Swallow The Sun / The Man-Eating Tree / Iconcrash

Drei Wochen, nachdem ich Swallow The Sun auf der Finnish Metal Expo erleben durfte, führte sie ihre „Emerald Forest and the Blackbird“-Tour erneut nach Helsinki, diesmal ins Nosturi. Im Gepäck hatten sie auch noch The Man-Eating Tree, die derzeit mit ihrem zweiten Album „Harvest“ unterwegs sind.


Los gings aber erstmal mit Iconcrash und sehr viel Gefühl. Eigentlich wollte ich ja nur kurz mal reinhören, aber einige Songs (z.B. „Everlast“) waren sehr eingängig. Ich mochte außerdem, dass sie abwechselnd keyboard- oder gitarrenlastig waren.

Getragen wurden die Kompositionen hauptsächlich von langen Noten, die durch Jaani Peuhus klare Stimme ausgefüllt wurden und eine sehr angenehme Atmosphäre entwickelten. Bemerkenswert fand ich ebenfalls, dass er zwischen den Songs lächelte; so etwas sieht man sehr selten.
Setlist: Strange / Fiery / Lovers / Everlast / Stockholm / We Are / 60 Seconds


Nach einem Drink und mit ein paar Leuten mehr im Publikum gings mit The Man-Eating Tree weiter. Sie läuteten den Gig mit „Harvest Bell“, „At the Green Country Chapel“ und „Armed“ vom neuen Album „Harvest“ ein. Mit „Lathing A New Man“ und „The White Plateau“ vom Vorgängeralbum „Vine“ setzte der Wiedererkennungseffekt ein und im Publikum war sofort mehr los. Alle Songs wurden unglaublich präzise gespielt.

Die Stimme von Tuomas Tuominen wurde von sehr zarten Keyboardklängen umrahmt und später und exakt im richtigen Moment kamen Gitarren dazu. Ich war absolut hin und weg.

Setlist: Harvest Bell / At the Green Country Chapel /Armed / Lathing A New Man / The White Plateau / Incendere / Exhaled / Of Birth For Passing / Code of Surrender


Die meisten Fans waren jedoch wegen Swallow The Sun gekommen. Zu den Introklängen von „Sininen uuni“ (Tapio Rautavaara) wurde der Vorhang wie bei einem Kasperletheater von Hand beiseite gezogen.

Das folgendende Konzert war schlicht und einfach Genuss pur. Da die Songs fast epische Längen haben, konnte ich mir das Treiben auf der Bühne erst sehr lange im Fotograben aus der Nähe beobachten. Später ließ ich mich dann vom Sound auf den Balkon tragen, wo die Akustik am besten war.
Setlist: Sininen uuni / Emerald Forest and the Blackbird / Through Her Silvery Body / Psychopath’s Lair / Hope / Cathedral Walls / Hold This Woe / These Woods Breathe Evil / New Moon / Night Will Forgive Us / The Giant / Labyrinth of London / Don’t Fall Asleep / Swallow

Meine letzte Bemerkung geht an die Tontechniker des Nosturi. Die Soundeinstellungen waren perfekt. Ich konnte die volle Klangvielfalt aller drei Gigs ohne Gehörschutz genießen. Es ging keine einzige Note verloren. Aus diesem Grund vergebe ich auch die volle Punktzahl an Elchen.

Grit Kabiersch

GastmitarbeiterInnen / guest contributions

Reguläre GastmitarbeiterInnen u.a. Grit Kabiersch, Marina Minkler, Maria Levin, Nina Ratavaara, Elvira Visser, John Wisniewski