Sonata Arctica

Das letzte Mal spielten Sonata Arctica in Helsinki im September (siehe Report.) Während der Show wurde ihnen eine Goldene Schallplatte für ihr aktuelles Album “Stones Grow Her Name” überreicht. Um selbiges zu promoten, kehren sie in die finnische Hauptstadt zurück, und klarerweise wird sich die Setlist um dieses Album drehen. Ich bin überrascht, dass das Venue nicht gerammelt voll ist wie erwartet. Der Grund mag sein, dass Fans früher Werke die neue musikalische Ausrichtung nicht gefällt. Schade, denn die haben eine sehr gute Live-Performance verpasst.

Auch wenn sich Sonata Arctica musikalisch veränderten, die Bandmiglieder änderten sich nicht, sie haben weder ihre Energie noch ihre Motivation verloren und scheinen glücklich, vor ihren Fans auftreten zu können. Tony Kakko ist noch immer charismatisch und kommuniziert gerne mit den Leuten; er hat keine Probleme, die Show zu leiten und den Spannungsbogen zu halten. Elias Viljanen wurde nicht müde, seine Gitarre zu würgen, während er wild headbangt. Die Drums werden noch immer derbe von Tommy Portimo misshandelt. Henrik Klingenberg (keyborads) und Markko Paasikoski ( bass) scheinen etwas schüchterner als die anderen und lassen ihre Energie nicht so demonstrativ raus.

Auch wenn die Songs etwas langsamer geworden sind, die Show selbst blieb dynamisch und voller Energie. Das ist auch der Grund warum ich denke, dass auch die der neue musikalischen Ausrichtung gegenüber kritischen Fans zu den Shows kommen sollten – denn wenn dir die alten Sonata Arctica Shows gefielen, wirst du auch 2013 nicht enttäuscht sein.


Was die Songs betrifft, die haben zugegebenerweise nciht mehr viel mit Power Metal zu tun, sie sind anders, aber sicher nicht schlecht. Als Jani Liimatainen 2007 ausstieg, nutzte die Band die Gelegenheit, die musikalische Ausricthung neu zu definieren und den Speed-Anteil wegzulassen. Die neuen Songs funktionieren live wirklich gut: “I Have A Right” wird der Hammer, die Menge zögert nicht, die Fäuste hochzureissen und mit Tony Kakko lauthals mitzusingen.

Natürlich wurde auch das legendäre “Full Moon” gespielt, und die Finnen haben auch diesen Song für die Live-Performance überarbeitet. Es wäre ein grosser Fehler, diesen von vielen Fans herbeigesehnten Song nicht zu spielen – jedoch gibt die Live-Version ein weiteres deutliches Zeichen, dass die Band sich von ihrer Vergangenheit loslöst. Die Tatsache, dass nciht viele von den alten Songs gespielt werden, verstärkt diesen Eindruck.

Die Jahre vergehen und klarerweise entwickelt sich die Band musikalisch weiter. Auch Tony Kakkos Stimme hat sich entwickelt, was besonders live deutlich wird. Sein Stimmumfang wuchs, der Gesang ist vielseitiger und er kann daher viel mehr herausholen.

Ich beschliesse den Bericht mit der Bestätigung, dass Sonata Arctica nicht mehr diese Power-Metal Band von früher ist. Jedoch liefern sie immer noch super-effiziente Shows, obwohl sie sich nun eher in der Abteilung Rock als in Speed-Ecke bewegen…

Marine Crepiat

Marine Crepiat

marine@stalker-magazine.rocks - - - Reports - Reviews - Photos Passionate and curious by nature, I'm interested in ways through which I can express my opinion and communicate my feelings. Writing, photography, singing, drawing, languages... are the main things I keep myself busy with ! As for music, my favorite genre is music that speaks to me and that conveys a certain atmosphere. It can a be a pop or a metal song, some thrash or death metal tune... so the actual genre doesn't really matter to me.