Mind Of Doll acoustic / album pre-listening

Mind Of Doll hatten eine längere Schaffenspause eingelegt, leider, denn das ist einer jener finnischen Acts, die live immer super rüberkommen und die definitiv etwas mehr Aufmerksamkeit verdienen… Daher sollte man so einen seltenen Akustik-Gig (erst der zweite in der gesamten Bandkarriere, wie ich erfuhr) nicht verpassen. Ausserdem kommt bald das zweite Album auf den Markt, und dieser Abend bot eine Chance, da mal ein bisschen reinzuhören. Und last but not least – diese Jungs aus Vantaa sind total nette Leute, mit denen man gerne etwas Zeit verbringt – also mehrere Gründe, vergleichsweise früh an einem Samstagabend im Bäkkäri vorbeizuschneien. Als ich eintraf, war der Soundcheck noch voll im Gange, aber wir fanden noch Zeit vor dem Gig, um ein bisschen über die Aus-Zeit und das neue Album zu plaudern…

Mit ein bisschen Verspätung – weil sich auch die Leute etwas Zeit liessen einzutrudeln, darunter offensichtlich Fans der Band wie auch Bar-Stammpublikum – legten Mind of Doll schliesslich los, offensichtlich in bester Laune, mit den neuen Songs “Bad Shivers” und “Indians”, die gut rüberkamen und vermuten liessen, dass die generelle musikalische Ausrichtung “dirty Rock´n´Roll” mit ein bisschen Sleaze-Glam beibehalten wurde. Sänger Visa kann mich immer wieder überraschen, so eine raue kraftvolle Stimme, und er sieht so jung und fast zerbrechlich aus…

Tja, ich kann ja verstehen, dass die Jungs lieber auf Nummer Sicher gingen und einige Coverversionen spielten (“Rain” von The Cult, “Wide Awake” von Fishfaces und Rolling Stones´ “Wild Horses”).
Jedoch waren es ihre eigenen Songs des Vorgängeralbums “Low Life Heroes”, wo das Publikum lauthals mitsang – zuerst “Ms. Pretty” und dann der Hit “Marks On My Face” – ich wette, jeder war dann auch traurig, dass die Band nicht länger spielen konnte. Erstens war da noch das Pre-Listening, dann traten wenig später im Club oben noch ein paar weitere Bands auf… Also bitte, Jungs, spielt mehr Akustik-Shows (und mehr von euren eigenen Songs!)

Als dann erstmals das neue Album “Shame on your Shadow” aus den Lautsprechern tönte (die CD kommt am 8. Februar raus, Review demnächst hier zu lesen), liess sich hören, dass zwar der Stil – oben bereits als “dirty Rock´n´Roll” beschrieben – fortgesetzt wurde, jedoch mit einem grösseren Anteil an “Metal”, ein Freund hörte sogar immer wieder “Iron Maiden Momente” raus. Also lasst euch überraschen, was die Jungs so zu erzählen haben …

VISA HEINONEN – VOCALS
SAKARI VIRTA – LEAD GUITAR
ERIK LUNDÉN – GUITAR
IDE MIETTINEN – BASS
VILLE MURU – DRUMS

Klaudia Weber

Klaudia Weber

Rücksichts- und gnadenlose Diktatorin, kniet vor mir! Anders gesagt: Chefredakteurin, Übersetzerin, Webseiten- und Anzeigenverwaltung, also "Mädchen für alles" - - - Schwerstens abhängig von Büchern (so ziemlich alles zwischen Herr der Ringe und Quantenphysik) und Musik, besonders von Metal finnischer Prägung. Weiters Malen, Zeichnen, Film, Theater... also könnt ihr mit einer vielseitigen Website rechnen.