Tuska Open Air 2015, Helsinki, Finland

26.-28.6.2015 , Suvilahti

Wir hatten uns schon allmählich mit dem Gedanken abgefunden, dass der Sommer 2015 offenbar von höherer Stelle gecancelt worden war, aber dann brach das Tuskawochenende an und brachte doch noch nach alter Tradition die Sonne mit. Vormittags sah es noch nicht so doll aus, aber als wir auf dem Festivalgelände ankamen, stellten wir fest, dass wir viel zu warm angezogen waren. Aber wen stört’s, lieber so als andersrum. Zum ersten Mal in der Geschichte der Tuska nutzte ich den Garderobenservice. Den hat es schon immer gegeben, neu waren dagen in diesem Jahr einige andere Dienstleistungen, auf die ich weiter unten noch zu sprechen kommen werde… (TS)

Freitag

Der erste Tuskatag und zugleich Beginn meines Sommerurlaubs – wie hatte ich mich schon darauf gefreut! Besonders auf diese eine Band aus Australien, Ne Obliviscaris, die ich total genial finde. Da konnte ich ja noch nicht ahnen, dass ich sie nie zu sehen kriegen werde….

Und ausserdem war ich neugierig auf die Briten Krokodil, wo sich Mitglieder von SikTh, Gallows, Hexes, Cry For Silence und Canaya finden und welche die Ehre hatten, die Tuska-Hauptbühne zu eröffnen. Und in der Tat, dieser Trip durch verschiedene Metal-Stilrichtungen – von Doom bis Melodic Death – klang recht angenehm. Es war jedoch nicht das erste Moshpit des Tages, das mich dazu veranlasste, das Ganze aus sicherer Entfernung und im Sitzen zu geniessen… (KW)

krok

Als ich ankam, hatte die erste Band Krokodil gerade etwa die Hälfte ihres Sets hinter sich gebracht. Die Band sagte mir nichts und ihre Show war nicht interessant genug, als dass ich nachträglich das Verlangen verspürt hätte, mehr über sie in Erfahrung zu bringen. Das Auffälligste an ihnen waren die Ansagen des Sängers, der in jeden Satz mindestens drei „fuck“s einbaute. Ich erwarte ja nicht gerade Shakespeare, aber wem so wenig an Rhetorik gelegen ist, der sollte vielleicht lieber einfach nur singen.

Ghost Brigade verschwendeten keine Zeit auf lange Reden und konzentrierten sich stattdessen auf die Musik. Die Konzentration mag notwendig gewesen sein, denn am quasi ersten nennenswerten Sommertag des Jahres eine düster-melancholische Stimmung zu erzeugen, ist gar nicht so einfach. Wobei es mir nur recht war, die Jungs endlich mal im Tageslicht zu sehen. Auch der Sound war super, und Ghost Brigade sind bei aller Zurückhaltund eine ausgesprochen intensive Liveband. Keyboarder Joni Vanhanen, der erst seit letztem Jahr mit von der Partie ist, liefert seit neuestem auch Backingvocals, zum Beispiel in „Electra Complex“.

GB

Ein ungewöhnlich langer Song für ein Festival, aber ich fand’s geil. Das Tüpfelchen auf dem i war die Schlussnummer, Ghost Brigades einziger Song auf Finnisch: „Elämä on tulta“. (TS)

Autsch, Metalcore, is der nicht schon hoffnungslos „out“? Tja, ich machte ein paar Bildchen und zog mich dann zurück, denn diese Stilrichtung ist nicht mein Fall. Jedoch scheinen Architects aus GB eine ansehliche Fangemeinde in Finnland zu haben, der begeisterten Menge nach zu schliessen, die sich da vor der Hauptbühne versammelt hatte. (KW)

Als Architects auf die Bühne kamen, fühlte ich mich etwas perplex. Ich hatte Krokodil nur aus der Ferne gesehen – war das jetzt derselbe Sänger? Die kurzen blonden Haare, die tätowierten Arme, und jedes zweite Wort „Fuck“… Bei genauerem Hinsehen sind die beiden Herren dann zwar doch unterscheidbar, aber die Ähnlichkeiten sind nicht zu leugnen. Architects klangen aber immerhin etwas vielseitiger, auch wenn sie ebenfalls nicht gerade mein Ding sind. (TS)

Hier könnt ihr weiterlesen

Text + Fotos: Tina Solda (TS), Klaudia Weber (KW)

Tina Soldas Tuska 2015 Fotos    incl Festival-Headliner ALICE COOPER (Beitragsfoto)

Klaudias Fotogalerie (Lamb Of God, Architects, Krokodil, Aeons Confer, Exodus, Sabaton):

Lamb Of God @ Tuska 2015

Lamb Of God @ Tuska 2015

Lamb Of God @ Tuska 2015

Lamb Of God @ Tuska 2015

Lamb Of God @ Tuska 2015

Lamb Of God @ Tuska 2015

Lamb Of God @ Tuska 2015

Lamb Of God @ Tuska 2015

Lamb Of God @ Tuska 2015

Lamb Of God @ Tuska 2015

Lamb Of God @ Tuska 2015

Lamb Of God @ Tuska 2015

Krokodil @ Tuska 2015

Krokodil @ Tuska 2015

Krokodil @ Tuska 2015

Krokodil @ Tuska 2015

Krokodil @ Tuska 2015

Krokodil @ Tuska 2015

Krokodil @ Tuska 2015

Krokodil @ Tuska 2015

Krokodil @ Tuska 2015

Exodus @ Tuska 2015

Exodus @ Tuska 2015

Exodus @ Tuska 2015

Exodus @ Tuska 2015

Exodus @ Tuska 2015

Exodus @ Tuska 2015

Exodus @ Tuska 2015

Exodus @ Tuska 2015

Exodus @ Tuska 2015

Exodus @ Tuska 2015

Exodus @ Tuska 2015

Exodus @ Tuska 2015

Sabaton @ Tuska 2015

Sabaton @ Tuska 2015

Sabaton @ Tuska 2015

Sabaton @ Tuska 2015

Sabaton @ Tuska 2015

Sabaton @ Tuska 2015

Sabaton @ Tuska 2015

Sabaton @ Tuska 2015

Sabaton @ Tuska 2015

Sabaton @ Tuska 2015

Sabaton @ Tuska 2015

Sabaton @ Tuska 2015

Sabaton @ Tuska 2015

Sabaton @ Tuska 2015

Sabaton @ Tuska 2015

Sabaton @ Tuska 2015

Sabaton @ Tuska 2015

Contributors

Tina Solda

Tina Solda

tina@stalker-magazine.rocks - Reports, Reviews, Fotos - - - Bevorzugte Musikrichtungen: Am liebsten sind mir Bands, die sich nicht durch vordefinierte Kategorien einschränken lassen, aber grob verallgemeinert mag ich melancholischen Death-, unkonventionellen Black-, melodischen Doom-, dramatischen Folk- und und intelligenten Paganmetal. Aber auch gerne alten Progrock und Psychedelia, gute Soundtracks & jede Menge mehr... - - - Lieblingsbands: Skálmöld, Amorphis, Barren Earth, Enslaved, Swallow The Sun, Moonsorrow, Insomnium, Omnium Gatherum, Kingston Wall, Pink Floyd, Sólstafir, Naðra, Dynfari, Borknagar, Primordial, Einherjer, Opeth... - - - Sonstige Interessen: Gitarre, Bücher, Bier, Kino, Natur und Katzen.

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