Lacrimas Profundere in St. Petersburg, Russland

11. September, Aurora Concert Hall

Die Menschen warten am Tor sind noch etwas nervös, weil der Schauplatz des Konzert ist aufgrund der technischen Probleme geändert worden, und die „Tor offen“ Zeit ist bereits verstrichen.
Darüber hinaus sind nicht viele der Menschen, ohne Zweifel versierte Metal-Event Teilnehmer, bewusst, welche Dimensionen die „kleinen Bühne“ der Halle tatsächlich hat und wo sie sich genau im Inneren des Gebäudes befindet. Aber die Menge wächst nicht nur zahlenmäßig, es wächst auch die Neugier auf das, was als nächstes passieren wird.

Als sich die Türen schließlich öffnen, werden die Gothic-n-sad Fans (einige tragen Korsetts und Piercings, einige haben elektro-blauen Haare, die schweren Stiefel scheinen jedoch obligatorisch) in die gemütliche Halle, die wie eine Bar aussieht, geleitet. Die ruhigeren Besucher nehmen ihre Plätze an den unerwarteterweise vorhandenen Tischen ein, die aktivere Menge wartet in der Nähe der hüfthohen Bühne auf ihre Lieblingsband, wo sie sich wohl einstimmig fragen, warum so wenige Menschen ihren guten Musikgeschmack teilen.
Nebenbei bemerkt – in der Menge von etwa 100 sind nicht nur die Fans, die in St. Petersburg leben, sondern auch viele, die von Moskau angereist sind, welches nicht das Glück hatte, Gastgeber eines Auftritts der ‚Antiadore‘ Tour zu sein.

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Mit der Gesamtverzögerung von 2 Stunden erscheinen Lacrimas Profundere auf der Bühne, die etwas klein scheint für eine Band von fünf aber in diesem Augenblick sind alle Nachteile der Veranstaltung (die Verzögerung und fast abwesende Licht) völlig vergessen.
Die unheimliche Mischung aus den aufrichtigen Texten, die alle ansprechen, die schon einmal gebrochene Herzen hatten, und Musik viel schwerer als etwas, das man von einer Gothic-Metal-Band erwarten würde, macht viele vergessen, was oder wer sich in der Umgebung befindet – es gibt Slamdance und Headbangen.
Die Band scheint nicht traurig über die kleinere Halle zu sein, sondern drückt zwischendrin ihre Freude über die Gigmöglichkeit aus, feuert das Publikum an, mehr Lärm zu machen und lobt die schöne Aussicht aus den Panoramafenstern auf die Newa und Nakhimov Naval Academy. Sie erwähnen auch, dass die Stadt St. Petersburg und ihre Stimmung perfekt zur Musik von Lacrimas Profundere und besonders „My Meskalin“ passt. Die gemütliche Atmosphäre einer “geschlossenen Gesellschaft für Auserwählte” wurde am Schluss noch gesteigert, als Sänger Rob die Fans bat, nach der Show nicht gleich weg zu laufen. So konnten die Metaller und Gothic Damen bei einer kleinen After-Show-Party nicht nur Getränke aus echten Gläsern, sondern auch die seltene Gelegenheit geniessen, sich mit ihrer Lieblingsband zu unterhalten.

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https://www.facebook.com/lacrimasprofundereofficial

Autor, photos: Varvara Murasheva

Übersetzung ins Englische:

Julia Andreeva

Julia Andreeva

julia@stalker-magazine.rocks – Reportagen, Fotos – – – – – Favorite genres? gothic metal ;) – – – Favorite bands? Him, Cradle of Filth, Oomph and more =)) – – – Other interests? – – – travelling, culture, reading

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