Halestorm / Star*rats

Nach fast einem halben Jahr habe ich mich wieder auf den Weg nach Kopenhagen gemacht, denn einmal mehr traten dort Halestorm auf. Mit ein paar Unterschieden: sie waren jetzt Grammy-Gewinner, spielten eine größere Halle und schafften es trotzdem ganz nah an den sold-out Status des Konzertes.
Im Vergleich zum Konzert im letzten Oktober schien das Publikum wesentlich jünger, auch wenn trotzdem wieder einmal diverse Altersgruppen vertreten waren. Und das ist genau das, was ein Halestorm Konzert ausmacht: viele verschiedene Gruppen an Menschen, und alle haben dann doch zusammen Spaß, lassen sich mitreißen und genießen die Musik.


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Los ging es dann, nach längerem Anstehen, mit der dänisch-schwedischen Band STAR*RATS, die dem Publikum ordentlich einheizten mit ihren Songs. Die Band um Sänger Magnus MP hat schon drei Alben veröffentlicht und war, unter anderem, mit Alice Cooper auf Tour. Die Lieder rissen mit, rockten und konnten begeistern, auch wenn der Sound nicht immer ganz so wünschenswert gewesen war. Durch die unbändige Energie und Spielfreude konnte man aber darüber getrost hinwegsehen, sodass es ein wirklich gelungener Auftakt des Abends gewesen ist! Sehr interessant waren auch die Ansagen des Sängers, der einmal auf Schwedisch, einmal auf Dänisch, oder aber auch auf Englisch mit dem Publikum kommunizierte, was bei so einigen ein Schmunzeln auf das Gesicht zauberte – der Sympathie tat dies aber absolut keinen Abbruch, es lockerte die Stimmung eher noch mehr auf.


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Nach einer sich in die Länge ziehenden Umbaupause ging es dann endlich mit HALESTORM weiter – und die Stimmung hatte abgeflacht, das Publikum brauchte so einige Minuten um in die richtige Stimmung zu kommen, doch dann hätte es kaum besser sein können. Die Fans klatschten und sangen lautstark mit, die Stimmung war ausgelassen und begeistert. Die Setliste war voller mitreißenden Songs, und unter ihnen war dieses Mal auch das Dio-Cover „Straight Through the Heart“, was nicht nur richtig gut klang, sondern auch von den Fans sehr gut angenommen wurde. Außerdem spielte die Band ihr langsames Stück „Break in“ in der Mitte des Konzertes, nur Lzzy und ihr Keyboard, während der Rest der Band eine kurze Pause genoss und das Publikum von der Seite der Bühne beobachtete.


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Lzzys Stimme war kraftvoll und ausdrucksstark, und Basser Josh´ Background-Gesang unterstützte Lzzy sehr gut, leider konnte man an manchen Stellen der Halle den Gesang nur schlecht bis gar nicht hören, selbiges galt für diverse Sound-Aussetzer für Joes Gitarre, die immer mal wieder vom Hörfeld verschwand und dann wie von Geisterhand wieder zurückkehrte. Ob dies nun aber nur am Stehplatz der jeweiligen Fans lag oder ein generelles Soundproblem war, habe ich nicht herausfinden können.

Fazit: Alles in Allem war es ein wirklich gutes Konzert, die Auftritte selbst hätten volle Punktzahl verdient, jedoch konnte die Soundqualität da nicht mithalten – hoffentlich wird es das nächste Mal besser, denn die Bands haben einen lupenreinen Sound mehr als nur verdient!

Setliste Halestorm:
1. Freak Like Me
2. Love Bites (So Do I)
3. You Call Me a Bitch Like It´s a Bad Thing
4. Dirty Work
5. Straight Through the Heart (Dio cover)
6. Innocence
7. Rock Show
8. Break In
9. Familiar Taste of Poison
10. Drum Solo
11. Daughters of Darkness
12. Mz. Hyde
13. Dissident Aggressor (Judas Priest cover)
14. It´s Not You
15. I Get Off
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16. Here´s to Us
17. I Miss theMisery

Carina Ullmann

Carina Ullmann

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