DANZIG – Skeletons

AFM Records (EU), Evilive, Nuclear Blast (USA) VÖ: 27. November 2015
Cover oder Tribute CDs sind immer etwas schwierig zu beurteilen – und da gibt es nur ne Handvoll, die ich gelungen und die Anschaffung wert finde. Nun, das hier ist eines davon. Dieses Album hat mich echt überrascht, auf positive Weise. Danzig ist es echt gelungen, die Seele des Punk einzufangen – die Intensität, den rohen unverfälschten Sound, der dich sofort gefangen nimmt – Hut ab.
Die nächste positive Überraschung ist die Art, wie er diese Coversongs zu seinen ureigensten macht – sogar wenn das Spektrum so breit gefächert ist, von rohem Punk (Devil’s Angels oder The Troggs) bis hin zu glattem AOR (ZZ Tops Rough Boy oder die Everly Bros). Gelegentlich würde ich seine Interpretation sogar dem Original vorziehen, wie etwa seine düstere, treibende Fassung von Elvis‘ „Let Yourself Go“. Einen Song finde ich nicht so gelungen, Black Sab’s NIB und seine Stimme dazu sind etwas gewöhnungsbedürftig, ebenso klingt der Anfang von Crying in the Rain ein wenig seltsam. Jedoch hat Glenn Danzig sein „back to the roots“ Ziel absolut erreicht – zunächst mal der Produktionsmodus (grossteils selbstgemacht, er sang und spielte Piano, Gitarre, Bass bei allen Tracks und auch Drums bei zirka der Hälfte selbst) und dann die Auswahl jener Songs, die sein „Skelett“ als Künstler geprägt haben:

„Man kann sagen, dass vieles dieser Musik die echte Basis und das Skelett ausmachen, was ich mir angehört habe, als ich aufwuchs – die Quintessenz der Musik, die ich mag. Das ist die Basis. Wenn du Elvis oder Sabbath aus meinem Leben entfernen würdest, dann wäre ich wohl nicht der Glenn Danzig geworden!“
Übrigens zollt auch das Coverfoto Tribut, an  David Bowies Pin Ups Album …
Tracklist:
1 Devil’s Angels – (Davie Allen & The Arrows)
2 Satan (From Satan’s Sadist) – (Paul Wibier)
3 Let Yourself Go – (Elvis Presley)
4 N.I.B.- (Black Sabbath)
5 Lord Of The Thighs – (Aerosmith)
6 Action Woman – (The Litter)
7 Rough Boy – (ZZ Top)
8 With A Girl Like You – (The Troggs)
9 Find Somebody – (The Young Rascals)
10 Crying In The Rain – (The Everly Brothers)

Klaudia Weber

Klaudia Weber

Rücksichts- und gnadenlose Diktatorin, kniet vor mir! Anders gesagt: Chefredakteurin, Übersetzerin, Webseiten- und Anzeigenverwaltung, also "Mädchen für alles" - - - Schwerstens abhängig von Büchern (so ziemlich alles zwischen Herr der Ringe und Quantenphysik) und Musik, besonders von Metal finnischer Prägung. Weiters Malen, Zeichnen, Film, Theater... also könnt ihr mit einer vielseitigen Website rechnen.

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