To/DIE/FOR / Domination Black

PRKL Club Helsinki – Oh was ich mich auf dieses Konzert gefreut habe. To/Die/For gehören zu einer der ersten Rockbands, die ich mir angehört habe und bisher konnte ich mir die Band nur bei grösseren Events ansehen und nicht im familiären Rahmen wie im PRKL Club, wo man schnell Freunde findet, auch wenn man alleine hingeht.

Den Anfang heute machen Domination Black aus Karhula, Kotka, mit ganz anderem Stil als To/Die/For, aber musikalisch sind sie nicht mal schlecht. Domination Black liefert dem Publikum eine Mischung aus Heavy Metal mit Thrash und Progressivelementen. Gesangstechnisch läuft es bei Sänger Matias Palm zu Beginn nicht ganz so glatt und die Stimme klingt noch ein bisschen dünn. Mit der Zeit legt sich aber auch das und gegen Ende singt er die Songs in einer bisschen raueren Stimme, die er eigentlich gleich bei allen hätte einsetzen können. Dennoch klang alles ein bisschen zu ähnlich für meinen Geschmack. Musikalisch könnten die Jungs hier und da noch einige Feinheiten einbauen, aber es ist sicher kein schlechter Start für den heutigen Abend.

Nach einer kurzen Umbauphase geht es dann endlich um den Hauptact des Abends. Zu dem Zeitpunkt als To/Die/For die Bühne entern, ist vorne bereits alles voll. Bei dieser Band bleibt keiner ruhig stehen, den Wechsel aus geballter Energie und zurückhaltender Erhabenheit, die sie versprühen, lässt niemanden kalt. Die Stimme von Sänger Jape ist einfach unverkennbar. Mit Tamburin ”bewaffnet”, springt er immer wieder über die kleine Bühne, während Gitarrist Juppe sich zurückhält und stets aufs Spielen konzentriert. Die Band hatte ein bisschen mit den Samples zu kämpfen, weil sie nicht ganz so liefen wie sie sollten, aber wie immer machten sie das Beste aus dem Konzert. Ich hätte mich noch nie über sie beschweren können. Keyboarder Juska Salminen, der wieder kalkweiss wie ein Djinn auf der Bühne steht mit einem Bollywood-angehauchten Samtrock, scheint ab und an damit zu kämpfen, dass der Monitor nicht richtig arbeitet. Gitarren-Hero Antza lässt sich von nichts beirren und geniesst die Show voll und ganz. Und die beiden Herren, die man im Hintergrund kaum sehen konnte, zum einen Schlagzeuger Matti und Bassist Eza, schienen sich auch bestens am Publikum zu erfreuen. Die Setliste bestand aus einer guten Mischung aus neuen Songs des Samsara Albums und den alten Alben. Ein geniales Konzert mit einer Superstimmung. Man könnte sich nicht mehr wünschen.

Sandy Mahrer

Sandy Mahrer

Fresh Act Redakteurin, Reportagen, Reviews, Fotos - - - Favorisierte Musikrichtungen? - Hard Rock, Heavy Metal und Pop-Rock, etc. Weniger Death, Black, Grind Core