Dark Funeral: Geleitet von inneren Dämonen

Gastautor: John Wisniewski

Die schwedischen Black Metal Meister Dark Funeral arbeiten derzeit im Studio an ihrem neuen Album, das 2016 via Century Media erscheinen soll – hier ein schnelles Update dazu von Gitarrero Lord Ahriman höchstpersönlich!


Woran arbeitest du gerade, Lord?
Wir sind gerade im letzten Stadium, an den Demoaufnahmen und den Feinheiten unserer neuen Songs für unser nächstes noch unbenanntes Album zu feilen. Wir werden diese im Februar in den Dug-Out Studios gemeinsam mit dem Produzenten Daniel Bergstrand aufnehmen. Und der Plan ist soweit, das Album herauszubringen, wenn wir 2016 die Bühnen diverser Sommerfestivals entern werden. Ausserdem planen wir noch ein neues Video, Tourneen und im Prinzip wieder ganz gross einzusteigen und die Metalszene ein für alle Mal zu erobern!

Wie hiess die erste Metalband, bei der du gespielt hast?
Meine erste ”echte” Band nannte sich „Satan’s Disciples“ (1989-1992). Damals lebte ich noch hoch oben im Norden, in einer Stadt namens Lulea, wo ich aufwuchs. 1992 beschloss ich, nach Stockholm zu ziehen, wo ich schliesslich DARK FUNERAL gemeinsam mit Blackmoon (RIP) formierte. Es gab auch eine Zeit vor Dark Funeral zwischen 1992-1993, wo sich das Projekt nach mir benannte, „Ahriman“. Abgesehen von einem anderen Schlagzeuger war es dasselbe Line-Up, das auch auf unserem Debut MCD (1994) vertreten ist.

Was inspiriert die Musik von Dark Funeral?
Ich lasse mich stets von meinen inneren Dämonen leiten. Und in welcher Finsternis oder düsterer Stimmung sie sich auch befinden mögen, dahin wird auch die Musik gehen.

Warst du befreundet mit Dead von Mayhem?

Nein, ich lernte ihn nie persönlich kennen, nur sein musikalisches Schaffen mit Morbid & Mayhem.

Was gefällt den Leuten an Black Metal?

Ich denke, das ist wie bei jeder anderen Art von Musik. Wenn die HörerInnen sich irgendwie damit identifizieren können, mit einem bestimmten Gefühl oder einer Stimmung, dann werden sie von der Musik angezogen. Bei Black Metal hast du auch die Extreme, in den Texten und in Sachen Spiritualität, das wohl ebenfalls vielen Leuten gefällt.

Hättest du jemals erwartet, dass Black Metal so gross wird wie jetzt und so viele Fans anzieht?

Nein. Als wir damals in den frühen 90ern anfingen, war es völlig auf den Underground beschränkt. Und damals war Black Metal viel zu extrem für die meisten Leute. Es gab da eine Grenze zwischen Death und Black Metal. Und wenn du diese Grenze überschritten hattest, dann warst du ein Aussätziger, aber nachdem die Medien uns Mitte der 90er viel Aufmerksamkeit schenkten, wuchs die Szene und wurde nun richtig dominant.

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photo: Soile Siirtola / Extremmetal.se

GastmitarbeiterInnen / guest contributions

Reguläre GastmitarbeiterInnen u.a. Grit Kabiersch, Maria Levin, Nina Ratavaara, Elvira Visser, John Wisniewski

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