BROTHER FIRETRIBE – album release gig

3.5.2014 Nur einen Tag nach dem lang erwarteten dritten Brother Firetribe Album Diamond in the Firepit wurden die Livequalitäten der Band gleich im Virgin Oil, Helsinki, getestet. Fast fünf Jahre sind seit dem letzten Gig vergangen und Sänger Pekka Ansio Heino und Bassist Jason Flinck gaben vor versammelter Menge zu, dass wirklich 102% (!) der Band hinter der Bühne ziemlich nervös waren. Ich kann mir das gut vorstellen. Die Menge hatte nur einen Tag, um das neue Material anzuhören, und ich denke, die Bandmitglieder machten sich ein wenig Sorgen, dass in den vielen Jahren Pause einige Fans die Band vergessen hatten.

Das war deutlich nicht der Fall. Der Virgin Oil Club war rappelvoll, womöglich ausverkauft. Und jeder schien gespannt auf diese Perle im AOR Bereich. Als sich Mitternacht und Konzertbeginn näherten, gab es keine Chance für Fotografen, auch nur in die Nähe der Bühne zu kommen. Hardcorefans – und davon gab es viele! – hatten schon 2h vorher die besten Plätze gesichert!

Als die Band auf die Bühne kam, rastete die Menge sofort aus. Ein herzerwärmender Empfang für die Jungs von Fans, die deutlich schon sehnsüchtig auf ein Wiedersehen gewartet hatten.

Die Setlist war gekonnt mit alten, wohlbekannten BFT Hits und neuem Material gefüllt. Gleich in den ersten Minuten wurde klar, dass die Band wohl nicht mit so einem Empfang gerechnet hatte. Sie schienen gerührt, Sänger Pekka strahlte, als die Menge bei der ersten Single des neuen Albums, For Better or for Worse, lauthals mitsang. „Ihr kennt den Song! Whoa!“

Nach soliden 1,5 h superber Rockmusik explodierte Virgin Oil förmlich bei der letzten Zugabe, I Am Rock, alle rasteten total aus. Ich glaube es ist fair zu behaupten, dass Brother Firetribe eine glänzende Rückkehr gelungen ist. Kein Zweifel.

Eine Neuigkeit wurde ebenfalls im Laufe des Gigs bestätigt, der ursprüngliche Drummer der Band Kalle Torniainen kann BFT nicht länger in seinem vollen Terminplan unterbringen und wurde daher durch Hannes Pirilä ersetzt. Kalle absolvierte jedoch einen Gastauftritt in der Show, als Hannes ihm für den letzten Song Platz machte. Obwohl Kalles Fähigkeiten sicher wichtig für die Band waren, bin ich sicher, dass Hannes eine ausgezeichnete Vertretung seinn wird, und er schien sich auch sofort gut einzufügen.

Nur noch eine Sache – wenn ihr tatsächlich ein Brother Firetribe im Sommer (oder im Oktober beim Firefest in Nottingham) ansehen könntet, dann zögert nicht. Geht hin! Das neue Album ist gut, aber die Live Show ist absolut glänzender Hardrock.

+ photos: Johanna Ahonen, transl K.Weber

GastmitarbeiterInnen / guest contributions

Reguläre GastmitarbeiterInnen u.a. Grit Kabiersch, Maria Levin, Nina Ratavaara, Elvira Visser, John Wisniewski