Turmion Kätilöt / Pain

Letztes Jahr tourte die Industrial Metal Band Pain mit Turmion Kätilöt als Support in Europa. Die beiden Bands kamen offensichtlich gut miteinander aus, da sie diese Erfahrung wiederholen, diesmal in Finnland auf einer 5-Show-Minitour „Kidneys To The limits“, nur sind nun Turmion Kätilöt die Headliner.

Als ich im Virgin Oil ankam, war ich überrascht, so viele Leute schon vorne zu sehen, den sonst bleiben Finnen liebe an der Bar und begeben sich erst zur Bühne, wenn der Gig anfängt. Es scheint, dass Pain heiss ersehnt werden heute, und in der Tat war es ziemlich voll, ungeachtet der Tatsache, dass nur wenige Meter entfernt auch die Legenden W.A.S.P. in Helsinki spielen.

Gegen 21h geht das Licht aus, noch mehr Menschen versammeln sich in den vordersten Reihen. Peter Tägtgren und seine Jungs entern die Bühne und sind bereit für die begeisterte Menge.
Die Schweden brauchen nicht lange, um die Leute zum Ausrasten zu bringen, gleich vom ersten Song an fliegen die Matten. Noch mehr Fans versammeln sich vorne und reagieren enthusiastisch, und auch ich finde die Show klasse, total klasse.

Peter Tägtgren hat tolles Charisma und man kann fast den Blick nicht von ihm abwenden, sein Können ist bewundernswert. Da kriegt man das Gefühl, dass ihm alles so leicht fällt und gute Shows für ihn natürlich sind… er muss nicht viel tun, er fesselt das Publikum alleine mit seiner starken Persönlichkeit.
Die Show war auch dank der Band ein Erfolg, obwohl diese nur als “Begleitband” agiert, da Peter ja nciht alle Instrumente alleine spielen kann… Jedes Bandmitglied ist in die Show eingegliedert und die Chemie stimmt, alle scheinen viel Spass am Zusammenspielen zu haben.

Was den Bühnenaufbau betrifft, bin ich enttäuscht, dass es keinen gibt. Sonst haben Pain LED Wände im Hintergrund, was die Show visueller macht. Aber sie sind nciht die Headliner heute und das hält die Band auch nicht davon ab, einen tollen Gig zu liefern.

Pain gingen auf Nummer sicher bei der Setlist, die ihre beliebtesten Songs enthielt, die Live immer gut funktionieren, auch “Same Old Song” und “Shut Your Mouth” wurden natürlich nicht ausgelassen.“Dirty Women” verwandelte den Saal fast in einen Nachtclub… die Show war eine Riesenfete, sowohl auf als auch vor der Bühne.

Die Band weiss einfach, wie man eine gute Show abzieht: eingängige und effiziente Songs, gespielt von Könnern, hingebungsvollen Musikern, angeführt von einem charismatischen Frontmann. Es fällt schwer, etwas Negatives an dieser Show zu finden. Wenn, dann nicht die Performance selbst, sondern die Länge des Sets. Pain spielten grad mal eine Stunde – nicht gut für die Fans, die gerne mehr Party gehabt hätten…

Ich bin überrascht, dass viele Leute danach das Venue verlassen und andere Leute näher an die Bühne gehen. Es scheint, dass diese beiden Bands unterschiedliche Fangruppen haben. Es stimmt, dass Turmion Kätilöt nicht viel mit Pain zu tun hat, trotz des “Industrial Metal” Labels, das sie verpasst kriegten. Wie auch immer, ich bin gespannt auf einen weiteren Gig dieser Finnen…
Die beiden Frontmänner Rakaa Pee und Spellgoth sind im wahrsten Sinn des Wortes verantwortlich für die Show und zögern nicht, zwischen den Songs mit dem Publikum zu kommunizieren.
Es gibt in der Tat viel gute Interaktion zwischen der Menge und der Band, und jeder Song ist für die Finnen der Anlass, sich noch ausgeflippter zu gebärden. Die Fans bangen begeistert und brüllen, wenn ihre Lieblingssongs gespielt werden, wie etwa “Verta ja Lihaa” oder “Grand Ball”. Ich hab nicht viele Turmion Kätilöt Shows gesehen, aber ich vermute, dass diese eine typische Show der Band war. Die Fans schienen zufrieden, obwohl ich den Eindruck hatte, dass ein paar ein bisschen enttäuscht waren. Keine grosse Überraschung also bei Turmion Kätilöt, aber dennoch eine gute Performance.

Marine Crepiat

Marine Crepiat

marine@stalker-magazine.rocks - - - Reports - Reviews - Photos Passionate and curious by nature, I'm interested in ways through which I can express my opinion and communicate my feelings. Writing, photography, singing, drawing, languages... are the main things I keep myself busy with ! As for music, my favorite genre is music that speaks to me and that conveys a certain atmosphere. It can a be a pop or a metal song, some thrash or death metal tune... so the actual genre doesn't really matter to me.