veröffentlichungen in diesem Jahr. Denn das Quintett könnte nicht besser zusammengewürfelt sein. Angefangen hat alles 2014 mit dem begnadeten Sänger Nathan James, der bereits für Trans-Siberian Orchestra und Uli Jon Roth als Sänger aktiv war. Meiner Meinung nach ist er einer der wenigen Sänger, die Größen wie Jorn Lande das Wasser reichen können, aber dennoch die jüngere Generation widerspiegeln. Mit dabei an der Gitarre ist auch Andreas Eriksson (ex-Crazy Lixx), der mit seinem bluesig-rockigen Gitarrenspiel James’ Stimme perfekt zu unterstreichen versteht. An Bass und Schlagzeug befinden sich Colin Parkinson und Phil Beaver, die beide bei Somerset waren, und seit 17 Jahren zusammen Musik machen. Rhythmus-Gitarrist Will Taylor rundet die Gruppe ab.

Interessant ist die Entstehungsgeschichte des Albums. Alles wurde hier auf einmal eingespielt und so kann man zu Tode geschönte Gesangslinien etc. lange suchen. Der Band war es wichtig, ihre Musik mit einem gewissen Live-Feeling einzuspielen und genauso aufzunehmen. Das ist sicherlich um einiges schwieriger als die heute übliche Art. Entstanden ist dabei ein kraftvolles Album, das von bluesig-rockig, ursprünglichen Klängen bis hin zu modernen Elementen alles beinhaltet, was sich das Rocker-Herz zu wünschen erhofft: Schnelle Nummern werden von Powerballaden abgelöst, brillante Gitarrenriffs treffen auf eine kraftvolle Stimme, die bis an ihre Grenzen geht.

Für mich sind Inglorious schwer musikalisch einzuordnen, aber man hört, dass hier fünf Musiker am Werk sind, die ihr Instrument zu 120% beherrschen, Freude an der ursprünglichen Rockmusik haben und, die ihre ganze Leidenschaft in ihre Musik legen. Ein gelungenes Erstlingswerk ist „Inglorious“ auf jeden Fall und ich bin sicher, es werden unzählige großartige Alben folgen.

Sandy Mahrer

Sandy Mahrer

Fresh Act Redakteurin, Reportagen, Reviews, Fotos - - - Favorisierte Musikrichtungen? - - - Hard Rock, Heavy Metal und Pop-Rock, etc. Weniger Death,Black, Grind Core

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