The Winery Dogs / Inglorious – Pratteln, CH, 2016

Z7 Konzertfabrik,13.02.2016

Nach langer Konzertabstinenz wieder im Z7: Wie üblich interessiert mich hierbei einmal mehr eher die Vorband als der Hauptact. Im Z7 hat es in der zwischen Zeit eine kleine Neuerung gegeben, aus Platzgründen gab es immer Probleme mit den Parkplätzen und deswegen ist man jetzt auf ein anderes Gelände ausgewichen, wo die Autos der Konzertbesucher abgestellt werden können. Weil sich dieses ein gutes Stück von der Konzerthalle entfernt befindet, gibt es jetzt den Z7 Bus, der einem vom Parkplatz zur Halle chauffiert. Kostet satte 5.- aber immerhin sind die Autos besser parkiert und kommen somit den umliegenden Firmen nicht mehr in die Quere. Und welche andere Konzerthalle kann von sich schon behaupten, dass sie einen eigenen Gelenkbus zum Transport ihrer Besucher zur Verfügung hat. Nach dem Interview mit Inglorious Frontmann Nathan James mache ich mich auf in die bereits gut gefüllte Halle.

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Gegen 20.00 Uhr geht es los. Inglorious betreten die Bühne und bekommen dafür schon mal von einigen Seiten Applaus zu hören. Man scheint sie bereits sehnsüchtig erwartet zu haben, obwohl es erst die ca. 15 Show überhaupt ist, welche die Engländer und der Schwede zusammen spielen. Inglorious ist eine relativ neue Band um Frontmann Nathan James, der zuvor bei Uli Jon Roth und Trans-Siberian Orchestra war und sich mit dieser Band endlich selbst verwirklicht. Zusammen mit Andreas Eriksson, Wil Taylor, Colin Parkinson und Phil Beaver wirbelt James mit sichtlich viel Spass über die Bühne und gibt stimmlich alles, was er zu bieten hat, auch die ganz hohen Töne. Neben ihren eigenen Songs, die auf dem bald erscheinenden Album zu hören sein werden, geben sie auch einige Cover zum Besten. Auch wenn Sänger und Mikro teils an ihre Grenzen kommen, bietet das Quintett eine solide Show, die abwechslungsreich und unterhaltsam ist. Ein sympathischer Trupp, dem man gerne zuhört und -sieht. Leider war das ganze viel zu schnell vorbei, leider durften sie nicht mal mehr eine Zugabe spielen, und diesen Zeitdruck merkte man ihnen leider auch auf der Bühne ein bisschen an. Mehr zum am 19.2. erscheinenden Album in Kürze. http://www.inglorious.com/

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Nach kurzer Umbauphase erklimmen dann The Winery Dogs zögerlich die Bühne. Wie ich zugeben muss, eine mir eine komplett unbekannte Gruppe, bis auf den Song «Oblivion», den ich bereits einmal zuvor gehört hatte. Aber klar, die Musiker sind auch für mich keine Unbekannten, Richie Kotzen, Billy Sheehan und Mike Portnoy sind wahre Grössen der Rockszene. Aber auch wieder typisch amerikanisch, leider sehr selbst inszenierend. Diese drei spielen einfach nicht miteinander, jeder spielt hier für sich, denn er ist der King, zumindest kommt das leider so rüber. Sie mögen gute Musiker sein, aber die Show überzeugt mich gar nicht. Ich bin kein Fan der relativ chaotischen Musik, die sie gemeinsam von sich geben und leider auch gar nicht von der Stimme von Richie Kotzen. Für mich einfach ein bisschen zu viel Hippiezeit Einfluss. Darum entscheide ich mich nach kurzem Zuhören auch das Konzert zu verlassen. Dennoch haben sich gerade wegen diesen Musikern viele im Z7 eingefunden, überwiegend die ältere Generation – sonst ist das Publikum eher bunt gemischt – und denen scheint es gefallen zu haben. http://www.thewinerydogs.com/

Für mich war es dennoch allemal wert, den Weg auf mich zu nehmen, denn ich habe eine grossartige neue Band entdeckt, von der man hoffentlich noch lange viel Gutes hören wird.

Photos by: Sandy Mahrer

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Sandy Mahrer

Sandy Mahrer

Fresh Act Redakteurin,
Reportagen, Reviews, Fotos – – –
Favorisierte Musikrichtungen? – – –
Hard Rock, Heavy Metal und Pop-Rock, etc.
Weniger Death,Black, Grind Core

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